Archive for the ‘Uncategorized’ category

Filmvorführung “I Won’t Go Quietly” – eine Gegendarstellung zum RTL-Bericht

25.01.2012

(Video: RTL Explosiv, 23.1.2012)

Der letzte Satz lautet: “Weitere öffentliche Filmvorführungen wird es nicht geben”. Weiß RTL etwas, das wir nicht wissen? Der nächste Termin im Grazer Rechbauer Kino ist am 9. Februar, 17:45. Warum war RTL wirklich da? Bestimmt nicht wegen einer “Top-Story”, wohl eher, um den Ruf des Filmes zu schädigen.

“Wir hatten allergrößte Schwierigkeiten, auf dieser Filmpremiere zu drehen.”
Allergrößte Schwierigkeiten? Wie definiert sich das? Der Satz klingt so, als wären die Zuschauer auf das Kamerateam losgegangen.

“Die Anhänger der Theorie wollten erst nicht mit uns sprechen.”
Natürlich wollten die Zuschauer/Gäste das nicht, man wusste, dass die Reporterin von RTL war, es wurde bereits im Vorhinein gebeten, nicht zu stören.

„Letzte Woche kontaktierte uns Nadja Wagner, Dipl. Journalistin aus München, selbständig tätig für Redaktion München, RTL, BILD.de, etc. Sie wollte unbedingt einen Bericht bringen über ‘I won’t go quietly’ und ein Interview mit Barbara Seebald. Natürlich freuen wir uns über das Interesse der Mainstreammedien an unserer Arbeit, trotzdem waren wir skeptisch, zumal die Berichterstattung über den Fall Seebald in der Vergangenheit fundierte Recherche vermissen ließ. Wie konnten wir einer Journalistin vertrauen, die bisher auch nicht den Mut hatte, die wirkliche Seite von HIV/AIDS zu beleuchten, die stattdessen über Schlittenrennen in Kitzbühl und die Münchner Wiesn für BILD.de berichtet hat. Wir stimmten der Verwendung von Filmmaterial für Ihren Bericht und dem Interview mit Barbara Seebald nicht zu. Sie versuchte, unser Vertrauen zu gewinnen, indem sie uns versicherte, ihr größter Wunsch sei es, einmal eine Reportage zu machen, mit der sie wirklich jemanden helfen kann. Ich sagte zu ihr, dass sie mit diesem Thema eine einmalige Chance dazu hat. Frau Wagner war in Graz bei der Filmvorführung, hat mit mehreren ZuschauerInnen Interviews geführt und wir warten nun gespannt auf ihren Bericht!“
(Anne Sono, Filmemacherin von “I Won’t Go Quietly“)

Der Medizinreferent der Deutschen Aidshilfe, der nochmal schön fachmännisch erscheinend die Fakten verdreht, ist auch allererste Klasse…

“Ihr Ehemann starb sogar an den Folgen seiner HIV-Erkrankung.”
Leonhard Seebald starb lt. Totenschein an einer Lungenembolie, ausgelöst durch eine Thrombose. Lungenembolie ist KEINE Aids definierende Erkrankung!

Dann der Satz:
“Trotzdem blieb die ehemalige Heroinabängige bei ihrer Meinung.”
Barbaras Kontakt mit Drogen liegt über 20 Jahre zurück.

“Die Reporterin versucht die Frauen aus dem Film, allen voran Barbara S., während der Filmvorführung zu ihren Statements zu befragen, aber keine will mit ihr reden.”
WÄHREND der Vorführung? Geht’s noch? Sowas fällt natürlich den RTL Zuschauern nicht auf… Ausserdem war keine der Frauen ausser Barbara S. anwesend.

“Hier sind anscheinend nur Befürworter der Anti-Aids-Theorie anwesend.”
(es wird die Szene vor dem Kinosaal gezeigt, wo der Kinomitarbeiter der Reporterin freundlich mitteilt, man solle bitte das Filmen im Kinosaal unterlassen)

Dann folgen einige völlig aus dem Kontext gerissene Ausschnitte von Interviews zweier Kinogäste (Kinogast = lt. RTL “Anhänger der Anti-Aids-Theorie”) und einige zusammenhanglose Filmausschnitte

“Warum bereits allerdings mehr als 25 Mio. Menschen an Aids starben, konnte uns niemand der Anwesenden erklären.”
Diese Thematik wird im Film mehr als ausführlich behandelt, wie auch bei der Diskussion im Kinosaal nach dem Film, bei dem die Reporterin anwesend war.

“Weitere öffentliche Filmvorführungen wird es nicht geben.”
Sagt wer? RTL? Wir wissen davon noch nichts.

Ob dieser RTL-Beitrag nun zu einem Verbot des Filmes führt, wird sich bald zeigen.

Neuer Film der Architects & Engineers for 9/11 Truth: Experts speak out!

12.09.2011

Mehr als 1500 Architekten, Ingenieure und weitere Experten klären aus wissenschaftlicher Perspektive über die Ungereimtheiten des 11. September 2001 auf und fordern eine neue, unabhängige Unersuchung der Vorfälle.

 

INSIDE 9/11: Vortrag von Jürgen Elsässer in Linz

29.07.2011

(Bild anklicken zum Vergrößern)

Freitag, 2. September 2011

Infostand mit Jürgen Elsässer:
Ab 13:00 Uhr, nähe Taubenmarkt Linz (Fußgängerzone Zentrum)

Vortrag — Inside 9/11:
18:00 Uhr, Audimax (Saal B)
Kollegiumgasse 2 (nähe Pfarrplatz), 4010 Linz
Eintritt: 5 €uro

Vortrag: “Globalisierung und Krieg auf Kosten sozialer Gerechtigkeit”

www.compact-magazin.com

BILDERBERG-Report 2011

17.06.2011

Ankunft

Im Grunde ist nicht viel über die Ankunft der Konferenzteilnehmer zu berichten. Die meisten der Herrschaften reisten in gepanzerten Limousinen oder SUVs an. Manche, so wie z.B. die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard, wurden per Helikopter eingeflogen.


Etienne Davignon
(Ehrenpräsident der Bilderberger)


Hier der Helikopter, der Doris Leuthard auf dem Landeplatz des Hotel Suvretta absetzt


Doris Leuthard

Am Donnerstag, dem 9. Juni 2011 wurde aufgrund einer Bombendrohung die Sicherheitszone um den Tagungsort der Bilderberger, das Suvretta House Hotel in St. Moritz, ausgeweitet. Man weiß nicht genau, ob das der Wahrheit entspricht. Zumindest hat niemand Bombenräumkommandos oder ähnliches polizeiliches Personal gesehen. Angeblich wurde ein “rohrähnlicher Gegenstand” gefunden. Anscheinend handelte es sich um einen “Trick”, um die Sicherheitszone auszuweiten.


Alex Benesch und Paul Joseph Watson diskutieren mit den Wachleuten

EU-Abgeordneter holt sich eine blutige Nase beim Versuch, in die Tagungsstätte zu gelangen

Als Mario Borghezio, EU-Parlamentarier und Mitglied der Italienischen Partei Lega Nord, versuchte ins Hotel zu gelangen, indem er sich als EU-Abgeordneter auswies, wurde er vom Sicherheitsdienst aufgehalten. Medienberichten zufolge habe er sich dabei sogar eine blutige Nase geholt. Die Schweiz wird nun (laut italienischem Außenministerium) aufgefordert, alle Verantwortliche für den Eklat auszuforschen. Die italienische Botschaft in Bern hat die Schweiz nun um eine “genaue Prüfung des Vorfalles” ersucht.

Wir waren rund um die Uhr unterwegs, um Material zu bekommen. Dabei postierten wir uns stundenlang im Regen, erklommen nasse Hügel, verfolgten gepanzerte Limousinen und trafen auf spazierende deutsche SPD-Abgeordnete.

Bilder einiger Teilnehmer der Bilderbergkonferenz
(Wir konnten leider erst die wenigsten identifizieren, bitte helft uns)


Das könnte Huang Yiping (Professor of Economics, China Center for Economic Research) sein, aber wir sind uns noch nicht sicher


Thomas Enders
ist ein deutscher Manager. Er war von Mai 2004 bis August 2007 Vorstandsvorsitzender der EADS. Am 27. August 2007 wurde er zum Unternehmensleiter des europäischen Flugzeugherstellers Airbus ernannt. Seit 2005 bekleidet er das  Präsidentenamt des BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie – deutscher Interessenverband der führenden Unternehmen und Institutionen der Luft- und Raumfahrttechnik).


Hier haben wir Peter Mandelson mit “noch unbekannt”. Baron Mandelson ist ein britischer Politiker der Labour Party. Er gilt als einer der Hauptarchitekten beim Wandel der Partei zu New Labour. Und ganz hinten haben wir Eric Schmidt, ehemaliger Google-CEO.


Peer Steinbrück
ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2002 bis 2005 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie von 2005 bis 2009 Bundesminister der Finanzen und stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender. Seit 2009 zählt sich Steinbrück zu den Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Neben ihm spaziert Franco Bernabe, ein italienischer Unternehmer und Vizevorsitzender von Rothschild Europa. Dahinter Jacob Wallenberg aus dem Bilderberg-Lenkungsausschuss.

– thx 2 Ralf -


Eric Schmidt nochmal von hinten

Weitere Teilnehmer, die von uns abgelichtet wurden:


Etienne Davignon mit Kumpel^^

Hier noch 2 verschiedene Ansichten der Ankunft von Doris Leuthard:

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es uns nicht sonderlich leicht gemacht wurde, gute Bilder zu schiessen. Die Sicherheitskräfte waren “angenehmer”, als die spanischen Kollegen vom Vorjahr. Es gab auch keine nennenswerten Zwischenfälle. (special THX 2 Ralf & “libertas per veritatem”)

Briefe von Schweizer Nationalrat Dominic Baettig

Dominic Baettig verfasste einen Brief an die Regierungsrätin Janom Steiner, weil Reporter (unter anderem Leute von We Are Change Switzerland) verfolgt wurden und sich die Arbeit für die Journalisten durch das Handeln der Sicherheitskräfte überhaupt ziemlich schwierig gestaltet hatte:

Brief an die Kantons-Staatsanwälte der Schweiz, in dem er sich auf einen Haftbefehl, unter anderem für George Bush jr. und Henry Kissinger, bezieht:

Es ist absolut positiv zu bewerten, dass sich einige Politiker der Schweiz nicht einschüchtern lassen. Anscheinend zeigten die Briefe von Nationalrat Dominic Baettig auch Wirkung:

Rockefeller’s Birthday Song

Rund 300 Aktivisten formierten sich Samstag Nacht vor dem Tagungshotel Suvretta. Mit Fackeln und Megaphonen ausgerüstet, sangen sie dem alten Greis ein Ständchen.

Hier aus unserer Sicht:

Einige der “Big Player”, die wir nicht selbst erwischen konnten:


David Rockefeller


Ehrenpräsident der Bilderberger Etienne Davignon


Miroslav Ransdorf (nicht in der offiziellen Teilnehmerliste)


Rudolf Scholten


Huang Yiping

Der amerikanische Verteidigungsminister hat auch am Bilderbergtreffen teilgenommen und damit direkt gegen den Logan Act verstossen – dieser untersagt es Bürgern, ohne ausdrückliche Genehmigung der Regierung politische Verhandlungen mit ausländischen Regierungen und Beamten, in Bezug auf Konflikte mit den Vereinigten Staaten zu führen, oder deren Maßnahmen entgegenzuwirken. Es soll vermieden werden, dass geheime Lobbys international “Absprachen halten”. Kontakte zu anderen Staaten sollen über ordentliche Staatsbesuche erfolgen. Deren Tagesablauf und tatsächlicher Inhalt kann von Medien und allen Staatsorganen mitverfolgt werden.


Anders Rasmussen


Könnte das der Eugeniker Bill Gates sein?

Hier sieht man den berühmt berüchtigten “Zebrastreifen” der es uns ermöglichte, die Wagen wenigstens kurz zum Anhalten zu bringen, um Bilder zu ergattern – im Anschluss unsere Begegnung mit der Kantonspolizei Graubünden:

Greetings to our Friends: GuantanaMOHR, JDeep, Michael & Attila

Während der ganzen Tage waren mit Sicherheit mehr als 350 Aktivisten und Reporter anwesend, um ihren Unmut über dieses “undemokratische Treffen” kundzutun. Die Leute reisten aus sämtlichen Nationen an – und manch einer nahm es sogar auf sich, nach St. Moritz zu trampen. Es herrschte eine Atmosphäre von gegenseitigem Respekt.  Jeder hat jedem geholfen und “sein eigenes Ego zurückgeschraubt”. Schließlich wussten wir ja alle, dass es hierbei um etwas Grösseres geht, nämlich darum, der Machtelite zu zeigen, dass wir mit ihrem perversen Spiel ganz einfach nicht einverstanden sind. Bilderberger, nehmt euch in Acht… die Bevölkerung erwacht!

Grossen Respekt und Dank an alle, die es geschafft haben, anzureisen, um ihren Protest zu zeigen – und danke auch an alle, die uns von zu Hause aus tatkräftig mit ihrem Interesse und Know-How unterstützt haben. Bis zum nächsten Jahr.

 

Einfach weitergehen, Du hast nichts zu verlieren

07.04.2011

Just Keep Going, You Got Nothing To Lose

Originalvideo:
youtu.be/o0oHlX8Kmxk

Please let me know what you think about this, honestly I still felt hesitant to release this but I decided to do it anyway to see your reaction and where I should go next with my work.

I recently been through a hard time in my life and I am trying to find myself through expressing myself, if I am on the wrong path let me know.

Special thanks to Monica Wolski and Cat Watters for the behind the scenes help.”

Luke Rudkowski — We Are Change

wearechange.org

Die Vorgehensweise einer AMS-Beraterin

07.04.2011

Am 5. April 2011 begab sich die arbeitslose, alleinerziehende Mutter Maria K. (25) zum Arbeitsamt Graz, um ihren monatlichen Beratungstermin wahrzunehmen. Frau K. ist seit 2 Jahren ohne Beschäftigung und gilt aufgrund der Betreuungspflichten für ihre beiden Kinder als „schwer vermittelbar“.

Wie immer wurde Frau K. von der ihr zugewiesenen Betreuerin mit abwertenden Blicken begrüßt. Mit den Worten „So, ab morgen Jobkompass“ (das ist eine Kursmaßnahme des AMS Graz zur statistischen Senkung der Arbeitslosenzahl) nahm diese das Telefon zur Hand und ließ sich mit der zuständigen Abteilung dieses “Kurses“ (vom Arbeitsamt schön bezeichnet) verbinden. Die Betreuerin Frau D. erklärte ihrer Kollegin auf sarkastische Art und Weise, Frau K. sei ein Sonderfall und es müsse sofort mit der Kursmaßnahme begonnen werden, weil die Dame ja sonst wieder krank werde.

Auf den Versuch von Frau K., sich für diesen Vorwurf zu rechtfertigen, behauptete die Betreuerin weiter, Frau K. sei arbeitsunwillig und hätte diverse Krankheiten erfunden, da sie sich im letzten Jahr insgesamt 92 Tage im Krankenstand befand. Das sei nicht normal und sie glaube ihr kein Wort. (Dabei ist zu beachten, dass Frau K. auch schon im Vorfeld immer wieder von der Betreuerin D. gemobbt wurde und sie deshalb Hilfe in Form einiger Beratungsgespräche bei einem Psychologen in Anspruch genommen hat, der eine Depression feststellte — hervorgerufen durch Angst vor dem Arbeitsamt und der Betreuerin, wovon ihr ca. 1,5 Monate des 92tägigen Krankenstandes anzurechnen sind.) Außerdem hätte sie ja auch noch genug Zeit, im Krankenstand ins Solarium zu gehen, mutmaßte die Betreuerin, die wahrscheinlich Rückschlüsse aus der Hautfarbe von Frau K. zog…

Und weil die Arbeitsamtmitarbeiterin anscheinend nicht nur Medizin, sondern auch Kriminalistik studiert hat, fuhr sie fort: „Mein Mann arbeitet in der Justizvollzugsanstalt Graz/Karlau, der hat mir erzählt, wann sie dort waren, um ihren Freund zu besuchen…“

Drohung?
Warnung?
Jedenfalls völlig absurd und bestimmt nicht dem Datenschutz entsprechend….

Frau K. verließ entrüstet und den Tränen nahe das Arbeitsamt und wandte sich sogleich telefonisch an den Abteilungsleiter, um ihm den Fall zu schildern. Dieser wies sofort alles mit den Worten „Ich kann nichts sagen, ich war nicht dabei“ von sich und versuchte, das Gespräch auf das Thema Krankenstände zu lenken. Nach mehreren Versuchen, dem Abteilungsleiter ihr Anliegen nahezulegen, gab Frau K. schließlich auf und beendete das Telefonat.

In welchem Ausmaße gegen die jeweiligen Dienstvorschriften verstoßen wurde, wird sich zeigen, denn Frau K. wurde aus juristischer Sicht geraten, Anzeige zu erstatten.

Es kann nicht sein, dass Informationen zwischen Arbeitsamt und Justizvollzugsanstalt weitergegeben werden. Auch nicht für „private Zwecke“, wie es in diesem Fall ausgelegt werden kann und wahrscheinlich seitens der Betreuerin und ihrem Ehemann auch ausgelegt werden wird.

Fortsetzung folgt bestimmt…

11.11.2000 Kaprun – 10 Jahre danach: Neue Fakten und Neuaufnahme des Prozesses

10.12.2010

Zehn Jahre nach der größten Brandkatastrophe der Republik wird der Fall Kaprun immer mehr zu einem gewaltigen Justizskandal.

Bei einem Brand im Tunnel der Standseilbahn Kaprun am 11. November 2000 starben 155 Menschen. Die Tatsache, dass die Justiz bis heute keine Schuldigen für dieses Unglück gefunden hat, macht vielen Angehörigen das Leben schwer…

Es war die größte Katastrophe, die sich in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg ereignet hat: Etwa 20 Meter nach Abfahrt der Gletscherbahn aus der Talstation gegen 9 Uhr morgens wurde laut Augenzeugenberichten schon Rauch entdeckt, weil der im talseitigen Führerstand befindliche Heizlüfter in Brand geraten war. Um 9:11 Uhr, nach 1132 Metern Fahrt, blieb der Zug im Tunnel stehen, als neben dem Heizlüfter verlegte Hydraulikleitungen durchgebrannt waren.

Dieser Heizlüfter (Marke Fakir Hobby TLB) , der lt. Gericht der “Hauptschuldige” war, soll den Brand verursacht haben.

Dieser Gerät wurde von Angestellten der Gletscherbahn in die Führerkabine montiert, damit der Fahrer keine kalten Füße kriegt, wenn die Bahn steht… Die Heizlüfter waren von der Fa. Fakir zur Verwendung im Haushalt konstruiert, produziert und vertrieben worden. Laut Gebrauchsanleitung durften sie nicht in Fahrzeugen betrieben werden.

Durch den Einbau in den Steuerpult des Zuges wurde das Gerät zudem noch technisch verändert, und zwar nicht von einem Techniker der Firma Fakir, sondern von Angestellten der Gletscherbahn, wodurch auch das Prüfzeichen “VDE-GS” ungültig wurde. Ermittlungen ergaben, dass die Geräte schwer entflammbar im Sinne der VDE-Richtlinien waren….

Für die Veränderungen sei ausschließlich das mehrheitlich staatlich beherrschte Unternehmen Gletscherbahnen Kaprun AG verantwortlich.

Die vorsätzliche technische und konstruktive Veränderung an einem technischen Gerät ohne Genehmigung des Erzeugers und ohne Genehmigung der für die Prüfzeichen zuständigen Stelle sowie ohne Genehmigung durch die bewilligenden Behörden, stelle eine zumindest bedingt vorsätzliche Straftat dar.

In weiterer Folge wurden durch diesen Brand die Hydraulikmessleitungen zerstört, da der Heizlüfter in unmittelbarer Nähe der Leitungen montiert war – es trat Hydrauliköl aus. Da die Leitungen unter Druck standen wurde das Öl mit rund 190 bar versprüht und der Brand dadurch intensiviert.

Da der Zug nach Angaben der Gletscherbahn AG als “unbrennbar” galt, hielt man es für unnötig, Feuerlöscher zu platzieren. Ein Feuerlöscher war in der Führerkabine vorhanden, jedoch unsichtbar für die Fahrgäste.  Es waren keine Notausstiege oder Hämmer vorhanden, um die Fenster einzuschlagen. Die Menschen versuchten, die Scheiben mit ihren Skiern zu zerstören.Viele verbrannten im Zug, weil dessen Türen aus Sicherheitsgründen nur vom Wagenbegleiter geöffnet werden konnten – die Führerkabine war nicht besetzt. Von den Personen, die sich aus dem Zug befreien konnten, liefen die meisten vermutlich durch den Tunnel nach oben in die tödliche Rauchgaswolke. Am weitersten hat es ein Bub aus Japan geschafft, er rannte noch 250 Meter nach oben, ehe er in den Rauchgasen erstickte.

Nur zwölf Personen konnten sich durch Einschlagen einer Scheibe aus dem hinteren Teil des Zuges befreien und überlebten, weil sie im Tunnel nach unten liefen.

Im Jänner 2004 ging der Prozess mit Freisprüchen für alle 16 Angeklagten zu Ende. Die Staatsanwaltschaft hatte den Angeklagten fahrlässige Mitschuld am Tod der Touristen vorgeworfen. Das Beweisverfahren habe eine vollständige Entlastung der Angeklagten erbracht.

Es zeigt sich immer deutlicher, dass der damalige Richter Manfred Seiss aufgrund seiner nebenberuflichen Tätigkeiten im Salzburger Fremdenverkehr und seinem Kontakt zum früheren Aufsichtsratsvorsitzenden der Kaprun AG hochgradig befangen war. Dazu kommen die skandalösen Vorkommnisse während und nach dem Prozess, bei denen der Richter seine Parteilichkeit deutlich demonstriert hat. So war er mit den Angeklagten und deren Anwälten bei einer gemeinsamen “Siegesfeier” in einem Salzburger Szenelokal und hat die Wahrheitsfindung im Zuge des Sachverständigengutachtens behindert, indem er die Entnahme von Proben aus dem Inneren des Heizlüfters untersagte. Diese und noch viele weitere Gründe haben ihn letztlich zum willfährigen Instrument der Angeklagtenvertreter gemacht.

“Das ist eine Schande”, rief einer der Angehörigen nach dem Urteil. “Wir werden seit drei Jahren belogen. Ich geniere mich für mein Land”, rief eine Frau aus Wien, die ihren Sohn in dem Inferno in der Stollenbahn auf das Kitzsteinhorn verloren hatte. Vor dem Saal brach die Angehörige eines japanischen Opfers zusammen.

Keiner ist schuld. Freisprüche für alle

Laut Justizministerium ist in der Strafsache vom Jahr 2000 bereits Verjährung eingetreten. Der deutsche Sachverständige Hans-Joachim Keim hatte ausdrücklich am 16. April 2008 die ersten neuen Strafanzeigen gemeinsam mit Bernhard Schrettenbrunner gestellt, um gerade diese Verjährung zu verhindern:

“Die Justiz hat hier ganz bewusst auf Verjährung hingearbeitet.” Die jünsten Aussagen über Verjährung aus dem Justizministerium würden nur die Richtigkeit der Anzeigen wegen mehrfachen Amtsmissbrauch und auch wegen aktiver staatlich geleiteter und gelenkter Strafvereitelung bestätigten, so Keim. Die Strafdrohung liege dort beim Tod einer größeren Zahl von Menschen (und davon kann man wohl bei 155 Toten und zwölf Verletzten sprechen) zwischen zehn bis zwanzig Jahren oder lebenslanger Freiheitsstrafe. Gemäß §57 Abs.1 StGB verjähren Delikte, die mit zehn bis zwanzig Jahren oder mit lebenslanger Freiheitsstrafe bedroht sind, nicht.

Es handle sich “um einen wesentlich massiveren Filz”, als er es sich jemals gedacht habe, so der Deutsche. Er vermutet kriminelle Machenschaften im Strafprozess.

Ein Opferanwalt und deutsche Gutachter haben jetzt Anzeigen gegen österreichische Gutachter und Personen in der Justiz eingebracht.

Japans Regierung wurde über die Vorgangsweise von Justizministerin Claudia Bandion-Orntner, die als Regierungsmitglied eine Beschwerde gegen den Opferanwalt Gerhard Podovsovnik bei der Rechtsanwaltkammer eingebracht hat, in Kenntnis gesetzt. Die Japaner berufen sich auf §23 Abs.2 der Rechtsordnung, in dem vorgesehen ist, dass die Rechtsanwaltskammer auch die Mitglieder (Rechtsanwälte) zu schützen habe.






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