Seit 30 Jahren ist eine ständige Zunahme von Krebserkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer, Immunschwächekrankheiten sowie Diabetes und Fortpflanzungsstörungen zu beobachten. Wie lässt sich diese beunruhigende Situation erklären, die sich vor allem in den sogenannten entwickelten Ländern feststellen lässt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, recherchierte Filmemacherin Marie-Monique Robin (“Monsanto – Mit Gift und Genen”) zwei Jahre lang in Nordamerika, Asien und Europa.
Zahlreiche wissenschaftliche Studien verdeutlichen – und das bestätigen auch die Aussagen von Vertretern der entsprechenden Zulassungsbehörden für Lebensmittel in den USA und Europa: Die Hauptursache ist in der Umwelt und in der Ernährung des Menschen zu suchen.
Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden, und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen. Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind. Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können.
Schließlich wird vor allem deutlich gemacht, wie der Mensch sein Immunsystem durch gesunde Ernährung stärken kann. Dass dies möglich ist, beweisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.
F 2011 Regie: Marie-Monique Robin Originaltitel: Notre poison quotidien
Dezember 1965 — JAMES SCHLATTER, Chemiker bei G.D.SEARLE, entdeckt während seiner Arbeit an einem Mittel gegen Magengeschwüre zufällig ASPARTAM, eine Substanz, die 180-mal süßer ist als Zucker, jedoch keine Kalorien enthält.
Frühling 1967 — G.D.SEARLE (heute Teil von PFIZER, davor Tochterunternehmen von MONSANTO) beginnt mit Sicherheitsstudien, die für die Zulassung von ASPARTAM durch die US-Lebensmittelbehörde FDA (FOOD AND DRUG ADMINISTRATION) erforderlich sind.
Herbst 1967 — Dr. HAROLD WAISMAN, ein Biochemiker der Universität Wisconsin, führt im Auftrag der SEARLE COMPANY Tierversuche mit ASPARTAM an jungen Affen durch. Von den sieben Affen, denen aspartamhaltige Milch verabreicht wurde, stirbt einer und fünf erleiden einen Gehirnschlag.
November 1970 — CYCLAMAT, der führende künstliche Süßstoff, wird vom Markt entfernt, nachdem Wissenschaftler herausfinden, dass es Krebs auslöst. Auch die Sicherheit von SACCHARIN wird in Frage gestellt.
18. Dezember 1970 — Die Geschäftsleitung der SEARLE COMPANY entwickelt eine “Süßstoff-Strategie”, die eine positive Einstellung der FDA gegenüber ASPARTAM fördern soll. Ein internes Memo beschreibt psychologische Taktiken, die von der Firma verwendet werden sollen, um die FDA in eine “unterbewusste Stimmung der Kooperation” zu versetzen und dort das “Ja-Sagen zur Gewohnheit” zu machen.
Frühling 1971 — Neurologe Dr. JOHN OLNEY (dank seiner Pionierarbeit mit Mononatriumglutamat wurde dieses damals aus Babynahrung entfernt) informiert SEARLE, dass ASPARAGINSÄURE, ein Bestandteil von ASPARTAM, in Versuchen Löcher in die Gehirne von Babymäusen frisst. Einer von SEARLEs eigenen Wissenschaftlern bestätigt Dr. OLNEYs Entdeckungen in einer ähnlichen Studie.
Februar 1973 — Nachdem Dutzende Millionen Dollar für Sicherheitsstudien ausgegeben wurden, beantragt die SEARLE COMPANY bei der FDA die Zulassung von ASPARTAM und reicht über 100 Studien ein, die dessen Unbedenklichkeit belegen sollen.
5. März 1973 — Nach ersten Tests mit ASPARTAM kommt eine FDA-Wissenschaftlerin zu dem Schluss, dass “die von SEARLE zur Verfügung gestellte Information zur Evaluation der potentiellen Toxizität von ASPARTAM von geringem Nutzen sind”. Es seien weitere klinische Studien notwendig, um die Sicherheit von ASPARTAM ausreichend prüfen zu können.
Mai 1974 — Anwalt JIM TURNER (Konsumentenschützer, der eine Schlüsselrolle beim Verbot von CYCLAMAT spielte) trifft sich mit Vertretern der SEARLE COMPANY, um über die Ergebnisse von Dr. OLNEYs Studien zu sprechen.
26. Juli 1974 — ASPARTAM wird von der FDA zur Verwendung in Trockennahrung zugelassen.
August 1974 — JIM TURNER und Dr. OLNEY versuchen, die Zulassung von ASPARTAM anzufechten.
24. März 1976 — Eine von TURNER und OLNEY verfasste Petition führt zu einer Untersuchung der SEARLE-Labore. Im Abschlussbericht dieser Untersuchung werden SEARLEs Labortestprozeduren als “schäbig” und “voll von Ungenauigkeiten und Datenmanipulation” bezeichnet. Weiters schreiben die Ermittler, sie hätten “noch nie etwas gesehen, das so schlimm ist wie SEARLEs Testprozesse”.
10. Jänner 1977 — Die FDA fordert die Staatsanwaltschaft auf, zu ermitteln, ob weitere rechtliche Schritte gegen SEARLE eingeleitet werden sollen – aufgrund von wissentlichen Falschaussagen, Fehlinterpretation von Studien und Verschleierung von Fakten. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fordert die FDA eine kriminalpolizeiliche Untersuchung eines Herstellers.
26. Jänner 1977 — SIDLEY & AUSTIN, die Anwaltskanzlei von SEARLE, macht SAMUEL SKINNER, dem für den ASPARTAM-Fall zuständigen Staatsanwalt, Jobangebote.
8. März 1977 — G.D.SEARLE beschäftigt den berüchtigten Washington-Insider DONALD RUMSFELD als neuen Geschäftsführer (CEO), um das Blatt zu SEARLEs Gunsten zu wenden. Durch seine Beziehungen im Kongress und Verteidigungsministerium holt RUMSFELD mehrere seiner Handlanger aus Washington ins Top-Management von SEARLE.
1. Juli 1977 — SAMUEL SKINNER tritt von der US-Staatsanwaltschaft zurück und übernimmt eine Stelle in SEARLEs Anwaltskanzlei.
1. August 1977 — Der BRESSLER-REPORT, zusammengestellt von Ermittlern der FDA und angeführt von JEROME BRESSLER, wird veröffentlicht. Der Report beschreibt u.a., wie 98 von 196 Versuchstieren während der SEARLE-Tests starben und die Autopsien verspätet durchgeführt wurden – in manchen Fällen über ein Jahr später. Viele andere Fehler und Ungereimtheiten wurden gefunden. Eine Ratte wurde z.B. zweimal für tot erklärt und dazwischen als lebendig verzeichnet; Geschwüre wie z.B. Gebärmutterpolypen wurden in den Tieren gefunden, aber von SEARLE nicht in ihren offiziellen Berichten erwähnt.
8. Dezember 1977 — Der Rücktritt von Staatsanwalt SKINNER verzögert die Untersuchungen so lange, dass die Vorwürfe gegen SEARLE verjähren. Die Staatsanwaltschaft stellt die Untersuchungen ein.
1. Juni 1979 — Die FDA gründet das PUBLIC BOARD OF INQUIRY (PBOI), um über die Sicherheit von NUTRASWEET zu entscheiden.
30. September 1980 — Das PBOI kommt zu dem Schluss, dass NUTRASWEET nicht zugelassen werden sollte, bis weitere Studien über mögliche Gehirntumore vorliegen. Dem PBOI wurde laut eigener Aussage keine Beweise vorgelegt, die die Unbedenklichkeit von ASPARTAM als Lebensmittelzusatz mit Sicherheit bestätigen können.
Jänner 1981 — DONALD RUMSFELD, CEO von SEARLE, äußert in einem Verkaufsmeeting seine Absicht, ASPARTAM noch bis Jahresende auf den Markt zu bringen. Dies würde er jedoch nicht durch Wissenschaft, sondern durch seinen politischen Einfluss erreichen.
21. Jänner 1981 — RONALD REAGAN wird Präsident der USA. Sein Übergangsteam, zu dem auch DONALD RUMSFELD gehört, erklärt Dr. ARTHUR HULL HAYES Jr. zum neuen FDA-Kommissar.
März 1981 — Ein Kommissarsgremium wird innerhalb der FDA gegründet, um den Bedenken und Forderungen des PBOI zu begegnen.
19. Mai 1981 — Drei von sechs FDA-Wissenschaftlern, die die Gehirntumorproblematik untersucht hatten – Dr. ROBERT CONDON, Dr. SATYA DUBEY und Dr. DOUGLAS PARK – sprechen sich gegen eine Zulassung von NUTRASWEET aus, mit der Bemerkung, dass die SEARLE-Tests unzuverlässig seien und zu einer Evaluierung der Sicherheit von ASPARTAM nicht ausreichen würden.
15. Juli 1981 — Als eine seiner ersten offiziellen Amtshandlungen überstimmt der neue FDA-Kommissar HAYES das PBOI, ignoriert die Empfehlungen seines eigenen internen FDA-Teams und erteilt NUTRASWEET die Zulassung zur Verwendung in Trockennahrung. HAYES sagt, dass sich ASPARTAM als sicher erwiesen hätte und dass nur wenige Substanzen einer so gründlichen Prüfung standgehalten hätten wie ASPARTAM.
15. Oktober 1982 — Die FDA verkündet, dass SEARLE eine Petition für die Zulassung von ASPARTAM als Süßstoff in kohlensäurehaltigen Getränken und anderen Flüssigkeiten verfasst hat.
1. Juli 1983 — Die NATIONAL SOFT DRINK ASSOCIATION (NSDA) fordert die FDA auf, die Zulassung von ASPARTAM zu überdenken, da sich ASPARTAM in flüssiger Form als instabil erweist. Wird flüssiges ASPARTAM bei Temperaturen über 30°C aufbewahrt, zerlegt es sich in DIKETOPIPARAZINE (DKP) und FORMALDEHYD – beides bekannte Toxine.
8. Juli 1983 — Die NSDA legt Berufung gegen die Entscheidung der FDA ein, welche die Verwendung von ASPARTAM in kohlensäurehaltigen Getränken und Sirup erlaubt, und verlangt eine Anhörung. Laut NSDA hätte SEARLE keine eindeutigen Beweise für die Sicherheit von ASPARTAM als Getränkezusatz vorgelegt.
8. August 1983 — JIM TURNER vom Community Nutrition Institute und Dr. WOODROW MONTE, Direktor für Ernährungswissenschaften an der Arizona State University, reichen eine Klage bei der FDA ein, mit dem Vorwurf, dass die Zulassung von ASPARTAM nicht mit den ungeklärten Sicherheitsfragen vereinbar sei.
September 1983 — FDA-Kommissar HAYES tritt zurück, nach einer Welle der Kontroverse rund um seine unautorisierten Reisen an Bord eines Flugzeugs von GENERAL FOODS, einem von NUTRASWEETs Hauptkunden. BURSON-MARSTELLER, SEARLEs PR-Agentur (die auch mehrere Hauptkunden von NUTRASWEET vertritt), heuert HAYES unmittelbar danach als wissenschaftlichen Chefberater an.
Herbst 1983 — Die ersten mit ASPARTAM gesüßten kohlensäurehaltigen Getränke kommen auf den Markt.
Der russische Biologe Alexej V. Surov wollte untersuchen, ob Monsantos Gen-Soja, das auf 91% der amerikanischen Sojafelder angebaut wird, zu Wachstums- oder Fortpflanzungsproblemen führt. Was er herausfand, könnte vielleicht eine ganze Multi-Milliarden-Dollar-Industrie in die Knie zwingen.
Nachdem drei Generationen von Hamstern zwei Jahre lang mit dem Gen-Soja gefüttert wurden (es gab mehrere Gruppen mit unterschiedlich hohen Gensoja-Anteilen in der Diät), waren die Ergebnisse verheerend. Bereits in der dritten Generation waren die meisten Versuchstiere unfruchtbar. Ausserdem war das Wachstum der jungen Hamster stark vermindert, und die Sterblichkeitsrate unter den Neugeborenen stieg stark an. Diese Ergebnisse waren am deutlichsten bei der Gruppe mit dem maximalen Gensoja-Konsum zu beobachten.
Als wäre das nicht schon schockierend genug, wuchsen den Hamstern der dritten Generation Haare im Mund – ein bekanntes, aber an und für sich sehr seltenes Phänomen, das bei den Hamstern auf Gensoja-Diät vermehrt auftrat.
Eine russische Studie, die bereits 2005 von Irina Ermakova durchgeführt wurde, scheint diese Ergebnisse zu bestätigen.
Die Hoden von männlichen Ratten
verfärbten sich nach längerer Gensoja-Diät dunkelblau:
Italienische Wissenschaftler fanden in einem Tierversuch mit Mäusen Ähnliches heraus und konnten zusätzlich eine Schädigung der Spermien und der DNA feststellen.
Eine österreichische Studie, veröffentlicht im November 2008, führte zu denselben Ergebnissen mit Gen-Mais. Auch hier kam es bei den Versuchsmäusen zu einem signifikanten Anstieg von Unfruchtbarkeit und Wachstumsstörungen ab der dritten Generation.
Noch immer wird der Geschmacksverstärker Glutamat in unzähligen Fertignahrungsmitteln und Würzmitteln eingesetzt, obwohl bekannt ist, dass Glutamat gesundheitsschädlich ist.
Mononatriumglutamat ist ein häufig benutzter Zusatzstoff in Nahrungsmitteln.
Geschmacksverstärker sind chemische Substanzen
Industriell zugesetzte Geschmacksverstärker sind keine Gewürze, sondern chemische Substanzen, die unabhängig vom Aroma eines Nahrungsmittels ein künstliches Hungergefühl im Gehirn simulieren, um den Absatz theoretisch geschmacklich ungenießbarer Produkte zu ermöglichen.
Beim Glutamat handelt es sich, neurologisch betrachtet, um ein Rauschgift. Es ist eine suchterzeugende Aminosäureverbindung, die über die Schleimhäute ins Blut geht, und von dort direkt in unser Gehirn gelangt, weil die recht kleinen Moleküle des Glutamats unsere schützende Blut-Hirn-Schranke zum Teil problemlos überwinden.
Glutamat als Suchtmittel
Im Unterschied zu den bekannteren Rauschgiften macht Glutamat nicht vorwiegend “high”, sondern es erzeugt künstlich Appetit, indem es u.a. die Funktion unseres Stammhirns stört. Das Stammhirn (limbisches System) regelt neben den elementaren Körperfunktionen unsere Gefühlswahrnehmung und daher auch den Hunger. Durch die Störungen verursacht das Glutamat Schweißausbrüche und Streßwirkungen wie Magenschmerzen, Bluthochdruck und Herzklopfen. Es führt bei sensibleren Menschen häufig zu Migräne. Die Sinneswahrnehmung wird deutlich eingeschränkt und die Lernfähigkeit und das allgemeine Konzentrationsvermögen nehmen nach Einnahme von Glutamat bis zu mehrere Stunden lang nachhaltig ab. Bei Allergikern kann Glutamat epileptische Anfälle bewirken oder sogar zum Soforttod durch Atemlähmung führen.
In Tierversuchen schwere Gehirnschäden festgestellt
In Tierversuchen führte der Geschmacksverstärker Glutamat zu schweren Gehirnschäden; wurde es schwangeren Ratten über die Nahrung in Dosierungen verabreicht, wie sie z. B. in Kartoffelchips oder Fertigsuppen durchaus üblich sind,so konnte sich beim Embryo im Mutterleib kein voll funktionsfähiges Nervensystem mehr entwickeln. Die Neugeborenen wären wahrscheinlich in der Natur nicht überlebensfähig gewesen. Auch bei erwachsenen Tieren traten deutliche Gehirnveränderungen auf. Auch die schwersten Gehirnschäden nach dem Schlaganfall entstehen nicht dadurch, dass der Sauerstoffmangel sehr viele Gehirnzellen zerstört; die wenigen wirklich so zerstörten Zellen setzen u.a. große Mengen an Glutamat frei, das die eigentliche Hauptzerstörung verursacht.
Hand auf – und keiner spricht drüber?
Die Nahrungsmittelindustrie nimmt solches in Kauf und hat vermutlich mit großzügigen Geldspenden bewirkt, dass sich aus den wenigen Zeitungsanzeigen gegen Glutamate kein Skandal entwickeln konnte. Vom Einsatz solcher “Geschmacksverstärker” hängen Milliardenbeträge ab; würde z.B. der Eigengeschmack von Tüten-Spargelcremsuppe plötzlich wahrnehmbar, so würde deren nach salziger Mehlpampe schmeckendes Aroma vermutlich von der Mehrheit der Menschen als ungenießbar empfunden.
Glutamat in der Nahrung schädigt die Netzhaut
Das Essverhalten der Menschen kann unter Umständen eine spezielle Form des Glaukoms auslösen.
Wer über längere Zeit viele, mit dem Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat versetzte Speisen isst, riskiert sein Augenlicht. Das fanden Wissenschaftler um Prof. Dr. Hiroshi Ohguro von der Universität Hirosaki, Japan, laut einem aktuellen Bericht der Fachzeitschrift New Scientist heraus. Danach konnten die Forscher in Experimenten mit Ratten zeigen, dass Tiere, die sechs Monate lang Futter mit hohem Glutamat-Anteil erhielten, deutlich dünnere Netzhäute entwickelten und nach und nach sogar ihre Sehkraft verloren.
Geschmacksverstärker reichern sich an
Forschungsleiter Ohguro bestätigte zwar, dass in der Studie teilweise sehr hohe Glutamat-Mengen eingesetzt wurden, wollte aber keine genaue Untergrenze für eine völlige Unbedenklichkeit des Stoffes nennen. Bei geringeren Dosen in der Nahrung könnte sich die Wirkung möglicherweise erst nach einigen Jahrzehnten zeigen. Ohguros Ansicht nach erklären die neuen Forschungsergebnisse vielleicht auch, warum in Ostasien – wo Mononatriumglutamat (MSG) vielen Speisen beigemengt wird – eine spezielle Form des Grüner Stars (Glaukom) ohne den üblicherweise erhöhten Augeninnendruck so stark verbreitet ist.
INTERVIEW MIT HANS-ULRICH GRIMM
Der Blick von Hans-Ulrich Grimm hinter die Kulissen der bunten Nahrungsmittelwelt geht tief. Seine Bücher wie Die Suppe lügt lesen sich wie Ernährungs-Krimis. Mit dem ehemaligen Spiegel-Redakteur sprach Foodwatch über sein Werk Die Ernährungslüge.
foodwatch: Industriell gefertigte Lebensmittel enthalten häufig Geschmacksverstärker wie Glutamat. Was ist das Problem bei diesen Stoffen?
Grimm:Glutamat kann neurotoxisch wirken und Hirnzellen töten. Das ist bereits seit 1969 bekannt. Inzwischen weiß man, dass Glutamat bei Krankheiten wie Alzheimer,Multipler Sklerose oder Parkinson eine unheilvolle Rolle spielt. Die Industrie hat immer dagegen gehalten mit Studien, die das Gegenteil beweisen wollten. Ihr zentrales Argument: Der normale Mensch nähme nur relativ wenig Glutamat zu sich. Tatsächlich hat sich der weltweite Konsum in den letzten Jahrzehnten aber verfünffacht. Und das ist nur der Durchschnittswert. Wer sich häufig von Fertiggerichten ernährt oder gern zu würzigen Snacks greift, ist viel höheren Dosen ausgesetzt. Auch in Salami oder Leberwurst steckt oft Glutamat. foodwatch: Natürlicher Weise kommt diese Substanz ebenfalls in Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Bohnen, Tomaten oder Käse. Sogar unser Körper enthält beträchtliche Mengen davon. Wo liegt der Unterschied zu industriell zugesetztem Glutamat?
Grimm: Beim Menschen liegt es überwiegend gebunden im Organismus vor. Nur ein paar Gramm sind frei verfügbar. Als Botenstoff erfüllt ein Teil davon wichtige Funktionen, zum Beispiel im Hirn und im Darm. Wer extra zugesetztes Glutamat im Essen hat, kaut schneller, schluckt schneller. Insgesamt isst man hastiger und vor allem mehr. Die Appetitsteuerung gerät aus der Balance. Übergewicht kann also auch auf das Konto dieser Substanz gehen. Von den möglichen, langfristigen Folgen für unser Nervensystem ganz zu schweigen. Außerdem gibt es viele Menschen, die empfindlich auf Glutamat reagieren. Das geht bis zu Lähmungserscheinungen und extremen Kopfschmerzen. foodwatch: Wieso ist Glutamat – trotz der warnenden Stimmen – nach wie vor ein erlaubter Zusatzstoff? Grimm:Viele von den Studien, auf die sich dann wieder Unbedenklichkeits-Gutachten stützen, stammen von der Industrie. Das wichtigste deutsche Entlastungspapier, das so genannte Hohenheimer Konsensus-Papier, ist von der Glutamat-Industrie bestellt und bezahlt worden. Selbst hoch angesehene Wissenschaftler, etwa der derzeitige Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, lassen sich für solche Gutachten vor den Karren der Hersteller spannen. foodwatch: Lässt sich zweifelsfrei erkennen, ob ein Lebensmittel Glutamat enthält? Grimm: Fatalerweise nicht. Teilweise wird zwar ausdrücklich deklariert oder zumindest die Zusatzstoffnummer, E620 bis E625, angegeben. Gerne versteckt die Industrie Geschmacksverstärker aber auch hinter zusammenfassenden Bezeichnungen wie “Würze”, “Aroma” oder “Hefeextrakt” – selbst im Biobereich. Trotzdem wird oft mit “frei von zugesetzten Geschmacksverstärkern” geworben. Und auf den Speisekarten in der Gastronomie steht schon gar nicht, ob mit oder ohne Glutamat gekocht wird. Wer auf Nummer sicher gehen will, muss also bei den Köchen nachfragen und beim Einkauf auf das Kleingedruckte achten.
VERSTECKTES GLUTAMAT: DIE GÄNGIGSTEN “CODENAMEN”
Hinter den folgenden E-Nummern verbergen sich Glutamate:
Diese Bezeichnungen gelten allerdings nur für Glutamate in “Reinform” (>99%). Substanzen, die weniger als 99% enthalten, werden unter unzähligen anderen Namen verarbeitet.
Zutaten, die IMMER Glutamat enthalten (ca. 30-80%):
In Ötztal hat ein zweiwöchiger Tierversuch begonnen, bei dem 29 Schweine lebendig unter einer Lawine begraben werden. Diese Lawine wird simuliert, um durch die toten Schweine mehr Aufschlüsse über die Todesumstände von Lawinenopfern gewinnen zu können.
Das Experiment hat bereits begonnen und fordert pro Tag das Leben von circa zwei bis drei Schweinen. Während einige narkotisiert unter einer Lawine begraben werden, werden andere nur zum Teil eingegraben und erfrieren. Die toten Schweine werden im Anschluss zerteilt und untersucht.
Die Bergrettung und die ortsansässigen Bewohner distanzierten sich von diesem Tierversuch.
We Are Change ist die bürgerorientierte Graswurzelbewegung.
Wir sehen uns verpflichtet, in den Medien vernachlässigte Themen genauer zu beleuchten und sind angetreten, um die Lügen der Massenmedien zu entlarven und eine Alternative zu bieten.
Wir möchten aktiv Bewusstsein schaffen über Machenschaften, die uns alle betreffen und über die in der Tagespresse geschwiegen wird.
Wir sehen freie Meinungsäußerung als das höchste Gut einer offenen Gesellschaft an und deshalb hat diese oberste Priorität in unserer Gemeinschaft.
"Wenn im Kampf der Interessen und Schlagworte die Wahrheit in Gefahr kommt, ebenso entwertet, entstellt und vergewaltigt zu werden wie der Einzelmensch, wie die Sprache, wie die Künste, wie alles Organische und kunstvoll Hochgezüchtete, dann ist es unsere einzige Pflicht, zu widerstreben und die Wahrheit, das heißt das Streben nach Wahrheit, als unseren obersten Glaubenssatz zu retten. Der Gelehrte, der als Redner, als Autor, als Lehrer wissentlich das Falsche sagt, wissentlich Lügen und Fälschungen unterstützt, handelt nicht nur gegen organische Grundgesetze, er tut außerdem, jedem aktuellen Anschein zum Trotz, seinem Volke keinen Nutzen, sondern schweren Schaden, er verdirbt ihm Luft und Erde, Speise und Trank, er vergiftet das Denken und das Recht und hilft allem Bösen und Feindlichen, das dem Volke Vernichtung droht."
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