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Monsanto veröffentlicht Gentech-Propaganda für Kinder und will Lobbyisten in die EFSA einschleusen

24.03.2012

Nach zunehmender weltweiter Opposition versuchen nun Biotech-Giganten wie Monsanto und Dow, die Gehirnwäsche schon im Kindesalter anzusetzen. Die amerikanische Lobbygruppe CBI (Council for Biotechnology Information) veröffentlicht daher das Biotechnology Basics Activity Book”. Mit lustigen Rätseln und Illustrationen sollen die Kids spielerisch die Liebe zur “Grünen Gentechnik” erlernen.

Auf Seite 2 heißt es:

“Hallo Kinder! Willkommen zum Biotechnologie-Grundlagenbuch. Dies ist ein Activity Book für junge Leute wie Euch, in dem sich alles um Biotechnologie dreht — ein wirklich tolles Thema…. Ihr werdet sehen, dass Biotechnologie dazu verwendet wird, um herauszufinden, wie man: 1) mehr Nahrung produziert; 2) der Umwelt hilft; und 3) nahrhaftere Lebensmittel herstellt, die unsere Gesundheit verbessern. Während Ihr die Rätsel in diesem Buch auflöst, werdet Ihr mehr über Biotechnologie lernen, und auf welch wundervolle Weise sie uns dabei helfen kann, den Menschen ein besseres Leben in einer gesünderen Welt zu ermöglichen. Viel Spaß!”

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Währenddessen soll die Ex-Monsanto-Vertreterin Mella Frewen auf Vorschlag der EU-Kommission in den Verwaltungsrat der EU-Lebensmittelbehörde EFSA einziehen. Sämtliche Parteien im Europaparlament lehnen die Nominierung der Cheflobbyistin ab. Das Parlament hat in dieser Personalfrage jedoch kein Vetorecht.

[DOKU] Unser täglich Gift

15.06.2011

Seit 30 Jahren ist eine ständige Zunahme von Krebserkrankungen, neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer, Immunschwächekrankheiten sowie Diabetes und Fortpflanzungsstörungen zu beobachten. Wie lässt sich diese beunruhigende Situation erklären, die sich vor allem in den sogenannten entwickelten Ländern feststellen lässt? Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, recherchierte Filmemacherin Marie-Monique Robin (“Monsanto – Mit Gift und Genen”) zwei Jahre lang in Nordamerika, Asien und Europa.

Zahlreiche wissenschaftliche Studien verdeutlichen – und das bestätigen auch die Aussagen von Vertretern der entsprechenden Zulassungsbehörden für Lebensmittel in den USA und Europa: Die Hauptursache ist in der Umwelt und in der Ernährung des Menschen zu suchen.

Der Dokumentarfilm beleuchtet, unter welchen Bedingungen Lebensmittel produziert, verarbeitet und konsumiert werden, und zwar vom Feld bis auf den Teller, von den verwendeten Pestiziden bis hin zu Zusatzstoffen und Kunststoffen, mit denen die Lebensmittel in Berührung kommen. Am Beispiel von verschiedenen Pestiziden, vom Süßstoff Aspartam und von der in vielen Verpackungen enthaltenen Substanz Bisphenol A wird deutlich, wie mangelhaft und ungeeignet die Bewertungs- und Zulassungsverfahren für chemische Lebensmittelzusätze sind. Der Dokumentarfilm zeigt außerdem, mit welchen Mitteln die Industrie Druck ausübt und manipuliert, um weiterhin hochgiftige Produkte vermarkten zu können.

Schließlich wird vor allem deutlich gemacht, wie der Mensch sein Immunsystem durch gesunde Ernährung stärken kann. Dass dies möglich ist, beweisen zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen.

F 2011
Regie: Marie-Monique Robin
Originaltitel: Notre poison quotidien

Erhältlich auf DVD bei ARTE Editions

Diskussionsrunde mit Marie-Monique Robin:

[DOKU] Food, Inc. – Was essen wir wirklich?

21.12.2010

47.000 Produkte führt ein durchschnittlicher amerikanischer Supermarkt. Das Angebot scheint grenzenlos. Doch betrachtet man die augenscheinliche Vielfalt genauer, zeichnen dafür nur eine Handvoll Firmen verantwortlich.

Das stellten Produzent und Regisseur Robert Kenner und die Journalisten Eric Schlosser und Michael Pollan bei ihren Recherchen über den amerikanischen Lebensmittelmarkt fest.

Wenige große Konzerne beherrschen den Markt.

Beispiel Fleisch: Gab es 1970 noch tausende von Schlachthöfen in den USA, gibt es heute gerade noch dreizehn. Hühner werden heute in der Hälfte der Zeit wie vor 50 Jahren doppelt so schwer. Dabei nehmen sie so schnell zu, dass die Knochen die Fleischmassen nicht tragen können und die Tiere alle paar Schritte umkippen. Hühnerhalter werden durch hohe Kredite abhängig von den großen Fleischkonzernen. Wer die Tiere nicht nach deren Vorgaben hält, nämlich in riesigen Hallen ohne Tageslicht, oder wer Filmteams auf seine Anlage lässt, dem wird der Vertrag gekündigt.

Die gleichen Zustände herrschen auf dem Saatgutmarkt. 90 Prozent aller Sojabohnen in den USA enthalten Gene, auf die Monsanto ein Patent hat. Ehemalige Monsanto-Mitarbeiter, die in die Politik gewechselt sind, waren federführend an der Entscheidung beteiligt, gentechnisch veränderte Produkte nicht zu kennzeichnen. Mit dem Ergebnis, dass heute 70 Prozent aller verarbeiteten Produkte in einem amerikanischen Supermarkt gentechnisch veränderte Zutaten enthalten.

“Es geht nicht nur darum, was wir essen oder um unsere Gesundheit, sondern darum, was wir wissen dürfen.”

Dieses Zitat stellen die Filmemacher an den Anfang des Filmes. Und ziehen am Ende den Schluss:

“Einer der wichtigsten Kämpfe der Verbraucher ist der Kampf um das Wissen, was in unserem Essen ist und wie es hergestellt wurde.”

Mit aller Macht verhindern große Konzerne in Amerika, dass Verbraucher erfahren, wie ihr Essen hergestellt wird. Kritiker werden mit Prozessen überzogen und so mundtot gemacht. Auch wenn manche der geschilderten Zustände zunächst “typisch amerikanisch” scheinen, gibt es doch viele der gezeigten Entwicklungen auch in Europa. Auch hier erfahren Verbraucher oft nicht, was hinter dem schönen Schein der bunten Etiketten steckt.

Randnotiz: Das American Meat Institute hat kurz nach der Veröffentlichung von “Food, Inc.” eine Gegenkampagne gestartet. Auch Monsanto hat reagiert und eine eigene Webseite eingerichtet, welche die Vorwürfe aus “Food, Inc.” entkräften soll.

USA 2008
Regie: Robert Kenner
Produziert von Robert Kenner und Elise Pearlstein

Erhältlich auf DVDBlu-ray

[DOKU] What In The World Are They Spraying? (deutsche Untertitel)

12.12.2010

Was in aller Welt wird hier versprüht?

Der neue Dokumentarfilm von Michael J. Murphy, Paul Wittenberger und G. Edward Griffin (“The Creature from Jekyll Island”, “World Without Cancer: The Story of Vitamin B17″) über Geoengineering und Chemtrails fasst die Besorgnis über die Machenschaften der Klima-Ingenieure auf eine spannende, aufklärende Art und Weise zusammen. Dieser wichtige Film verleiht der Chemtrail-Kontroverse eine neue Wendung. Endlich werden die Zusammenhänge von „geplanten“ Geoengineering-Projekten und den nachgewiesenen charakteristischen Metallen in Niederschlägen auf der ganzen Welt anschaulich und verständlich aufgezeigt. We Are Change Switzerland bietet exklusiv eine Version mit deutschen Untertiteln.

Regie: Paul Wittenberger
Produziert von G. E. Griffin, M. J. Murphy und P. Wittenberger
Deutsche Untertitel: We Are Change Switzerland

Wie Aspartam legal wurde

17.11.2010

Dezember 1965 — JAMES SCHLATTER, Chemiker bei G.D.SEARLE, entdeckt während seiner Arbeit an einem Mittel gegen Magengeschwüre zufällig ASPARTAM, eine Substanz, die 180-mal süßer ist als Zucker, jedoch keine Kalorien enthält.

Frühling 1967 — G.D.SEARLE (heute Teil von PFIZER, davor Tochterunternehmen von MONSANTO) beginnt mit Sicherheitsstudien, die für die Zulassung von ASPARTAM durch die US-Lebensmittelbehörde FDA (FOOD AND DRUG ADMINISTRATION) erforderlich sind.

Herbst 1967 — Dr. HAROLD WAISMAN, ein Biochemiker der Universität Wisconsin, führt im Auftrag der SEARLE COMPANY Tierversuche mit ASPARTAM an jungen Affen durch. Von den sieben Affen, denen aspartamhaltige Milch verabreicht wurde, stirbt einer und fünf erleiden einen Gehirnschlag.

November 1970 — CYCLAMAT, der führende künstliche Süßstoff, wird vom Markt entfernt, nachdem Wissenschaftler herausfinden, dass es Krebs auslöst. Auch die Sicherheit von SACCHARIN wird in Frage gestellt.

18. Dezember 1970 — Die Geschäftsleitung der SEARLE COMPANY entwickelt eine “Süßstoff-Strategie”, die eine positive Einstellung der FDA gegenüber ASPARTAM fördern soll. Ein internes Memo beschreibt psychologische Taktiken, die von der Firma verwendet werden sollen, um die FDA in eine “unterbewusste Stimmung der Kooperation” zu versetzen und dort das “Ja-Sagen zur Gewohnheit” zu machen.

Frühling 1971 — Neurologe Dr. JOHN OLNEY (dank seiner Pionierarbeit mit Mononatriumglutamat wurde dieses damals aus Babynahrung entfernt) informiert SEARLE, dass ASPARAGINSÄURE, ein Bestandteil von ASPARTAM, in Versuchen Löcher in die Gehirne von Babymäusen frisst. Einer von SEARLEs eigenen Wissenschaftlern bestätigt Dr. OLNEYs Entdeckungen in einer ähnlichen Studie.

Februar 1973 — Nachdem Dutzende Millionen Dollar für Sicherheitsstudien ausgegeben wurden, beantragt die SEARLE COMPANY bei der FDA die Zulassung von ASPARTAM und reicht über 100 Studien ein, die dessen Unbedenklichkeit belegen sollen.

5. März 1973 — Nach ersten Tests mit ASPARTAM kommt eine FDA-Wissenschaftlerin zu dem Schluss, dass “die von SEARLE zur Verfügung gestellte Information zur Evaluation der potentiellen Toxizität von ASPARTAM von geringem Nutzen sind”. Es seien weitere klinische Studien notwendig, um die Sicherheit von ASPARTAM ausreichend prüfen zu können.

Mai 1974 — Anwalt JIM TURNER (Konsumentenschützer, der eine Schlüsselrolle beim Verbot von CYCLAMAT spielte) trifft sich mit Vertretern der SEARLE COMPANY, um über die Ergebnisse von Dr. OLNEYs Studien zu sprechen.

26. Juli 1974 — ASPARTAM wird von der FDA zur Verwendung in Trockennahrung zugelassen.

August 1974 — JIM TURNER und Dr. OLNEY versuchen, die Zulassung von ASPARTAM anzufechten.

24. März 1976 — Eine von TURNER und OLNEY verfasste Petition führt zu einer Untersuchung der SEARLE-Labore. Im Abschlussbericht dieser Untersuchung werden SEARLEs Labortestprozeduren als “schäbig” und “voll von Ungenauigkeiten und Datenmanipulation” bezeichnet. Weiters schreiben die Ermittler, sie hätten “noch nie etwas gesehen, das so schlimm ist wie SEARLEs Testprozesse”.

10. Jänner 1977 — Die FDA fordert die Staatsanwaltschaft auf, zu ermitteln, ob weitere rechtliche Schritte gegen SEARLE eingeleitet werden sollen – aufgrund von wissentlichen Falschaussagen, Fehlinterpretation von Studien und Verschleierung von Fakten. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte fordert die FDA eine kriminalpolizeiliche Untersuchung eines Herstellers.

26. Jänner 1977 — SIDLEY & AUSTIN, die Anwaltskanzlei von SEARLE, macht SAMUEL SKINNER, dem für den ASPARTAM-Fall zuständigen Staatsanwalt, Jobangebote.

8. März 1977 — G.D.SEARLE beschäftigt den berüchtigten Washington-Insider DONALD RUMSFELD als neuen Geschäftsführer (CEO), um das Blatt zu SEARLEs Gunsten zu wenden. Durch seine Beziehungen im Kongress und Verteidigungsministerium holt RUMSFELD mehrere seiner Handlanger aus Washington ins Top-Management von SEARLE.

1. Juli 1977 — SAMUEL SKINNER tritt von der US-Staatsanwaltschaft zurück und übernimmt eine Stelle in SEARLEs Anwaltskanzlei.

1. August 1977 — Der BRESSLER-REPORT, zusammengestellt von Ermittlern der FDA und angeführt von JEROME BRESSLER, wird veröffentlicht. Der Report beschreibt u.a., wie 98 von 196 Versuchstieren während der SEARLE-Tests starben und die Autopsien verspätet durchgeführt wurden – in manchen Fällen über ein Jahr später. Viele andere Fehler und Ungereimtheiten wurden gefunden. Eine Ratte wurde z.B. zweimal für tot erklärt und dazwischen als lebendig verzeichnet; Geschwüre wie z.B. Gebärmutterpolypen wurden in den Tieren gefunden, aber von SEARLE nicht in ihren offiziellen Berichten erwähnt.

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8. Dezember 1977 — Der Rücktritt von Staatsanwalt SKINNER verzögert die Untersuchungen so lange, dass die Vorwürfe gegen SEARLE verjähren. Die Staatsanwaltschaft stellt die Untersuchungen ein.

1. Juni 1979 — Die FDA gründet das PUBLIC BOARD OF INQUIRY (PBOI), um über die Sicherheit von NUTRASWEET zu entscheiden.

30. September 1980 — Das PBOI kommt zu dem Schluss, dass NUTRASWEET nicht zugelassen werden sollte, bis weitere Studien über mögliche Gehirntumore vorliegen. Dem PBOI wurde laut eigener Aussage keine Beweise vorgelegt, die die Unbedenklichkeit von ASPARTAM als Lebensmittelzusatz mit Sicherheit bestätigen können.

Jänner 1981 — DONALD RUMSFELD, CEO von SEARLE, äußert in einem Verkaufsmeeting seine Absicht, ASPARTAM noch bis Jahresende auf den Markt zu bringen. Dies würde er jedoch nicht durch Wissenschaft, sondern durch seinen politischen Einfluss erreichen.

21. Jänner 1981 — RONALD REAGAN wird Präsident der USA. Sein Übergangsteam, zu dem auch DONALD RUMSFELD gehört, erklärt Dr. ARTHUR HULL HAYES Jr. zum neuen FDA-Kommissar.

März 1981 — Ein Kommissarsgremium wird innerhalb der FDA gegründet, um den Bedenken und Forderungen des PBOI zu begegnen.

19. Mai 1981 — Drei von sechs FDA-Wissenschaftlern, die die Gehirntumorproblematik untersucht hatten – Dr. ROBERT CONDON, Dr. SATYA DUBEY und Dr. DOUGLAS PARK – sprechen sich gegen eine Zulassung von NUTRASWEET aus, mit der Bemerkung, dass die SEARLE-Tests unzuverlässig seien und zu einer Evaluierung der Sicherheit von ASPARTAM nicht ausreichen würden.

15. Juli 1981 — Als eine seiner ersten offiziellen Amtshandlungen überstimmt der neue FDA-Kommissar HAYES das PBOI, ignoriert die Empfehlungen seines eigenen internen FDA-Teams und erteilt NUTRASWEET die Zulassung zur Verwendung in Trockennahrung. HAYES sagt, dass sich ASPARTAM als sicher erwiesen hätte und dass nur wenige Substanzen einer so gründlichen Prüfung standgehalten hätten wie ASPARTAM.

15. Oktober 1982 — Die FDA verkündet, dass SEARLE eine Petition für die Zulassung von ASPARTAM als Süßstoff in kohlensäurehaltigen Getränken und anderen Flüssigkeiten verfasst hat.

1. Juli 1983 — Die NATIONAL SOFT DRINK ASSOCIATION (NSDA) fordert die FDA auf, die Zulassung von ASPARTAM zu überdenken, da sich ASPARTAM in flüssiger Form als instabil erweist. Wird flüssiges ASPARTAM bei Temperaturen über 30°C aufbewahrt, zerlegt es sich in DIKETOPIPARAZINE (DKP) und FORMALDEHYD – beides bekannte Toxine.

8. Juli 1983 — Die NSDA legt Berufung gegen die Entscheidung der FDA ein, welche die Verwendung von ASPARTAM in kohlensäurehaltigen Getränken und Sirup erlaubt, und verlangt eine Anhörung. Laut NSDA hätte SEARLE keine eindeutigen Beweise für die Sicherheit von ASPARTAM als Getränkezusatz vorgelegt.

8. August 1983 — JIM TURNER vom Community Nutrition Institute und Dr. WOODROW MONTE, Direktor für Ernährungswissenschaften an der Arizona State University, reichen eine Klage bei der FDA ein, mit dem Vorwurf, dass die Zulassung von ASPARTAM nicht mit den ungeklärten Sicherheitsfragen vereinbar sei.

September 1983 — FDA-Kommissar HAYES tritt zurück, nach einer Welle der Kontroverse rund um seine unautorisierten Reisen an Bord eines Flugzeugs von GENERAL FOODS, einem von NUTRASWEETs Hauptkunden. BURSON-MARSTELLER, SEARLEs PR-Agentur (die auch mehrere Hauptkunden von NUTRASWEET vertritt), heuert HAYES unmittelbar danach als wissenschaftlichen Chefberater an.

Herbst 1983 — Die ersten mit ASPARTAM gesüßten kohlensäurehaltigen Getränke kommen auf den Markt.

Quelle:
http://www.swankin-turner.com/hist.html

(Ausschnitt aus Sweet Misery – A Poisoned World)

Siehe auch:
Komm, süßer Tod – Ist Aspartam wirklich nur ein Süßstoff?

“Sweet Misery” DVD mit deutschen Untertiteln
erhältlich bei >>
www.private-health-organisation.de

Russische Studie bestätigt: Gen-Nahrung führt zu Unfruchtbarkeit und erhöhter Kindersterblichkeit

13.08.2010

Der russische Biologe Alexej V. Surov wollte untersuchen, ob Monsantos Gen-Soja, das auf 91% der amerikanischen Sojafelder angebaut wird, zu Wachstums- oder Fortpflanzungsproblemen führt. Was er herausfand, könnte vielleicht eine ganze Multi-Milliarden-Dollar-Industrie in die Knie zwingen.

Nachdem drei Generationen von Hamstern zwei Jahre lang mit dem Gen-Soja gefüttert wurden (es gab mehrere Gruppen mit unterschiedlich hohen Gensoja-Anteilen in der Diät), waren die Ergebnisse verheerend. Bereits in der dritten Generation waren die meisten Versuchstiere unfruchtbar. Ausserdem war das Wachstum der jungen Hamster stark vermindert, und die Sterblichkeitsrate unter den Neugeborenen stieg stark an. Diese Ergebnisse waren am deutlichsten bei der Gruppe mit dem maximalen Gensoja-Konsum zu beobachten.

Als wäre das nicht schon schockierend genug, wuchsen den Hamstern der dritten Generation Haare im Mund – ein bekanntes, aber an und für sich sehr seltenes Phänomen, das bei den Hamstern auf Gensoja-Diät vermehrt auftrat.

Eine russische Studie, die bereits 2005 von Irina Ermakova durchgeführt wurde, scheint diese Ergebnisse zu bestätigen.

Bei Ratten, die mit Gensoja gefüttert wurden, starben innerhalb drei Wochen mehr als die Hälfte aller Nachkommen. Die überlebenden Jungen waren kleiner als ihre GMO-freien Artgenossen und außerdem unfruchtbar.

Die Hoden von männlichen Ratten
verfärbten
sich nach längerer Gensoja-Diät dunkelblau:

Italienische Wissenschaftler fanden in einem Tierversuch mit Mäusen Ähnliches heraus und konnten zusätzlich eine Schädigung der Spermien und der DNA feststellen.

Eine österreichische Studie, veröffentlicht im November 2008, führte zu denselben Ergebnissen mit Gen-Mais. Auch hier kam es bei den Versuchsmäusen zu einem signifikanten Anstieg von Unfruchtbarkeit und Wachstumsstörungen ab der dritten Generation.

Quellen:
“Russia says genetically modified foods are harmful”, Maria Domnitskaya, The Voice of Russia
“Genetically Modified Soy Linked to Sterility, Infant Mortality”, Institute for Responsible Technology

Alex Jones,
“Food: The Ultimate Secret Exposed”,
Videobericht, Infowars.com, 29. Juli 2010
(Deutsche Synchronfassung von InfokriegerBerlin)

Marie-Monique Robin,
“Monsanto: Mit Gift und Genen”
(Le monde selon Monsanto)
,
Dokumentarfilm, Frankreich 2008

Dipl. Ing. Volker Helldorf / Richard Leopold Tomasch,
“Die Gefahr der Grünen Gentechnik”,
Vortrag, 1. AZK-Konferenz, Chur (Schweiz), 23. Februar 2008

Bienensterben – Die Ursachen

28.04.2010

übersetzt und zusammengestellt von Morxn
We Are Change Austria

Was ist Wahrheit, was ist Ablenkungsmanöver?


11.000 tote Bienenvölker im Mai 2008 am Oberrhein, bis zu 50 Prozent Verluste bei einzelnen Imkern in den USA, Massenverluste auch in Italien, Österreich und Japan – den Imkern sterben in bisher unbekanntem Ausmaß die Bienenvölker weg.

Seit das Bienensterben vor einigen Jahren zunächst aus den USA bekannt wurde (als Colony Collapse Disorder), streiten Imker und Forscher über die Ursachen; viele Wissenschaftler nennen an erster Stelle Krankheiten und Parasiten wie die Varroa-Milbe.

Dabei häufen sich die Indizien, dass der Hauptgrund für die Schwächung der Bienen in der seit Jahrzehnten anhaltenden Vergiftung der Landschaft mit Pestiziden zu suchen ist.

Viele Imker machen besonders die neuen, stark wirkenden Nervengifte aus der Klasse der sogenannten Neo-Nikotinoide für die Gefährdung der Biene (und anderer Insekten) verantwortlich.

Doch die Pestizidhersteller wie Bayer CropScience sehen keinen Zusammenhang zwischen dem Einsatz der Gifte und dem Bienensterben.

Oder sind genmanipulierte Organismen (GMO‘s) direkt verantwortlich? Ist der damit einhergehende, vermehrte Einsatz von Chemikalien vielleicht “nur” eine Nebenerscheinung, die zusätzlich Öl ins sprichwörtliche Feuer gießt?

Wer hat recht? Werden die Massenmedien missbraucht, um die Bevölkerung von den wahren Ursachen abzulenken? Wenn ja, von wem? Betrachten wir einmal einige der Theorien, die zu dem Thema herumschwirren:

Theorie #1
: Varroa-Milben

Varroa-Milbe auf einer Biene
im Rasterelektronenmikroskop:

Die Bienen sterben aufgrund von Darmkrankheiten. Viele Experten haben die Varroa-Milbe verdächtigt. Nähere Untersuchungen in Oakdale, Kalifornien, durchgeführt vom USDA Bee Research Laboratory in Beltsville, Maryland/USA, konnten jedoch keinen Zusammenhang aufweisen. Jeff Pettis, Insektenkundler: “Wir konnten das Bienensterben nicht auf eine einzige, spezifische Ursache zurückführen”.

Zudem können Massnahmen gegen die Milben das Immunsystem der Bienen schwächen, wodurch sie noch anfälliger für Krankheitserreger werden, so ähnlich wie der übermäßige Einsatz von Antibiotika in der Medizin resistente “Super-Erreger” hervorbringt. In den 60ern und 70ern erfuhren wir beispielsweise, dass DDT krebserregend ist; Alternativen wurden jedoch unterdrückt. Die Langzeitwirkungen sind noch immer nicht vollständig erforscht. Die medizinischen und wirtschaftlichen Implikationen kann sich jeder selbst ausmalen.

Theorie #2: Pestizide/Herbizide

Pestizide und Herbizide werden weiträumig eingesetzt, auf Feldern, in Hecken, in Waldgebieten; auch dort, wo sich Bienen aufhalten. Diese Chemikalien sind die praktische Schlußfolgerung der weit verbreiteten Annahme, dass die Natur unser Feind sei. Gift über unser Essen zu schütten, scheint eine simple Lösung zu sein, jedoch ignoriert man dabei die Wurzel des Problems.

Genmanipulierte Pflanzen, die ja dazu designt sind, gegen Pesitizide und Herbizide immun zu sein, haben dazu geführt, dass diese Chemikalien verstärkt eingesetzt werden. Pestizide, im Besonderen Bayers Imidacloprid – ein nikotin-basiertes Produkt, das unter den Namen Admire, Provado, Merit, Marathon und Gaucho vermarktet wird – wurden bereits mit der Zerstörung von Bienenpopulationen in Verbindung gebracht. Die Tatsache, dass Bienen und andere Insekten nicht mehr über verlassene Stöcke herfallen wie sonst, um Honig zu sammeln, spricht für die Theorie einer toxischen Überbelastung.

Theorie #3: Mobilfunk

Des weiteren gab es eine fehlgedeutete Studie bezüglich Mobilfunkstrahlung und dessen Auswirkungen auf das Navigationsvermögen der Bienen. Es kam hier zu überhasteten Reaktionen auf einen Artikel im Independent. Manche vermuteten hinter der Orientierungslosigkeit der Bienen wieder andere Ursachen, wie UV-Strahlung, sich verschiebende Magnetfelder, sogar Quantenphysik wurde herangezogen.

Es spricht einges für diese Theorie, da auch nachgewiesen wurde, dass elektromagnetische Frequenzen die Navigation der Bienen beeinflussen können. Andererseits gibt auch die Sonne ständig elektromagnetische Strahlung ab, welche für die Bienen kein Hindernis zu sein scheint.

Theorie #4: “Terminator”-Saatgut

Offizielle Dokumente zeigen laut Guardian, dass die kanadische Regierung darauf drängt, das Testen und die Kommerzialisierung von Terminator-Saatgut zu akzeptieren. Diese Samen werden gentechnisch so manipuliert, dass die Pflanzen nur unfruchtbare Samen produzieren können, d.h. die Bauern können sie nicht vermehren.

Bei den Bienen, die Blütenstaub sammeln, kommt es zu immer mehr Darmparasiten und -krankheiten, wie z.B. Amöben und die Nosema-Krankheit. Das wohl beunruhigendste Merkmal dieser Krankheiten – wie nach mehreren Studien und Autopsien festgestellt wurde – ist eine fast schwarze Verfärbung der normalerweise milchigen Eingeweide sowie des Stachels. Ähnliches kommt bei Menschen vor, die an Darmkrebs leiden.

Querschnitte von Bienen (Thorax):
Rechts ein gesundes Exemplar, links ist das Gewebe weich und verfärbt.

Man kann mit ziemlicher Gewissheit sagen, dass die Erkrankungen der Bienen die Folge von hartem Material im Verdauungstrakt sind, die das Immunsystem lahmlegen. Könnte es sein, dass Menschen dasselbe durchmachen, angesichts der steigenden Fälle von Darmkrebs? Wie man in den Bildern unten sieht, ist es offensichtlich, dass jene Bienen, die GMO’s zu sich nehmen, schwere Verdauungsstörungen erleiden, so verheerend, dass die Krankheit tödlich verläuft.

Absterben des Verdauungstrakts:


Die rektalen Inhalte der Georgia-Bienen (A) unterschieden sich von denen der Pasadena-Biene (B). Die Rektalwände der Georgia-Bienen waren transparent und gaben Einblick auf Inhalte, die kleinen Steinchen ähneln (C). In diesen wurden Partikel gefunden, die dem Polyeder-Virus ähneln (dieser attackiert normalerweise Wachsmotten). Auch Fragmente von Pollenkörnerhülsen wurden gefunden. Bei allen Pasadena-Bienen fand man Nosema-Sporen, bei den Georgia-Bienen keine. Bei zwei Exemplaren fand man Sporen in den Epithelzellen.

Mindestens 30%-40% der Bestäubung in Nordamerika wird von Bienen erledigt. Ist es da nicht offensichtlich, dass die Zunahme von genetisch fremdem Material in der Agrikultur einen direkten Einfluss auf den Verdauungsprozess der Bienen hat? Weiters muss betont werden, dass die wachsende Bienen-Epidemie seit dem Einsatz von GMO’s in der Landwirtschaft einen signifikanten Anstieg erlebt hat. Ähnliche Korrelationen werfen den Verdacht auf, dass GMO’s auch für den Aufstieg diverser menschlicher Krankheiten verantwortlich sind, wie z.B. Darmkrebs, Fettsucht, Herzleiden, etc… Die Unfähigkeit der Bienen, Stoffe zu verdauen, ähnelt sehr stark diesen gegenwärtigen Problemen bei der menschlichen Verdauung.

Schlussfolgerung
:

Es ist offensichtlich, dass die Unverdaulichkeit gewisser GMO-Proteine einer der Hauptgründe des Bienensterbens ist, neben dem – speziell bei GMO’s – verstärkten Einsatz von giftigen Chemikalien. Dies ist höchst problematisch, da immer mehr unverdauliche Nahrung aufgenommen wird, sowohl von Bienen als auch von Menschen.

Die Zunahme von Darmkrebs bei Menschen weist starke Ähnlichkeiten auf zu der Situation der Bienen. Dies ist lediglich eine Theorie, wirft aber einige Fragen auf. Was essen wir da eigentlich tagtäglich? Das kollektive Wohl der Bienen ist ein globales Problem. Die ökologischen wie ökonomischen Langzeitwirkungen sind nicht vollständig erforscht, und wenn doch, werden sie von den verantwortlichen Konglomeraten geheimgehalten.

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Bienensterbens würden bedeuten, Inflation, Knappheit von landwirtschaftlichen Gütern, und letzten Endes, den Zusammenbruch der Landwirtschaft, wie wir sie kennen. Die ökologischen Auswirkungen von Knappheit, kombiniert mit einer erhöhten Nachfrage an Ressourcen, werden zweifelsohne verheerend sein.

Organische Landwirtschaft -
noch immer eine Randerscheinung

Die Wahrheit ist, dass organische Landwirtschaft noch immer ein relativ unberührtes Feld ist, trotz der Bienenkrise. Organische Landwirtschaft bewahrt die Vielfalt des Ökosystems, als auch die Qualität der produzierten Nahrungsmittel. Das Bienensterben und seine Folgen für die Menschheit sind äußerst besorgniserregend. Und am Ende werden vielleicht erst unsere Kinder wirklich begreifen: es war Gier, die unseren wunderbaren Planeten zerstört hat.

Unsere Abhängigkeit von Bienen, veranschaulicht am Beispiel USA:

Quellen:
Martin Rasper, Tierschutznews, 29. Juni 2009, “Die Wahrheit übers Bienensterben”
Brit Amos, Global Research, 26. März 2008, “Death of the Bees: GMO Crops and the Decline of Bee Colonies in North America”

<p style=”text-align:justify;”><em>übersetzt und zusammengestellt von Morxn, <a href=”http://wearechangeaustria.yooco.de/home.html&#8221; target=”_blank”>We Are Change Austria</a></em></p>

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