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KONY2012 – Graswurzelbewegung oder Kunstrasenpropaganda?

20.03.2012

Die von der Organisation “Invisible Children” ins Leben gerufene Kony2012-Kampagne erobert das Internet im Sturm. Weltweit bereiten sich vor allem Jugendliche auf den “Action Day” am 20. April vor und bestellen fleißig die zugehörigen Action Kits(inzwischen ausverkauft). Bewaffnet mit T-Shirts, Armbändern, Aufklebern und Postern sollen die via Facebook und Twitter frisch rekrutierten Anhänger einen weiteren “humanitären” US-Angriffskrieg unterstützen, um Joseph Kony dingfest zu machen. Dass Kony seit Jahren nicht mehr aktiv ist und in Uganda erst vor kurzem Erdölreserven entdeckt wurden, wird hierbei gerne verschwiegen. Die ganze Aktion stinkt zum Himmel, jedoch wird der altbekannte Geruch des Imperialismus diesmal mit einem neuen Parfüm übertüncht – während gegen Bin Laden, Hussein und Gadaffi noch mit herkömmlicher Propaganda mobil gemacht wurde, wird im Fall Kony eine virale Internet-Kampagne verwendet, die zudem auf eine deutlich jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Man muss schließlich mit der Zeit gehen. Schade, dass die wahren Kriegsverbrecher von derartigem Enthusiasmus verschont bleiben. Wir warten noch vergeblich auf Bush-/Blair-/Cheney-/Rumsfeld-/Obama-/Kissinger-2012-Kampagnen…

 kenfm.de

Öffentliche Vorführungen des Kony2012-Videos in Uganda sorgten für Empörung unter den Einheimischen, die aufgrund mangelnden Internetzugangs oft gar nichts davon wussten:

 youtube.com/AlJazeeraEnglish

Auch Sanyu, deren Eltern in Uganda geboren und aufgewachsen sind, zweifelt an der Kony-Kampagne. Ihr YouTube-Video entwickelte sich rasch zu einer der bekanntesten Gegenstimmen im Internet:

 youtube.com/slubogo

Nochmal zur Erinnerung:

“Im Jahr 2001 war der böse Mann Osama bin Laden und das ferne Land war AfghanistanBilanz der humanitären Hilfsaktion durch die US-Armee in Afghanistan bisher: mehr als 30.000 Tote.

Im Jahr 2003 war der böse Mann Saddam Hussein und das ferne Land war Irak. Bilanz der humanitären Hilfsaktion durch die US-Armee in Irak bisher: vermutlich rund eine Million Tote.

Im Jahr 2011 war der böse Mann Muammar Gaddafi und das ferne Land war Libyen. Bilanz der humanitären Hilfsaktion durch die US-Armee in Libyen bisher: vermutlich mehr als 100.000 Tote.

Im Film ‘Kony 2012‘ von der Firma ‘Invisible Children’ aus der als Standort von US Special Forces bekannten Stadt San Diego ist der böse Mann Joseph Kony und das ferne Land Uganda.”

– nocheinparteibuch.wordpress.com/2012/03/08/kony-2012-spendenaufruf-fur-mehr-krieg-in-afrika

INSIDE 9/11: Vortrag von Jürgen Elsässer in Linz

29.07.2011

(Bild anklicken zum Vergrößern)

Freitag, 2. September 2011

Infostand mit Jürgen Elsässer:
Ab 13:00 Uhr, nähe Taubenmarkt Linz (Fußgängerzone Zentrum)

Vortrag — Inside 9/11:
18:00 Uhr, Audimax (Saal B)
Kollegiumgasse 2 (nähe Pfarrplatz), 4010 Linz
Eintritt: 5 €uro

Vortrag: “Globalisierung und Krieg auf Kosten sozialer Gerechtigkeit”

www.compact-magazin.com

Der arabische Frühling: Alles Zufall oder was?!

04.07.2011

(von Harry)

Was passiert da bitteschön gerade im arabischen Raum, haben die Aufstände wirklich nur das einzige Ziel, endlich Demokratie und Freiheit für die Bürger in diesen Ländern zu bringen? Mitnichten! Wie jetzt bekannt geworden ist, führen die USA mittlerweile sogar Luftschläge im Jemen mit Drohnen und Kampfjets aus. Damit wären wir mittlerweile bei fünf Ländern angelangt, gegen die Amerika offen interveniert. Afghanistan, Irak, Libyen, Pakistan und Jemen. Und dann darf man natürlich nicht die weiteren Länder vergessen, in denen sie Revolutionen und Machtumstürze mithilfe kleinerer verbündeter Gruppen herbeiführen.

Unglaublich:

Wesley Clark, ehemaliger US-General und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, schrieb in seinem Buch “Winning Modern Wars” folgendes:

Als ich 2001 im Pentagon war, rief mich ein bekannter General der ‘military staff officers’ in sein Büro und sagte mir, dass das US-Militär versuchen würde, einen Krieg gegen den Irak zu beginnen. Ich fragte ihn daraufhin: ‘Wieso denn das, gibt es denn neue Hinweise, dass Saddam etwas mit Al Qaida zu tun hat?’, er antwortete mir: ‘Nein nein, es gibt keine neuen Hinweise.’ Er meinte weiter, dass das Verteidigungsministerium den Konflikt mit dem Irak wolle, weil sie ‘vielleicht nicht wissen, was sie sonst tun sollen.’ Dies sagte mir der Militärstabs-Offizier am 20. September 2001, als wir noch nicht einmal Afghanistan bombardierten! Aber das war noch nicht alles. Als ich im November 2001 wieder bei ihm im Büro war und ihn fragte, ob der Plan, gegen den Irak Krieg zu führen, noch immer stehen würde, erwiderte er: ‘Oh, es ist noch viel schlimmer als das’, worauf er ein Schreiben vom Verteidigungsministerium aus seiner Schublade holte welches besagte, dass weitere Länder auf ihrer militärischen Agenda stehen würden, die sie ‘ausschalten’ wollen. Und zwar sei es der Plan, in den nächsten Jahren nicht nur den Krieg im Irak zu beginnen und in Afghanistan weiterzuführen, sie wollen auch noch gegen weitere Länder wie Libanon, Somalia, Sudan, Libyen, Syrien und schlussendlich den Iran vorgehen!!! Als ich an diesem Tag das Pentagon verließ, war ich über diese Nachricht tief besorgt.“

Eventuell wurde der Plan überarbeitet und einige Länder „ausgetauscht“, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Aber trotzdem wirft das doch gleich ein ganz anderes Licht auf die falschen Terroranschläge des 11. Septembers und den Bericht mit dem Titel „Rebuilding America’s Defenses: Strategies, Forces And Resources For A New Century” der konservativen, rechtsgerichteten Denkfabrik mit dem Namen „Project for the New American Century“ (PNAC). Vorsitzender des PNAC ist William Kristol, ehemaliger Herausgeber des Commentary Magazine. Gegenwärtige und ehemalige Mitglieder sind u.a. auch Mitglieder der Bush-Administration: Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz, Dick Cheney, Jeb Bush, Richard Perle, Lewis Libby, Elliot A. Cohen (Autor des Buches „Soldier, Statesman and Leadership in Wartime“) und Thomas Donnelly, mittlerweile vom Rüstungskonzern Lockheed Martin eingestellt.

Syrien:

In Syrien entwickelt sich mit verdeckter Unterstützung ausländischer Mächte, einschließlich der USA, der Türkei und Israel, ein bewaffneter Aufstand. Bewaffnete Aufständische, die der Muslimbruderschaft zuzuordnen sind, haben die Grenze nach Syrien aus Richtung Türkei, des Libanon und Jordaniens überschritten. Das amerikanische Außenministerium bestätigte, dass es die Aufständischen unterstützt.

Bewaffnete Kämpfer der Muslimbruderschaft(Bewaffnete Kämpfer der Muslimbruderschaft)

Victoria Nuland, Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, erklärte:Wir haben damit begonnen, unsere Kontakte zu Syrern auszuweiten, die sowohl in Syrien selbst wie im Ausland zu einem Regimewechsel aufrufen” Zugleich wiederholte sie, Barack Obama habe bereits zuvor den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufgefordert, Reformen einzuleiten oder seine Machtposition zu räumen. (Voice of Russia, 17. Juni 2011)

Die geopolitischen Strategien dieses Destabilisierungsprozesses in Syrien sind äußerst weitreichend. So haben z.B. die NATO und Israel ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, wonach Israel allem Anschein nach – sollte es zu einem offenen Konflikt mit Syrien kommen – auf Seiten der NATO militärisch mitintervenieren würde. Auch die Türkei und Israel haben schon vor einiger Zeit ein geheimdienstliches Abkommen unterzeichnet, in dem sich die Türkei dazu bereit erklärt, das Israel aus der Türkei heraus geheimdienstliche Informationen über Syrien und Iran sammeln darf. Im Austausch dafür assistiert Israel beim Ausrüsten und Trainieren türkischer Anti-Terror-Einheiten.

Libyen:

Frankreich beliefert die libyschen Rebellen mit allerlei Kriegsgerät. Raketenwerfer, Maschinengewehre, Panzerabwehrwaffen ja sogar Panzer selbst, natürlich alles mit dazugehöriger Munition, warf das französische Militär mit Spezialfallschirmen aus der Luft über libyschem Rebellengebiet ab. Offiziell würde das französische Militär erst seit Ende Juni Waffen über einer Bergregion südlich von Tripolis abwerfen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte dies mit den Worten: „Von Frankreich wäre das der gröbste Verstoß gegen den Libyen-Beschluss des Weltsicherheitsrats“. Russland enthielt sich der Libyen-Resolution im UNO-Sicherheitsrat und wirft der NATO vor, den Beschluss mit ihren gezielten Luftangriffen gegen Gaddafi zu missbrauchen. Auch Deutschlands Verteidigungsminister Thomas de Maiziére hat einer Anfrage der NATO, bezüglich Lieferungen von Militärtechnik, Munition, Geschossen und Bauteilen für Bomben, die den libyschen Rebellen zukommen sollen, stattgegeben.

(Libysche Rebellen werden an neu gelieferten Waffen ausgebildet)

Und die Medienpropaganda findet kein Ende:

Vor kurzem versammelten sich wieder tausende Anhänger Gaddafis auf dem grünen Platz, um einer Audio-Kundgebung von ihm zu lauschen. Die Online-Ausgaben der ARD-Tagesschau und anderen „Propagandablättern“ übertrifft sich bei der Berichterstattung über den Inhalt der Botschaften, die Gaddafi übermittelt haben soll, wieder mal selbst und gibt einmal mehr ein gutes Beispiel dafür ab, wie manipulierend unsere Medien doch sind. Eure Häuser, Büros, Familien würden legitime militärische Ziele werden, so wie Ihr unsere Häuser angegriffen habt”, zitierte die britische BBC den libyschen Machthaber. Wenn sich die NATO nicht zurückziehe, werde das großartige libysche Volk den Staaten des Bündnisses eine “Katastrophe” bescheren, drohe er. Sollte die NATO ihre Angriffe nicht einstellen, dann könnten die Libyer “wie Heuschrecken, wie Bienen über Europa herfallen”, heißt es weiter.

In der Übersetzung der Audio-Botschaft ist davon natürlich nur wenig zu finden und man bemerkt gleich, das seine Zitate propagandistisch eingesetzt werden. Gaddafi forderte Sarkozy, Cameron und Obama auf, ihre Fernseher einzuschalten und sich die Menschenmenge an Libyern anzusehen, die sich gegen eine erzwungene „Demokratie“, die mit Bomben gegen Zivilisten daherkommt und nur von einer kriminelle Gruppe von Rebellen unterstützt wird, erwehren. Er mahnte davor, wenn weiter unsere Häuser bombardiert werden, solle bedacht werden, dass sich das selbe auch in Europa ereignen könne, weil Europa nicht weit von Libyen entfernt sei, jedoch wolle er auch nicht, das es so weit kommt und man solle doch in erster Linie auf die Menschen achten. Also keine „Aufforderungen“, den Terror nach Europa zu tragen.

Nach einem NATO Angriff suchen Rettungsteams nach Überlebenden. Traurige Bilanz: 15 Tote, darunter 3 Kinder

Angeblich laufen die demokratischen Kräfte unter den Rebellen sogar verstärkt zu Gaddafi über. Diese Aussage stammt aus einem Interview von Wayne Madson, der über Gespräche mit den ehemaligen Rebellen berichtet: “Schauen Sie, wir waren nicht glücklich mit Gaddafi. Aber seit die NATO, darunter Italien, unsere ehemalige Besatzungsmacht, dieser Bewegung beigetreten ist … [wir dachten], OK, er ist ein Diktator, [und] wir haben ihn schon seit über 40 Jahren, aber verdammt nochmal, er ist ein libyscher Nationalist, und er hat uns den höchsten Lebensstandard von Afrika gebracht.”

Gerechtigkeit?

Man darf sich ruhig fragen, wo bei diesen Angriffskriegen unter der falschen Flagge der Demokratie eigentlich die Gerechtigkeit bleibt! Diesen Ländern werden Machtwechsel durch Destabilisierung, Aufwiegeln der Bevölkerung untereinander, Medienpropaganda und knallharten militärischen Angriffen aufgezwungen, um die niemand gebeten hat. Noch dazu passiert das alles unter dem Mantel, die Zivil-Bevölkerung schützen zu wollen, dabei gibt es schon so viele Meldungen über Zivilisten, die durch NATO-Angriffe getötet wurden, dass das Ganze zu einer reinen Farce verkommt. Die Völker des arabischen Raumes müssen dies alles ertragen, um im Endeffekt ihrer Ressourcen beraubt zu werden und als Kreditsklaven der Westmächte zu enden.

Schöne neue Welt….

Quellen:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=25312
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Project_for_the_New_American_Century.html
http://www.military-quotes.com/forum/triple-alliance-us-turkey-israel-t30320.html
http://www.nytimes.com/2011/06/09/world/middleeast/09intel.html
http://www.tagesschau.de/ausland/libyen1154.html
http://www.my-metropolis.eu/Nachrichtenticker/Juli2011/Nachrichtenticker_01_07_2011.php
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/webster-g-tarpley/aus-dem-manipulierten-arabischen-fruehling-der-cia-wird-ein-langer-heisser-kriegssommer-das-obam.html

Windsor, Bilderberg und die Neue Weltordnung

11.06.2010

18. Mai 2010, We Are Change Switzerland

We  Are Change Switzerland

Die folgende Zusammenfassung wurde aus diversen unterschiedlichen Quellen zusammengetragen. Die Fülle an Informationen in diesem Artikel ist enorm und verlangt eigene Recherchen und eine tiefgründige Auseinandersetzung mit den globalen Machtstrukturen. Diese Informationen wurden erst kürzlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, weshalb das Thema weiterer Nachforschungen bedarf.

In einer Zeit in der Politik ohne Prinzipien, Wissenschaft ohne Menschlichkeit und Reichtum ohne Arbeit zu einer Selbstverständlichkeit geworden sind, finden wir uns in einer Erklärungsnot und einer gefährlichen Orientierungslosigkeit wieder. Das grösste sichtbare Problem dieser Welt; die Armut in Verbindung mit fehlender Bildung, stellt uns vor eine scheinbar unlösbare Aufgabe. Wir haben zwar gelernt, die Luft zu durchfliegen wie die Vögel und das Meer zu durchschwimmen wie die Fische, aber nicht die einfache Kunst, als eine Menschenfamilie in Frieden zusammen zu leben. Doch genau dieser Zusammenhalt, eine Einheit aller Hautfarben, Nationen, jeder politischer Couleur und Religionen, ist nicht nur wünschenswert, sondern unbedingt notwendig.

Weshalb wollen wir übermässigen Konsum, Luxus, Unterhaltung, Genussmittel und sind ohne Skrupel in der Lage, damit uns selber und den Mitmenschen zu schaden? Warum wird eine abhängig machende Technologie und Medizin vorangetrieben, während Alternativen benachteiligt oder (im Fall von Krebs, AIDS usw) sogar verheimlicht, unterdrückt und bekämpft werden? Warum wird ein globales Finanzsystem, das mit künstlicher Geldschöpfung und ausbeuterischer Zinswirtschaft arbeitet und alle Nationen der Welt in die Verschuldung getrieben hat, mit allen Mitteln, durch fantastische „Bail-Outs“ und nicht zuletzt durch Kriege, aufrechterhalten? Warum werden immer extremere Formen der Wissenschaft (Genmanipulation, Nuklear-, Mikro-, und Nano-Technologie) und der Wirtschaft (Globalisierung, Zentralisierung, Monopolisierung) gefördert, während alternative Technologien, Forschungen und Weltbilder ignoriert und unterdrückt werden? Wer organisiert das und warum wird zugelassen, dass dies bereits seit Jahrzehnten vor sich gehen kann? Wie die obigen Fragen zeigen, wird der Kurs der Menschheit in eine ganz bestimmte Richtung vorangetrieben.

Je weiter man sich Einblick in die Biographien der einzelnen Exponenten (Ted Turner, Maurice Strong, David Rockefeller, Prinz Phillip) der mächtigsten Institutionen verschafft, desto klarer wird ihre erschreckende Absicht der Bevölkerungskontrolle. Die unzähligen Probleme, denen wir heute gegenüberstehen, hätten wir uns selber zuzuschreiben, da wir als Menschheit nicht fähig sind, unsere Verantwortung dem Leben gegenüber wahrzunehmen und in Frieden und Harmonie zu leben. Geht man aber genau diesen globalen Problemen auf den Grund und zieht die enorme Vorbereitung und Organisation der wichtigsten Weltereignisse in Betracht, findet man durchs Band immer wieder dieselben Muster.

Heute wird durch internationale Zusammenschlüsse wie der Trilateralen Kommission, dem Rat für Auswärtige Angelegenheiten (engl. Council on Foreign Relations/CFR), G-7, G-8, G-20 und den immer noch geheim gehaltenen Bilderberg-Konferenzen eine wirtschaftliche und politische Grundlage erarbeitet, welche die Grundlage einer Neuen Weltordnung geben wird.

Der Kampf um die “Weltherrschaft” ist in der Historie der Menschheit nichts Neues. Das Streben nach der Herrschaft über die gesamte Menschheit stammt – Geschichtsschreibern zufolge – aus den antiken ägyptischen und babylonischen bzw. sumerischen Zeiten. In vielen verschiedenen Bruderschaften und geheimen Zirkeln (Pythagoräer, Assassinen, Gnostiker) wurde ein okkultes Wissen weitergegeben, mit welchem die Macht aufrechterhalten wurde. Meist verfeindet, aber demselben Ziel verschrieben, waren diese Geheimbünde die Urheber der grössten Kriege und Schlachten. Vergleicht man die Rituale, Symbole und Zeichen (z.B. in Wappen, Flaggen und Logogrammen) der Herrscherfamilien der Antike mit den reichsten Familien der heutigen Zeit, stellt man grosse Ähnlichkeiten fest. Durch das Inzuchtverhalten und der kontrollierten Weitergabe des Erbguts versuchten sie, die Zukunft nicht nur durch ihre Ideale, sondern auch durch die daraus resultierenden Blutlinien zu steuern. Man kann durch sämtliche genealogische Nachschlagewerke selber entdecken, wie sich die alten Blutlinien bis heute erhalten haben.

Kanzler Schmidt im kalifornischen Bohemian Club
Der Spiegel #30/1982: “Unter riesigen Mammutbäumen, nahe einem kleinen See, steht eine rund zehn Meter hohe, moosüberwachsene Eulenskulptur. Davor sind Holzkloben zu einem Scheiterhaufen aufgeschichtet. In lange rote Gewänder gekleidete Männer tragen eine Figur herbei, bringen sie zum Scheiterhaufen und entzünden ihn unter Sang und Klang.”

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die okkulten Einflüsse dieser Gesellschaften in den Lebenswandel und die Psyche eines Individuums. Heutzutage werden die Persönlichkeiten z.B. in Lions-Clubs, Rotaries, sowie auch in Freimaurergesellschaften geformt und auf ihre Aufgabe vorbereitet. Nicht die Netzwerke an sich, sondern die Möglichkeit der Geheimhaltung und Diskretion machen die verborgenen Netzwerke für diese Blutlinien interessant. Vielfach haben die Gründer dieser Organisationen nur den Zweck, die entsprechende Plattform herzurichten, meistens mit einer philanthropischen Tarnung (wie z.B. Stiftungen, Öko-Fonds). Diese Geheimhaltung trägt auch dazu bei, dass in den höchsten Ebenen ein Spannungsfeld zwischen Anonymität und gegenseitiger Überwachung entsteht, und sich diverse “Abtrünnige” unter die Reihen der Bünde mischen.

Zwiegespräch zwischen Henry Kissinger und
Helmut Schmidt zum Thema “Global Power and Order”

Die Umsetzung einer Neuen Weltordnung, sowie sie demnächst entstehen soll, wurde hauptsächlich von den selbst ernannten Erleuchteten, den Illuminati vorangetrieben. Durch die daraus entstandenen Logen und Netzwerke konnten sich diese Blutlinien in die katholische Kirche, in die Regierungen und hauptsächlich in die Wissenschaft (Eugenik, Gentechnik, Atomwaffenforschung, Medizin, etc.) einschleusen. Die Geschichte der Geheimbünde in den letzten tausend Jahren wurde geprägt von den Freimaurern, Rosenkreuzern, Satanisten und okkulten Esoterikern. Einerseits die legitime Macht zu verkörpern und andererseits den Widerstand zu infiltrieren, ist die Taktik dieser Eliten. So verursachten genau diejenigen Herrscherfamilien die aktuellen Probleme, für die sie uns nun in ihrer neuen Weltordnung eine Lösung anbieten.

Diese Darstellung (zum Vergrößern klicken) stellt Einflüsse der selbsternannten “Illuminaten” in verschiedene elitäre Gruppierungen dar und soll keineswegs vermitteln, dass diese Institutionen denIlluminaten” hörig sind.

Als Veranschaulichung für die engen, teils familiären Beziehungen mit den Adelshäusern können die Familien Rothschild und Rockefeller analysiert werden, berüchtigt durch ihren immensen Einfluss in die Weltwirtschaft und Hochfinanz. Bei näherer Betrachtung der bekanntesten Stiftungen (Rockefeller, Ford, Carnegie, Rhodes, UN Foundation, WWF) wird klar, welche wirklichen Ziele angestrebt werden.

Der ewige Streit unter den Weltreligionen wurde durch dieselbe Blutlinie (Ramses IIJulianische/Flavianische DynastieWindsor/Bush) geschürt und war das grösste Instrument zur Bevölkerungskontrolle vor der Aufklärung und industriellen Revolution. Der Name Pontifex Maxiumus (Oberpriester), welcher vom ägyptisch/babylonischen, zum römischen und dann zum Namen des Papstes wurde, bedeutet “die nächste Verbindung zum Übersinnlichen, Allmächtigen” (Pontifex = “der Brückenbauer”).

Und mit diesem Namen wollten sie sich die alleinige Herrschaft über das göttliche Wort sichern und die Ungläubigen missionieren. Diese alten “heiligen” (im Englischen: heilig = holy; von whole, zu deutsch: ganz, ganzheitlich) Überlieferungen sind kryptische Texte, welche angeblich nur von den Adepten (Schüler von Mysterienschulen) entschlüsselt und verstanden werden können. Jede Bruderschaft pflegt jedoch eine andere Auslegung, sodass das Chaos (Problem) entsteht und eine Lösung von den “Eingeweihten” angeboten werden kann. Der Leitspruch des höchsten Freimaurergrades lautet “Ordo ab Chao” (dt.: Ordnung aus Chaos).

Für das ungeschulte Auge erweist es sich als äussert mühsam, unter all den irritierenden Informationen die wichtigen Punkte zu finden und diese zu einem Gesamtbild zusammen zu fügen. Wenn man die False-Flag-Operations, feindliche Übernahmen von Staaten, die Plünderung von Staatskassen und diverse politische Attentate verfolgt, ergibt sich ein Muster aus dem diese spaltenden Kräfte unzählige, statistisch unmögliche “Zufälle” zustande brachten. Woher diese Blutlinien entstammen ist immer noch das grösste Rätsel; sie selber glauben, direkt von den Göttern bzw. gefallenen Engeln zu stammen.

Zu dieser Blutlinie gehören: Ramses II, Cleopatra, Julius Cäsar, Markus Antonius, Ptolemäus XIV, Alexander der Grosse, König Herodes “der Grosse”, Pisos, Konstantin der Grosse, König Ferdinand von Spanien, King James von England, die Merovinger, Haus Tudor, Haus Stuart, die Hannoveraner, das Haus Avis, die Visconti-Dynastie aus Mailand mit dem berüchtigten Wappen, die Familie De Medici, das Adelshaus Habsburg-Lothringen, Daniel Payseur in Amerika, der trotz seines übermässigen Einflusses auf die Morgans und Carnegies noch keinen gerechten Platz in der Geschichte gefunden hat, die Delanos, die Bushs und natürlich die Windsors (Sachsen-Coburg und Gotha). Es wären noch viele prominente Namen aufzulisten wie z.B. Celine Dion, Tom Hanks, Brad Pitt oder auch Obama, um diese Aufzählung zu vervollständigen…

Dank des Informationszeitalters sind in den letzten zehn Jahren enthüllende Bücher erschienen, welche auf die politischen, ideologischen und geheimen Hintergründe des Weltgeschehens eingehen. Leider werden solche Bücher immer wieder pauschal als Schund und Propaganda hingestellt und lächerlich gemacht. Sollen dadurch die intelligenten Menschen abgeschreckt werden, gerade diese Bücher zu lesen?

Jedoch gibt es Weltverschwörungstheorien, die behaupten, EINE geheime Weltmacht beherrsche die ganze Welt. Diese Theorien sind möglicherweise gezielte Desinformationen, um den Pessimismus voranzutreiben und sich den Umständen zu fügen. Es dürfen keine Feindbilder geschaffen werden, vielmehr muss ein Verständnis erarbeitet werden, mit welchem wir imstande sind, uns von diesen negativen Mächten zulösen, ohne ihre Mittel zu gebrauchen.

“Wichtig ist das Erkennen, dass das Negative in dieser Welt genauso existiert wie das Positive und dass man die negativen Mächte nicht unterschätzen sollte, denn sie sind raffiniert organisiert und auch verschworen. [...] Tatsache ist, dass es nicht nur eine Gruppe, sondern viele Gruppen gibt, die das Ziel der grösstmöglichen Macht anstreben. Doch sie alle haben eines gemeinsam: ihre egoistische Mentalität […]. Sie wollen die Menschen im Namen einer Neuen Weltordnung’ oder im Namen Gottes’ manipulieren, damit sie gemäss ihrem Plan handeln. Sie meinen: Weil die unerleuchteten Massenmenschen keine Übersicht haben, würden sie ohne Führung nur Chaos verursachen; also sei es legitim, sie über den Weg des Leidens in eine neue Weltordnung zu führen.” Armin Risi, zur Frage einer „Weltverschwörung“

Die äusseren Einflüsse auf uns Menschen setzen einen inneren Prozess in Gang.

Der bedeutsamste Krieg wird gegen unser Bewusstsein geführt. Die Verdummung und Demoralisierung muss weit fortgeschritten sein, wenn sich immer noch ganze Nationen solche kriminellen Aktionen gefallen lassen.

Der Widerstand organisiert sich durch die Informationsvielfalt im Internet. Dabei hilft die Zunahme von geomagnetischen Stürmen, Sonnenaktivitätenintergalaktischen Strahlen, und um im Menschen Wirkungsprozesse anzustossen, die zwar in diesen elitären Kreisen bekannt sind aber gefürchtet werden (morphogenetische Felder, Massenbewusstsein, etc.).

Der wichtigste Wandel findet in uns statt, da wir NUR in uns die Wahrnehmung und das Denken ändern können. Alles, was in der Aussenwelt geschieht, ist demnach ein Ergebnis der inneren Prozesse. Deswegen wird unsere Aufgabe offensichtlich, die eigene Lebensenergie zu entdecken. Denn nur wenn wir verstehen, wer oder was wir sind, werden wir den Schlüssel zur Lösung erhalten, ohne dass wir tiefer in die Fänge des alten Systems fallen.

Quellen:
- Andreas von Rétyi: Bilderberger: Das geheime Zentrum der Macht. Kopp, Rottenburg (2. November 2006)
- Andreas von Rétyi: Skull & Bones. Amerikas geheime Macht-Elite. Kopp, Rottenburg; 1. Auflage (29. August 2003)
- Andreas von Bülow: Die CIA und der 11. September: Internationaler Terror und die Rolle der Geheimdienste. Piper; 7. Auflage (März 2009)
- Andreas von Bülow: Im Namen des Staates: CIA, BND und die kriminellen Machenschaften der Geheimdienste. Piper; 12. Auflage (Juli 2008)

- Anthony C. Sutton:
Wall Street und der Aufstieg Hitlers. Perseus Verlag; 1. Auflage (24. November 2008)
- Armin Risi:
Machtwechsel auf der Erde: Die Pläne der Mächtigen, globale Entscheidungen und die Wendezeit. Heyne Verlag (5. Februar 2007)
- Daniele Ganser:
Nato-Geheimarmeen in Europa: Inszenierter Terror und verdeckte Kriegsführung. Orell Fuessli; 3. Auflage (1. April 2009)
- Daniel Estulin: Die wahre Geschichte der Bilderberger. Kopp, Rottenburg (25. Juli 2007)
- David Icke: Das Grösste Geheimnis: Dieses Buch verändert die Welt. Mosquito; 4. Auflage (Oktober 2009)
- David Rockefeller: Memoirs. Random House; illustrated edition (October 15, 2002)
- Gary Allen: Die Insider: Baumeister der ‘Neuen Welt-Ordnung’. Vap, Verlag für Außergewöhnliche Perspektiven; Auflage: 15 (erweiterte Auflage). (September 2008)
- Gerhard Wisnewski:
Verschlußsache Terror: Wer die Welt mit Angst regiert. Droemer/Knaur (1. Januar 2007)
- H.G. Wells: Die offene Verschwörung. Aufruf zur Weltrevolution. Zsolnay-Verlag; Auflage: Science Fiction (1983)
- James Bamford: NSA. Die Anatomie des mächtigsten Geheimdienstes der Welt. Goldmann Verlag; 2. Auflage (2002)
- James Webb:
Die Flucht vor der Vernunft: Politik, Kultur und Okkultismus im 19. Jahrhundert. Matrixverlag; 1. Auflage, Neuerscheinung (15. September 2009)
- Jean Ziegler: Das Imperium der Schande: Der Kampf gegen Armut und Unterdrückung. Pantheon Verlag; 4. Auflage (15. Januar 2007)
- Marco Pasi:
Aleister Crowley und die Versuchung der Politik. ARES Verlag; 1. Auflage (Oktober 2006)
- Masaru Emoto: Die Botschaft des Wassers: Sensationelle Bilder von gefrorenen Wasserkristallen. Koha (10. Januar 2010)
- Milton William Cooper: Die Apokalyptischen Reiter. Michaels-Verlag (Mai 1996)

- Milton William Cooper: MJ 12. Die geheime Regierung. Michaels Vertrieb (August 1996)
- Niccolò Machiavelli: Der Fürst. Rabaka-Publishing; 1. Auflage (2. September 2007)
- Nicholas Goodrick-Clarke: Die okkulten Wurzeln des Nationalsozialismus. Matrixverlag; 1. Auflage (10. September 2004)
- Noam Chomsky und Michael Haupt: Media Control: Wie die Medien uns manipulieren. Piper; 4. Auflage (März 2010)
- Noam Chomsky: Die Verantwortlichkeit der Intellektuellen: Zentrale Schriften zur Politik. Kunstmann, Antje, Verlag (3. September 2008)
- Preston B. Nichols , Peter Moon: Das Montauk-Projekt 1: Experimente mit der Zeit. Michaels-Verlag (1994)
- Wolfgang Eggert: Erst Manhattan – Dann Berlin: Messianisten-Netzwerke treiben zum Weltenende. Chronos Medien (April 2005)

Trilaterale Kommission – Krieg gegen den Iran

19.05.2010

18. Mai 2010 (N.W.O. Resist)

Ein Mitglied der Trilateralen Kommission sprach irrtümlicherweise mit einem We Are Change-Aktivisten über die Pläne für eine Weltregierung.


Das Mitglied der Trilateralen Kommission (TK) Mikhail Slobodovsici, ein Chefberater der russichen Regierung, gewährte während dem jüngsten Treffen der Gruppe in Dublin unabsichtlich Einblicke in die Pläne der globalen Elite, als er gegenüber einem We Are Change Ireland-Mitglied, den er fälschlicherweise für ein TK-Mitglied hielt, erklärte, dass die Globalisten einen Krieg gegen den Iran planen.

Laut Jim Tuckers fesselndem Bericht über die Geschichte, rutschte Slobodovsici gegenüber Alan Keenan von We Are Change Ireland auch heraus, dass die Trilateralen und ihre Bilderberg-Partner beabsichtigen, die Wirtschaftskrise auszunutzen, um die Pläne für eine Weltregierung abzuschließen, eine Agenda, die jedoch massiv durch sogenannte „Nationalisten“ behindert wird, welche zunehmend aufmerksam darauf werden, welche Auswirkungen die Weltregierung auf ihre Freiheiten und Lebensstandard haben wird.

„Wir entscheiden die Zukunft der Welt,“
so Slobodovsici gegenüber Keenan.

„Wir brauchen eine Weltregierung,“
führte er weiter aus,

und im Bezug auf den Iran sagte er:
„Wir müssen sie loswerden.“

Plötzlich stellte Slobodovsici fest, dass Keenans Namensschild sich von denen der Trilateralen Kommission unterschied und sagte: „Ich kann nicht reden – wir operieren hier unter Chatham House Regeln,“

berichtet Tucker. Slobodovsicis Position zum Iran ist gleichermaßen alarmierend wie auch überraschend, angesichts des Umstandes, dass Russland dem Recht des Irans bezüglich der Entwicklung eines friedlichen Nuklearprogramms im Allgemeinen unterstützend gegenüberstand und auch direkt beim Bau von Reaktoren mithalf. Tucker enthüllte auch die Niedergeschlagenheit der Trilateralen, weil ihren Plänen für eine Weltregierung und die Zentralisierung der Macht so erbittert Widerstand geleistet wird.

„Es wird jedes Jahr schlimmer, nicht besser.“
sagte ein TK-Mitglied.

Warum quälen wir uns überhaupt noch damit herum, uns zu treffen?“

Darauf ein Anderer:
„Wir können nicht einfach aufgeben und aufhören. Die Bilderberger erwarten von uns, dass wir einen ausgearbeiteten Plan haben.“

Die Tatsache, dass die Elite ursprünglich plante, ihre Weltregierung im Jahre 2000 vollständig errichtet zu haben und diese nun seit zehn Jahren überfällig ist, sei eine große Sorge unter den Trilateralen gewesen, so Tucker:

»Die TK-Jungs waren verärgert darüber, dass sie nicht in der Lage waren, die Wirtschaftskrise, bei deren Entstehung sie mithalfen, auszunutzen, um ein “Welt-Finanzministerium” unter den Vereinten Nationen ins Leben zu rufen. Die Schuld dafür geben sie dem “zunehmenden Nationalismus” und fragen sich, “wie diese Leute über all dies Bescheid wissen konnten,” so Zeugen im Hotel der Trilateralen Kommission.«


Der Umstand, dass Aktivisten von We Are Change Ireland in der Lage waren, ein Mitglied der Trilateralen Kommission hereinzulegen und ihn bezüglich der Agenda der Globalisten zum Reden zu bringen, ist erstaunlich. Wie jüngst durch Mitglieder vom Sovereign Independent nochmals unter Beweis gestellt wurde, die David Rockefeller während desselben Treffens in Dublin konfrontierten, genießen die Trilateralen nicht dieselben massiven Sicherheitsmaßnahmen, die der Bilderberg-Gruppe während ihres jährlichen Treffens zugestanden werden.

Barack Obamas Regierung unternimmt in manchen Menschenrechtsfragen weniger als die Bush-Administration

01.02.2010

In der vergangenen Woche jährte sich die erste außenpolitische Initiative, die Präsident Obama nach seinem Amtsantritt unterschrieb: Er machte drei Verfügungen bekannt, in denen er die Schließung des Internierungslagers Guantanamo anordnete, außerdem die Aussetzung bestimmter CIA-Befragungstechniken sowie die Überprüfung der gesamten US-Gewahrsamspolitik und aller Rechtsauffassungen der Regierung dazu. Die Verfügungen trafen in Europa auf breiten Zuspruch. Sie wurden dort gepriesen, weil in ihnen zum Ausdruck komme, dass sich die USA wieder dem internationalen Recht verpflichtet fühlten.

Ein Jahr darauf hat die Obama-Regierung jedoch Schwierigkeiten, die drei Verfügungen umzusetzen und sie setzt viele andere Methoden der Bush-Regierung fort, darunter viele, die in Europa höchst umstritten sind. Auf anderen Gebieten, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof oder der Befolgung der Regeln des Haager Gerichtshofs, war die Obama-Regierung sogar weniger kooperativ als ihre Vorgängerin.

http://blogs.taz.de/zeichenblog/files/2008/07/obama-web1.jpg
Warum hat Obama sein selbst auferlegtes Ziel verpasst, Guantanamo innerhalb eines Jahres zu schließen?

Weil der Kongress – trotz einer breiten Mehrheit der Demokraten in beiden Häusern – Gesetze verabschiedet hat, die den Präsidenten daran hindern, Inhaftierte in die Vereinigten Staaten zu verlegen. Obama hat zwar die Sanierung eines Gefängnisses in Illinois angeordnet, damit es die Inhaftierten beherbergen kann. Doch es ist unwahrscheinlich, dass Guantanamo in diesem Jahr, einem Wahljahr, dichtgemacht wird – und es wird womöglich nicht einmal innerhalb der nächsten drei Jahre geschlossen, weil es viel innenpolitischen Widerstand dagegen gibt.

Die höchst umstrittenen Befragungstechniken der CIA sind zwar nicht wieder aufgenommen worden, doch die Verhaftung des nigerianischen Studenten Umar Abdul Muttalab, der an Weihnachten die Maschine nach Detroit sprengen wollte, entzündete Meinungsverschiedenheiten zwischen Polizisten und Geheimdienstlern über Befragungstechniken.

http://www.sindhtoday.net/imgs/3/obama_1398158.jpg
Präsident Obama hat viele Methoden der Bush-Regierung übernommen. Er betont, dass sich die Vereinigten Staaten weiterhin im “Krieg” mit Al-Qaida befinden, und auch er setzt Militär ein, um Mitglieder von Al-Qaida und Taliban festzunehmen oder zu töten (mit Hilfe von Drohnen oder anderer Mittel). Und dies ganz gleich, wo auf der Welt sie sich befinden.

Auch beansprucht die Obama-Regierung das Recht, Al-Qaida-Mitglieder und Taliban unbegrenzt und ohne Gerichtsverfahren festzusetzen – übereinstimmend mit dem Kriegsrecht. Er behandelt sie also nicht wie gewöhnliche Kriminelle: Vergangene Woche hat das Justizministerium angekündigt, dass 50 Gefangene von Guantanamo zu gefährlich sind, um sie gehen zu lassen, und dass sie daher auf unbestimmte Zeit und ohne Prozess festgehalten werden. Zwar kündigte das Ministerium im Dezember an, Khalid Sheikh Mohammed und andere Planer des 11. September vor dem Bundesgericht in New York anzuklagen; aber schon im Mai vergangenen Jahres gab Obama bekannt, andere Terrorverdächtige vor Militärkommissionen anzuklagen, also jenen Organen, die von Menschenrechtsgruppen und vielen Europäern so geschmäht werden.

Und am 24. August kündigte die Regierung in Gestalt einer Task Force des Justizministeriums leise an, dass sie die Praxis fortsetzen will, Terrorverdächtige zu ergreifen und außerhalb des gesetzlichen Rahmens in die Vereinigten Staaten (oder auch von einem Land in ein anderes) zu bringen. Sie stellte lediglich sicher, dass die Gefangenen nicht dem Risiko ausgesetzt sind, gefoltert zu werden.

Dass die Obama-Regierung diese umstrittenen Methoden gegen alle Erwartungen fortführt, bedeutet für Europa ein Dilemma.

Werden die Regierungen Europas das ignorieren, nur weil sie Obama mögen? Können sie nichts sagen, weil er farbig ist? Oder werden sie, nachdem die Flitterwochen vorbei sind, mit dieser Regierung genauso kritisch umgehen wie mit der Vorgängerin?

Europa stellt hoffentlich bald fest, dass ein Präsident, den sie bewundern, weitermacht mit Methoden, die sie verabscheuen. Zudem hat sich die Obama-Regierung dem Völkerrecht und internationalen Institutionen weniger verpflichtet gezeigt, als viele Europäer es erwartet hatten.

Und anders als ihre Vorgängerin hat die Obama-Regierung auch nichts getan, um Entscheidungen des Haager Gerichtshofs umzusetzen: Sie lässt nicht die Todesurteile gegen Menschen überprüfen, denen die konsularische Betreuung verweigert wurde. Und sie unternimmt wenig, um mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammenzuarbeiten.

http://skeptisys.files.wordpress.com/2009/05/bush_obama_s_20081111.jpg?w=450

Präsident Barack Obama hat übrigens die Bushs am Morgen des 30. 1. 2010 im Oval Office empfangen: Anwesend waren der ehemalige Präsident George H. W. Bush und sein Sohn, Floridas ehemaliger Gouverneur Jeb Bush. Zwei Wochen davor war Jebs Bruder, George W. Bush im weißen Haus. Als Grund wurde “soziale Notwendigkeit” wegen der Vorkommnisse in Haiti angegeben. Die Anwesenheit der Bushs war daher unerwartet und hat deshalb nur etwa eine halbe Stunde gedauert.

Offener Brief an Xe/Blackwater

22.01.2010

Offener Brief an
Erik Prince, Gary Jackson, Cofer Black,
Chris Taylor, Robert Richter, Brian Bonfiglio

und die weiteren verantwortlichen Manager
des XE-Konzerns (früher BLACKWATER)

Sehr geehrter Herr Prince,
sehr geehrter Herren des Managements,

am 14. März 2009 wurde in Berlin im Rahmen einer öffentlichen Tagung unserer Stiftung der von uns ausgeschriebene internationale Schmähpreis „Black Planet Award“ des Jahres 2008 vergeben. Er ging an Sie, das verantwortliche Management Ihres Konzerns.

Unsere Stiftung stützte sich bei ihrer Entscheidung auf die seit Jahren in der internationalen Öffentlichkeit bekannten Fakten, auf die von Friedens- und Menschen-rechtsgruppen in aller Welt zusammengetragenen Informationen, auf öffentlich vorliegende Dokumente und nicht zuletzt auf die von Ihrem Konzern veröffentlichten Materialien.

Zusammengefasst begründet „ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie“ ihre Entscheidung wie folgt:

In der ebenso aggressiven wie menschenverachtenden Unternehmensstrategie Ihres Konzerns werden die kapitalbasierte Macht globaler Unternehmen und die damit verbundenen ökologischen und sozialökonomischen Folgen besonders deutlich. Ihr XE-/BLACKWATER-Konzern ist die wohl perverseste Variante des auf Ausbeutung von Mensch und Umwelt basierenden Profitsystems.

Als weltweit führendes Killer-Unternehmen mit Hauptsitz in Moyock/USA sind Ihre Söldner überall auf der Welt im Einsatz. Dabei werden sowohl Menschenrechte und ethische Abkommen mit Füßen getreten, als auch soziale Gefüge geschädigt und die Ökologie im großen Stil ruiniert. Es wird auch gefoltert und getötet.

Rechtsfreiheit für XE-Söldner

Vorfälle in verschiedenen Teilen der Welt machen die Unmoral Ihres Unternehmens deutlich. Immer wieder gerät XE (früher BLACKWATER) deshalb in Konflikt mit Organisationen, die sich gegen Krieg und Ausbeutung, Umweltzerstörung und Zerstörung sozialer und demokratischer Strukturen wehren. Obwohl Ihre Organisation und Ihr Personal nahezu totalen Schutz vor juristischer Verfolgung genießen, mussten Sie, Herr Prince, sich dennoch bereits vor Gericht verantworten.

1997 von Ihnen, Herr Prince, gegründet, gehört XE/BLACKWATER zu den größten der privaten Killer- und Kriegsunternehmen der Welt. Untergliedert in 10 Abteilungen (woran sich im Rahmen der Umstrukturierung von BLACKWATER zu XE durchaus Änderungen ergeben haben können), waren im Jahr 2006 bereits rund 23.000 Privatsoldaten in neun Ländern für Ihren Konzern im Einsatz. Ihr Unternehmen unterhält versteckte Kontaktbüros in aller Welt, um Aufträge mit den Regierungen zu arrangieren. Im Irak haben Sie ab 2003 mitkämpfen lassen. Dort gehören Ihre Söldner zu den ca. 180.000 Angestellten von Militärfirmen, die dort „arbeiten“. Auch in die umkämpfte Darfur-Region im Sudan haben Sie Ihre Kämpfer entsandt und aktuell planen Sie Einsätze vor der Küste Somalias.

300 Prozent Wachstum

In den letzten drei Jahren wuchs Ihr Unternehmen jeweils um 300 Prozent. Seit dem 11. September 2001 blüht Ihr Geschäft. Sie werben Soldaten aus regulären Armeen ab, wobei Sie gerne die Militärs ehemaliger faschistischer Diktaturen wie der chilenischen oder auch des südafrikanischen Apartheid-Regimes nehmen. Sie „sind sehr professionell und passen gut in unser System“, kommentieren Sie wörtlich, Herr Jackson.

Selbst die NATO ist für Sie eine Konkurrenz, die Sie gerne aus dem Markt drängen würden. Sie, Herr Black, sagten: »Wir haben das Potenzial, Sicherheitsoperationen für einen Bruchteil der Kosten einer Nato-Operation durchzuführen.«

Inzwischen ist auch der Zivilbereich Ihr Kampffeld. Nach dem Hurrikan Katrina waren Ihre Leute in New Orleans im Einsatz. Ihr Unternehmen trainiert Hunde für Drogen, Sprengstoff etc. Sie, Herr Prince meinen: »Ich habe den Film „Rwanda Hotel“ gesehen, und mir ist schlecht geworden. Und ich frage: Warum haben wir das zugelassen? Wir können beim nächsten Mal etwas machen, und zwar ohne große US-Intervention. Wir können eine multinationale Brigade stellen, die aus Professionellen besteht!« Entsprechend drängen Sie neuerdings auf UN-Missionen.

Interesse an UN-Missionen

Da Ihre Aktivitäten mehr und mehr in die Kritik geraten, versuchen Sie „war-washing“, indem Sie in irreführender Weise den Interessenverband der privaten Killer- und Kriegsfirmen „International Peace Operations Association“ (IPOA) nennen und das Logo mit einem niedlichen schlafenden Löwen assoziativ an die Disney-Figuren aus „Der König der Löwen“ anlehnen. Mit einer professionellen Imagekampagne versuchen Sie das rauhbeinige Söldner-Image von BLACKWATER abzulegen und sich von einer schießwütigen Desperado-Truppe zu einer Organisation zu wandeln, die „Stabilität fördern und Frieden sichern“ will – auch und gerade bei humanitären Einsätzen.

Infames war-washing

Wiederholt bot sich XE/BLACKWATER für die Aufstellung einer schnellen Eingreiftruppe in Darfur und anderen Krisenregionen der Welt an. Auf der Tagung „Militärdienstleister auf dem Schlachtfeld: Zur Zukunft der Verteidigungsindustrie“ hielten Sie, Herr Black, im Sommer 2007 ein Referat, in dem Sie in zynisch-verlogener Weise erklärten: „Wir müssen Moral, Ethik und Integrität in den Mittelpunkt rücken. Darauf kommt es an. Wir sind keine Scharlatane. Wir sind keine Betrüger. Wir glauben an diese Werte. Wir haben ethische Prinzipien. Und deshalb werden wir immer weiter wachsen“ (nach: Scahill 2008: 300). Höhepunkt Ihres war-washings ist, dass Sie den nach dem unter irakischen Zivilisten angerichteten Massaker mit Blut getränkten Firmennamen BLACKWATER zu tilgen suchen und in XE umfirmieren. In der Hoffnung, Ihre Verbrechen damit vergessen zu machen.

Rund 40.000 Personen durchlaufen jährlich auf Ihrem Trainingsgelände, das zu den größten der Welt zählt, die XE/BLACKWATER-Ausbildung für ausländische Militärangehörige und Privatpersonen. Auch Polizisten aus Deutschland, die sich auf Auslandseinsätze vorbereiten, und griechische Sicherheitskräfte für die Olympischen Spiele in Athen (2004) befanden bzw. befinden sich darunter. Aber auch aserbaidschanische Kommandoeinheiten und Personal des afghanischen Innenministeriums.

Eigene Luftstreitmacht

Sie verkaufen und betreiben selbst entwickelte Ausrüstung für Schießplätze sowie selbst entwickelte gepanzerte Fahrzeuge. Sie verfügen über eine Luftflotte, eigene Start- und Landebahnen und entwickeln ein eigenes ferngesteuertes Überwachungsluftschiff. Ihr Unternehmen, das mit der US-Regierung durch teilweise geheime Verträge über viele Hundert Millionen Dollar verbunden ist, gilt Bewunderern wie Kritikern als eine Art „Prätorianergarde der Regierung im Krieg gegen den Terror“ (Scahill 2008: 269). XE/BLACKWATER, das über 90% seiner Einnahmen durch Staatsaufträge erzielt, stellte u.a. die Leibwächter der amerikanischen Zivilgouverneure im besetzten Irak, sicherte den Zugang zum Flughafen und erfüllt in Afghanistan und in Anrainerstaaten geheime Missionen.

Mehrere Massaker an unbewaffneten Zivilisten in besetzten Gebieten, gescheiterte Operationen und die von XE/BLACKWATER nie kommentierte, aber immer besser belegte Kooperation mit geheimen Verschleppungsaktionen der CIA, ließen seit 2004 die Frage der rechtlichen Verantwortlichkeit von XE/BLACKWATER-Beschäftigten, der (un-)gewollten politischen Folgen ihres Auftretens sowie Ihrer Geschäftspraktiken nicht mehr verstummen und beschäftigte den US-Kongress, die Gerichte und die weltweite Öffentlichkeit.

Private Kriegsdienstleister wie Ihr Unternehmen ermöglicht es Regierungen wie Privatleuten, nach Belieben Invasionen, verdeckte Operationen, Okkupationen und Staatsstreiche anzuordnen. Todesfälle bei Einsätzen rufen keine öffentliche Empörung hervor. Die Bevölkerung sieht sich nicht so tangiert wie bei regulären militärischen Operationen etwa mit Wehrpflichtigen. Das sind Chancen für diejenigen, die das Geld und das Interesse haben, sich solcher Hilfen zu bedienen.

Religiöser Fanatismus

Aber es ist zugleich die Zerstörung der menschlichen Sicherheit, des Friedens und der Menschenrechte. Der Krieg, der mit Hilfe vor allem Ihres Unternehmens – ohne Einhaltung des internationalen Rechts – geführt wird, führt zur Vermischung von Militär und Zivil, von Kombattanten und Nichtkombattanten. Die Konsequenz ist die noch größere Verwilderung der Bestie Krieg.

Ihr Unternehmen steht über dem Gesetz, ist der Kontrolle des Parlaments entzogen und höhlt das Gewaltmonopol des Staates aus. Sie sind eine Gefahr für die Demokratie.

Sie, Herr Prince, sind zudem ein religiöser fundamentalistischer Fanatiker, der u.a. im Vorstand der christlichen Hetz-Organisation „Christian Freedom International“ sitzt, die extrem militant auftritt und rücksichtslos missioniert. Sie legen die Lunte für religiös motivierte Kriege und Gräuel. Sie vertreten rassistische Standpunkte und unterminieren das friedliche Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Religionen, Kulturen und Weltanschauungen. Ihre Familie, Herr Prince, gehört zu den Schattendynastien, jenen wirtschaftlich mächtigen Familienclans, die im Hintergrund die Fäden ziehen. Immer wieder spenden Sie große Summen für christlich-fundamentalistische Vereinigungen und extrem konservative Politiker. Sie gehören zu den „Theokonservativen“, die radikalen, christlichen Glauben, wirtschaftsliberales Denken mit den außenpolitischen Zielen der Neocons vermengen.


Gefahr für die Menschheit

Für diese herausragende Leistung destruktiver Ethik stellt „ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie“ Sie, Herr Prince, Herr Jackson, Herr Black, Herr Taylor, Herr Bonfiglio, Herr Richter, Herr Bertelli und alle weiteren verantwortlichen Management von XE/BLACKWATER mit dem „Black Planet Award 2008“ an den internationalen Pranger. Sie stellen nicht nur eine Gefahr für den Frieden und die Menschenrechte dar, sondern auch für die Demokratie und die Menschheit insgesamt. Sie als verantwortliche Kapitalbesitzer und Manager betreiben in herausragend erschreckender Weise den Ruin unseres Blauen Planeten. Aus purer Profitgier und ideologisch erschreckend gefährlicher Verblendung.


Sie stehen in einer zunehmend auf den Profit als einzigem Kriterium jeglicher Entscheidung und Entwicklung ausgerichteten Welt als wenige Mächtige der Masse der Menschheit und der Umwelt gegenüber und diktieren deren Lebens- und Existenzbedingungen. Selbstherrlich und zunehmend keinerlei Gesetzen und Gerichtsbarkeit unterworfen agieren Sie in maßloser Profitgier einzig zum Vorteil der persönlichen Bereicherung. Sie treten Moral und Ethik mit Füßen und nehmen den Untergang des Planeten als „Schwarzer Planet“ in Kauf. Sie zeigen das, was gemeinhin Rücksichtslosigkeit und Egoismus genannt wird. Sie sind diejenigen, die das empfindliche Pflänzchen menschlicher Ethik mißachten und schänden.

Schluss mit XE/BLACKWATER

Auch soll nicht unerwähnt bleiben, dass der mit dem „Black Planet Award 2008“ an Sie, die Verantwortlichen des XE-/BLACKWATER-Konzerns, verbunden ist mit dem „Blue Planet Award 2008“ an den Träger des Alternativen Nobelpreises José Abreu und den Präsidenten der Bolivarischen Republik Venezuela Hugo Chávez. Im Gegensatz zu Ihnen, die Sie unseren Blauen Planeten in verantwortungsloser Weise gefährden und ruinieren, setzen sich Herr Abreu und Herr Chávez mit ihrem Projekt „Sistema“ in herausragender Weise für Erhalt und Rettung unseres Blauen Planeten ein.

Wir fordern Sie auf, nehmen Sie sich für Ihr persönliches Engagement ein Beispiel an Menschen wie José Abreu und Hugo Chávez. Beenden Sie Krieg, Ausbeutung und Ruin von Mensch und Umwelt durch den XE-/BLACKWATER-Konzern. Stellen Sie soziale Gerechtigkeit und die Menschenrechte im Unternehmen selbst und im Umfeld sicher. Bewahren Sie die Ökologie und Frieden. Nutzen Sie Ihr Geld statt zur Profit-Jagd für ethische Investments und Solidar-Projekte, wie es z.B. auch unmißverständlich und gemeinsam alle christlichen Kirchen der Welt in dem unbefristeten ökumenischen „verbindlichen Prozess des Erkennens, Lernens und Bekennens (processus confessionis) / Wirtschaft(en) im Dienst des Lebens“ fordern.

Dies ist der mit dem „Black Planet Award 2008“ verbundene Appell von „ethecon – Stiftung Ethik & Ökonomie“ an Sie, die Besitzer und verantwortlichen Manager des XE-/BLACKWATER-Konzerns.

Mit freundlichen Grüßen
Axel Köhler-Schnura (Vorsitzender des Vorstands)
Elke von der Beeck (Vorsitzende des Kuratoriums)


Deutscher Waffenhersteller
HECKLER & KOCH
rüstet BLACKWATER aus
1
2

Siehe auch:
Jürgen Grässlin – Allein gegen die Waffenindustrie
Die Bilder des Krieges, die nicht für uns bestimmt sind

Die Bilder des Krieges, die nicht für uns bestimmt sind

22.01.2010

4. Jänner 2010, von Chris Hedges
(”The Pictures of War You Aren’t Supposed to See”, Truthdig)

Frei übersetzt und in eckigen Klammern mit Ergänzungen versehen
von Juliane Dorloff (14. Jänner 2010, Zeitkritiker.de)

Der Pulitzerpreis-Gewinner Chris Hedges schreibt über die blinde Verehrung eines Mythos, welcher bewusst von den Handlangern der Kriegstreiber – dem Staat und der Presse – aufrecht erhalten wird.

Krieg ist brutal und unpersönlich. Er täuscht der Phantasie Heldentum und die Absurdität utopischer Ziele wie Demokratie vor. Die heutige Art der Kriegsführung kann mit einem Schlag dutzende, ja sogar hunderte von Menschenleben auslöschen, die ihren Angreifer nie gesehen haben. Die Zerstörungskraft der technisch hochgerüsteten Waffen ist willkürlich und erschütternd. Sie können Wohnblocks in Sekundenschnelle niederreißen, welche jeden unter sich begraben und zerschmettern. Sie können ganze Dörfer zerstören und sprengen Panzer, Flugzeuge und Schiffe. Diejenigen, die so etwas überleben, haben anschließend schreckliche Verbrennungen, sind blind oder ihre Gliedmaßen müssen ihnen amputiert werden, sie leiden lebenslang an Schmerzen – von den psychischen Traumata einmal abgesehen. Niemand, der diese Art der Kriegsführung am eigenen Leibe erlebt, kehrt als derjenige zurück, der er einmal war. Und wenn man solche Waffen erst benutzt, werden all die Phrasen über Menschenrechte zu einer Farce.

In Peter van Agtmaels und Lori Grinkers Büchern  “2nd Tour Hope I Don’t Die” und  “Afterwar: Veterans From a World in Conflict,” zwei unvergesslichen und tiefbewegenden Büchern der Kriegs-Fotografie, können wir Bilder betrachten, welche meistens vor der Öffentlichkeit versteckt werden. Diese Fotos sind nur ein Schatten der Wirklichkeit für diejenigen, die den wirklichen Krieg ertragen müssen und komplett mit dem ganzen Ausmaß dieses Alptraums konfrontiert werden, aber sie sind zumindest ein Versuch, die Grausamkeit des Krieges zu demaskieren.

“Über neunzig Prozent des Körpers dieses Soldaten war verbrannt, als eine Bombe am Straßenrand sein Fahrzeug traf, den Benzinkanister in Flammen aufgehen ließ und zwei andere Soldaten zu Tode verbrannte,” lautet die Beschriftung eines Fotos von einem verbrannten Körper eines Soldaten in einem Operations-Saal in Agtmaels Buch. “Seine Tarnuniform  hing über dem Bett, aufgerissen von den Erste-Hilfe-Kräften, welche ihn im Helikopter behandelt hatten. Klumpen seiner Haut haben sich abgeschält, und was übrig geblieben war,  war durchscheinend. Er war nicht bei Bewusstsein, doch er öffnete seine Augen für einige Sekunden. Als er von der Krankenhausbahre auf das Bett der Notaufnahme gelegt wurde, schrie er ‘Daddy, Daddy, Daddy, Daddy,’ dann ‘Macht, dass ich schlafe, bitte, macht, dass ich schlafe.’ Es war noch ein anderer Fotograf in der Nofallaufnahme, und er hob seine Kamera über die medizinischen Geräte, um eine Nahaufnahme von oben zu bekommen. Der Soldat schrie: ‘Nimm die verdammte Kamera aus meinem Gesicht!’  Das waren seine letzten Worte. Ich besuchte sein Grab einen Winternachmittag sechs Monate später,” schreibt Agtmael, “und die Szene seines Todes begleitet mich ständig.”


“Als der Jeep Feuer fing, waren drei von uns im Wageninneren,”
wird der israelische Soldat Yossi Arditi in Grinkers Buch zitiert, als er von dem Moment berichtet, in dem ein Molotov-Cocktail in seinem Fahrzeug explodierte. “Der Benzintank war voll und kurz davor zu explodieren, meine Haut hing an meinen Armen und an meinem Gesicht runter – aber ich hatte meine Geistesgegenwart noch nicht verloren. Ich wusste, niemand konnte kommen, um mir zu helfen, dass mein einziger Ausweg durch das Feuer an den Türen war. Ich wollte meine Waffe nehmen, aber ich konnte sie nicht anfassen, weil meine Hände brannten.” [Wenn Sie längere Auszüge von "Afterwar" auf Englisch mit einer Einleitung von Chris Hedges lesen möchten, klicken Sie hier]

Arditi verbrachte sechs Monate im Krankenhaus. Alle zwei bis drei Monate muss er sich operieren lassen, um die 20 Operationen in den nächsten drei Jahren.

“Leute, die mich sehen, sehen, was Krieg wirklich anrichtet,” sagt er.

Die meisten Bilder aus Kriegsfilmen und die meisten Kriegsfotos verdeutlichen uns nicht die vor Angst bebenden Herzen, den abscheulichen Gestank, den ohrenbetäubenden Lärm  und die Abgeschlagenheit des Schlachtfeldes. Solche Bilder verdrehen die Bestürzung und das Chaos in eine kunstvolle Kriegserzählung. Sie wandeln Krieg in Pornografie um. Soldaten und Marines, besonders diejenigen, die niemals einen Krieg gesehen haben, kaufen einige Dosen Bier und schauen sich Filme wie “Platoon” an, Filme, die von sich behaupten, Krieg zu verurteilen, und doch feiern sie die verachtenswerte Zerstörungskraft der Waffen. Die Realität von Gewalt sieht anders aus. Alles, was von Gewalt gestaltet wird, ist sinnlos und nutzlos. Es existiert ohne Zukunft. Es hinterlässt nichts als Tod, Trauer und Zerstörung.

Chroniken des Krieges, solche wie diese beiden Bücher, die Bilder und Szenen des Nahkampfes meiden, beginnen die Realität des Krieges einzufangen. Die Auswirkungen des Krieges sind, was der Staat und die Presse, die Handlanger der Kriegstreiber, so krampfhaft versuchen, vor uns zu verbergen. Wenn wir einmal wirklich Krieg sehen würden, was Krieg jungen Seelen und Körpern antut, würde es schwerer werden, den Mythos vom Krieg aufrecht zu erhalten. Wenn wir vor den zerstümmelten Leichen der acht Schulkinder, welche eine Woche zuvor in Afghanistan getötet worden sind, stehen müssten und die Klagen ihrer Eltern mit anhören müssten, wären wir nicht länger in der Lage, die Klischees zu wiederholen, von wegen Frauenbefreiung in Afghanistan und den afghanischen Menschen die Freiheit bringen. Das ist der Grund, warum Krieg vorsichtig bereinigt wird. Das ist der Grund, warum wir zwar erfahren, dass Krieg pervers und erschütternd ist, aber die Konsequenzen, die Krieg mit sich bringt, nicht gezeigt bekommen. Die mythischen  Vorstellungen, die  Krieg umgeben,  lassen ihn heldenhaft und unterhaltsam wirken. Und die Presse ist genauso schuld daran wie Hollywood. Während der Irak-Krieg begann, fütterte uns das Fernsehen mit aufregenden Bildern der Truppen und verbarg vor uns die Auswirkungen von Geschossen, Panzerschüssen, Splitterbomben und Artilleriegeschossen. Wir durften ein bisschen von der Kriegs-Euphorie kosten, aber wurden davor geschützt, zu sehen, was Krieg tatsächlich anrichtet.

Die Verwundeten, die Krüppel und die Toten werden  in dieser riesigen Scharade schleunigst von der Bühne geschoben. Wir sehen sie nicht. Wir hören sie nicht. Sie sind  verdammt wie ruhelose Geister an der Grenze unseres Bewusstseins umherzuschwirren, ignoriert, sogar beschimpft. Die Botschaft, die sie uns  mitteilen wollen, ist zu schmerzhaft für uns, um zuzuhören. Wir ziehen es vor, uns selbst und unsere Nation zu feiern, den Mythos von Ruhm, Ehre, Patriotismus und Heldentum aufsaugend, Worte, die im Gefecht leer und bedeutungslos werden. Und solche deren Schicksal entschieden ist, müssen die Auswirkungen des Krieges erkennen und drehen sich oft um und versuchen zu fliehen.

Saul Alforo, der seine Beine im Krieg in El Salvador verlor, berichtet in Grinkers Buch über den ersten und letzten Besuch seiner Freundin, als er in einem Armee-Krankenhaus lag.

“Sie war meine Freundin während der Militärzeit gewesen und wir hatten geplant, zu heiraten,” sagt er. “Aber als sie mich im Krankenhaus sah – ich weiß nicht genau, was passierte, aber später sagte man mir, als sie mich sah, begann sie zu weinen. Anschließend rannte sie weg und kam nie mehr zurück.”


Die öffentlichen Dankesbezeugungen sind nur für die Veteranen gedacht, die pflichtbewusst von den Skripten ablesen, die ihnen von der Regierung ausgehändigt werden. Die Veteranen, die wir sehen dürfen, sind die, die folgsam und angenehm sind, die, zu denen wir ohne Abscheu aufblicken können, die, welche mit der Lüge leben können, dass Krieg Patriotismus bedeute und unser höchstes Gut sei. “Vielen Dank für Ihren Einsatz,” sagen wir dann. Sie bewahren normalerweise den Mythos, den wir bereit sind, zu verehren.

Gary Zuspann, der in einer sehr abgesiedelten Umgebung bei seinen Eltern Waco, Texas, lebt und am Golfkriegssyndrom leidet, spricht in Grinkers Buch davon, sich wie “ein Gefangener des Krieges” zu fühlen, auch nachdem dieser beendet worden war.

“Letztendlich versetzten sie mir einen Dämpfer und sagten, okay, kümmer dich um dich selbst,” sagt er in dem Buch. “Ich lebte in einer  Phantasiewelt, in der ich dachte, unsere Regierung würde sich etwas aus uns machen und sich um ihre eigenen Leute kümmern. Ich dachte, es stünde in meinem Vertrag, dass, wenn man verstümmelt oder verwundet würde, sich jemand um einen kümmern würde. Jetzt bin ich wütend.”


Ich ging zurück nach Sarajevo, als ich den Krieg der 90er für die New York Times berichtete und fand hunderte von Krüppeln, gefangen in Wohnblocks ohne Aufzug und ohne Rollstühle. Die meisten waren junge Männer, viele ohne Extremitäten, versorgt durch ihre Eltern – die glorreichen Helden – zurückgelassen um zu verrotten.

Überlebende, die nicht den Suizid als letzten Ausweg sahen, trotz Hoffnungslosigkeit. Es haben sich mehr Kriegsveteranen nach dem Vietnam-Krieg umgebracht, als Soldaten in diesem getötet wurden. Die unmenschlichen Eigenschaften, die den Soldaten in Kriegszeiten eingebleut werden, vernichten diese in Friedenszeiten. Das lehrt uns Homer in der Ilias, seinem großartigen Buch über den Krieg, und in der Odyssee, seinem Buch über die lange Reise der Gesundung von professionellen Killern. Viele können sich nicht wieder [in die Gesellschaft] einfügen. Sie können sich nicht wieder mit ihren Frauen und Kinder, Eltern und Freunden auseinandersetzen und ziehen sich in ihre persönliche Hölle der selbstzerstörerischen Qual und Wut zurück.

“Sie programmieren dich darauf, nichts zu fühlen – so, dass, wenn jemand neben dir getötet wird, du nur deine Arbeit weitermachst und die Klappe hältst.”, erzählt Steve Annabell, ein britischer Veteran des Falkland-Krieges, in Grinkers Buch. “Wenn man den Dienst verlässt, wenn man aus solch einer Situation heim kehrt, dann gibt es keinen Knopf, den sie betätigen können, um deine Emotionen wieder einzuschalten. Also läuft man umher wie ein Zombie, sie programmieren einen nicht wieder um. Wenn man zum Problem wird, kehren sie einen einfach unter den Teppich.”

“Um dich dazu zu bringen [der Army] beizutreten, machen sie eine Menge Werbung – sie zeigen Leute, die mit Skiern die Berge runterfahren und großartige Dinge tun -  aber sie zeigen nicht, dass du beschossen wirst und Leute, denen die Beine weggesprengt werden oder die qualvoll verbrennen,” sagt er. “Sie zeigen dir nicht, was wirklich passiert. Das ist einfach Scheiße. Und sie bereiten dich nie darauf vor. Sie können dir das beste Training geben, doch es ist niemals das selbe wie die Realität.”

Wenn der Krieg vorüber ist, haben Veteranen am meisten mit denen gemeinsam, die sie bekämpft haben.


“Niemand kehrt als der selbe aus dem Krieg zurück,”
erzählt Horacio Javier Benitez, der die Briten auf den Falkland-Inseln bekämpft hat und in Grinkers Buch zitiert wird. “Die Person, Horacio, die in den Krieg geschickt wurde, exisitiert nicht mehr. Es ist schwer, Begeisterung für das normale Leben aufzubringen, zu viel wirkt belanglos. Man muss mit Wahnsinn und Depressionen fertig werden.”

“Viele, die in den Malvinas gedient haben,” sagt er, während er den Argentinischen Namen der Inseln benutzt, “haben Suizid begangen, viele von meinen Freunden.”

“Ich vermisse meine Familie,” liest man in Agtmaels Buch auf einer Fotografie, die ein Graffiti auf einer Mauer zeigt. “Bitte Gott, vergib mir die Leben, die ich genommen habe und lass meine Familie froh sein, dass ich nicht nach Hause zurück komme.”

Neben diese Bitte hat jemand einen Pfeil in Richtung des Geschriebenen gemalt und in großen schwarzen Buchstaben “Schwuchtel!!!” geschrieben.

Werft einen Blick  hinter die nationalen Phrasen, die benutzt werden, um Krieg zu rechtfertigen. Werft einen Blick hinter die verführende Wirkung der Waffen und die Zurschaustellung  von Gewalt. Werft einen Blick hinter Barack Obamas lächerliche Rhetorik darüber, den Auftrag zu Ende auszuführen oder den Terrorismus zu bekämpfen. Krieg beginnt mit dem Auslöschen der anderen doch endet schließlich in der Selbstzerstörung. Er korrumpiert die Seelen und verstümmelt die Körper. Er zerstört Häuser und Dörfer und bringt Kinder auf dem Weg zur Schule um. Er zieht alles, was schön und zart und heilig ist, in den Schmutz. Er ermächtigt menschliche Abartigkeiten – Kriegsherren, Schiitische Todes-Truppen, Sunnitische Rebellen, die Taliban, Al Qaeda und unsere eigenen Killer – welche nur in der verachtenswerten Sprache der Gewalt sprechen können. Krieg ist eine Geißel. Er ist eine Plage. Er ist ein industrieller Mörder. Und bevor ihr Krieg unterstützt – besonders den im Irak und in Afghanistan, schaut in die ausgehöhlten Augen der Männer, Frauen und Kinder, die ihn kennen.

Chris Hedges, ein Gewinner des Pulitzerpreises, der für zwei Jahrzehnte über die Konflikte in Zentral-Amerika, Afrika, dem Mittleren Osten und in der Balkan-Region Bericht erstattete, schreibt eine Kolumne, die jeden Montag auf Truthdig veröffentlicht wird. Sein letztes Buch: “Empire of Illusion: The End of Literacy and the Triumph of Spectacle.”

Siehe auch:
“Der Masterplan”
von Juliane Dorloff
Offener Brief an Xe/Blackwater

Maurice Strong, die UN und der Masterplan der Elite – Ein Interview mit Alan Watt

19.01.2010

Alan Watt zu Gast bei Alex Jones
1.7.2009, PrisonPlanet.tv
deutsche Untertitel: Persiana451




Sanaa erklärt “Al-Kaida” den offenen Krieg

15.01.2010

14. Jänner 2010 (Der Standard)

150 Geistliche drohen mit Dschihad

Bürger sollen mit Sicherheitskräften zusammenarbeiten

Suche nach 25 verdächtigten Al-Kaida-Kämpfern geht weiter

SANAA - Der Jemen hat der Extremistenorganisation Al-Kaida den Krieg erklärt. “Die Sicherheitskräfte beginnen einen großangelegten Feldzug gegen Al-Kaida-Kämpfer, wir sind mit ihnen im offenen Krieg”, sagte ein auf Anonymität bestehender Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Für den Fall einer militärischen Einmischung aus dem Ausland drohten 150 jemenitische Geistliche mit der Ausrufung des Heiligen Krieges.

Die Bürger des arabischen Landes wurden zur Zusammenarbeit mit den Sicherheitskräften aufgerufen. Extremisten dürfe kein Unterschlupf gewährt werden, hieß es in einem Bericht, der unter Berufung auf Sicherheitskreise auf einer Internetseite der Regierung erschien.

Auf der Suche nach 25 verdächtigten Al-Kaida-Kämpfern, die nach Razzien im Südosten des Landes geflohen waren, durchkämmten Sicherheitskräfte unterdessen mit Hubschraubern eine Bergregion. Der Jemen steht seit dem vereiteltem Anschlag auf ein US-Passagierflugzeug im Fokus der internationalen Terrorismusbekämpfung. Der Attentäter hatte dort eigenen Angaben zufolge Sprengsatz und Ausbildung erhalten.

Das Land leidet jedoch unter politischer Instabilität und einer schwachen Wirtschaft. Der jemenitische Außenminister bat am Donnerstag um Hilfe für sein Land. Vier Milliarden Dollar seien notwendig, um die Wirtschaft in den Griff zu bekommen.

Für den Fall eines Einsatzes ausländischer Truppen rief unterdessen eine Gruppe von 150 jemenitischen Geistlichen zum Dschihad auf. Sollte sich ein fremdes Land zum militärischen Eingreifen im Jemen entscheiden, verlange der Islam, dass seine Gläubigen den Kampf im Sinne der Religion aufnähmen, heißt es in einer Erklärung. Hintergrund ist unter anderem die Forderung eines hochrangigen Außenpolitikers der Partei von US-Präsident Barack Obama, der amerikanische Militärangriffe auf Extremisten in dem arabischen Land gefordert hatte.

Im Norden des Landes töteten derweil Angehörige eines regierungstreuen Stammes zehn schiitische Rebellen. Die Aufständischen hätten zuvor versucht, Stellung in einer Ortschaft in dem Landesteil Stellung zu beziehen, teilte das Innenministerium in Sanaa weiter mit.  (Reuters)

“Die Wahrheit ist, es gibt keine islamische Armee oder Terroristengruppe namens Al-Kaida. Und jeder informierte  Nachrichtenoffizier weiß das. Aber es gibt eine Propagandakampagne,  die die Öffentlichkeit von der Existenz einer  identifizierbaren Entität überzeugen soll, die den ‘Teufel’ repräsentiert, um den Fernsehzuschauer dazu zu bringen, eine zentrale, internationale Führung im Kampf gegen den Terror zu akzeptieren. Das Land, das diese Propaganda verbreitet, ist die USA…” Robin Cook, ehemaliger britischer Aussenminister



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