Archive for the ‘Chemtrails & Geoengineering’ category

[DOKU] Wer hat Angst vor Wilhelm Reich?

17.04.2011

Wilhelm Reich (24. März 1897 — 3. November 1957) hinterließ ein interdisziplinäres Werk, das weit über die Grenzen der Psychologie oder Psychoanalyse hinausgeht: Auf der Makroebene ragen seine Arbeiten bis hinein in die politische Soziologie; auf der Mikroebene erstrecken sie sich über Biologie, Mikrobiologie bis hin zur Paraphysik. Man kann seine Beschäftigung als jeweils logische und unmittelbare Konsequenz der zuvor erbrachten Ergebnisse aus Forschungsarbeiten betrachten, die bei der Frage nach dem Verständnis und der Therapie psychischer Beeinträchtigungen ansetzen.

Der heute mögliche Gesamtüberblick über sein Lebenswerk lässt deutlich erkennen, dass ein roter Faden seine Arbeiten durchzieht. Reich beginnt als Psychoanalytiker, beschreibt sehr ausführlich das Vorhandensein der verschiedenen Abwehrmuster des Menschen (Charakterpanzerungen, zunächst psychisch, dann somatisch) und die Möglichkeiten ihrer Auflösung.

Seine konsequente Verfolgung der energetischen Basis (was Freud Libido-Ökonomie nannte, aber nicht weiter verfolgte) führte ihn zur Frage, was denn eigentlich das Lebendige sei, zur Entwicklung der Sexualökonomie und schließlich zur „Entdeckung des Orgons”.

Seine besondere Aufmerksamkeit galt der Erforschung der Krebserkrankungen, seiner Meinung nach eine Erkrankung des gesamten Organismus, der eine gestörte Pulsation des Orgons im Körper zugrunde liege, die wiederum in der Unfähigkeit des Organismus wurzele, sich vollständig den vegetativen Zuckungen im Orgasmus hinzugeben. Diese Unfähigkeit, die orgastische Impotenz des Menschen bzw. ihre Behebung, ist ein Kernpunkt seiner Arbeit.

Zahlreiche Autoren, auch wissenschaftliche Kritiker, bestätigten, dass Reichs Werk durch Stringenz und Logik gekennzeichnet ist (Fragestellung, Forschung, Ergebnisse, neue Implikationen). Die sexuelle Revolution der 1970er Jahre hat sich kaum – und wenn geschehen, dann oft in Verkennung seiner Auffassung von Sexualität – auf Reich berufen.

A 2009
Regie: Antonin Svoboda
Produziert von coop99

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Wilhelm Reich I
mit Herwig Turba & Stefan Reinisch
CROPfm, 30. Juni 2000


Wilhelm Reich II mit Elisabeth Renner & Herwig Turba
CROPfm, 20. Oktober 2000


Orgonise Africa mit Georg Ritschl
CROPfm, 3. Dezember 2010


[DOKU] What In The World Are They Spraying? (deutsche Untertitel)

12.12.2010

Was in aller Welt wird hier versprüht?

Der neue Dokumentarfilm von Michael J. Murphy, Paul Wittenberger und G. Edward Griffin (“The Creature from Jekyll Island”, “World Without Cancer: The Story of Vitamin B17″) über Geoengineering und Chemtrails fasst die Besorgnis über die Machenschaften der Klima-Ingenieure auf eine spannende, aufklärende Art und Weise zusammen. Dieser wichtige Film verleiht der Chemtrail-Kontroverse eine neue Wendung. Endlich werden die Zusammenhänge von „geplanten“ Geoengineering-Projekten und den nachgewiesenen charakteristischen Metallen in Niederschlägen auf der ganzen Welt anschaulich und verständlich aufgezeigt. We Are Change Switzerland bietet exklusiv eine Version mit deutschen Untertiteln.

Regie: Paul Wittenberger
Produziert von G. E. Griffin, M. J. Murphy und P. Wittenberger
Deutsche Untertitel: We Are Change Switzerland

Simulierte Vulkanausbrüche?

19.04.2010

(zusammengestellt von Eva R., We Are Change Austria)

Werden schon länger die Effekte eines Vulkanausbruchs simuliert, um das Wetter zu manipulieren?

Der Ausbruch eines Vulkans kann das Wetter in der Region für mehrere Monate, ein sehr heftiger gar das Weltklima für Jahre verändern.

Die aufsteigende Aschewolke verhüllt die Sonne, Windströmungen verändern sich, die Feuchtigkeit der Luft und der aufsteigenden Gase kondensiert zu Regen. Manchmal fallen statt klarer Tropfen kleine Schlammkugeln herab.

Aschewolken können sich über tausende Kilometer ausbreiten.

Für langfristige klimatische Auswirkungen entscheidend ist vor allem die Menge ausgestoßenen Schwefels. Er wird als Schwefelwasserstoff (H2S) und Schwefeldioxid (SO2) freigesetzt. In der Luft wird Schwefelwasserstoff rasch zu weiterem Schwefeldioxid umgewandelt. Mit Wasser bilden sich daraus feinste Schwefelsäure- Tröpfchen (H2SO4). Sie streuen das einfallende Sonnenlicht und reflektieren einen Teil ins All zurück.

In der Folge nehmen die globalen Durchschnittstemperaturen messbar ab.

Die Säuretröpfchen halten sich in der Stratosphäre sehr hartnäckig, vulkanische Störungen klingen deshalb nur langsam ab.

Nach dem Ausbruch des philippinischen Vulkans Pinatubo im Jahr 1991 sank die globale Temperatur Schätzungen zufolge um etwa ein halbes Grad. Der Ausbruch des El Chichon in Mexiko 1982 soll ein Minus von etwa 0,2 Grad verursacht haben.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30890/30890_1.jpg

Der Ausbruch des Vulkans Pinatubo verursachte eine Aerosol-Schicht in der Stratosphäre und kühlte das Klima ab.

Die Wissenschaftler/innen verweisen auf die Folgen von Vulkanausbrüchen, die ebenfalls eine teils langjährige Abkühlung bewirken können, weil die Asche die Sonneneinwirkung reduziert.

Allerdings wird nicht nur die Temperatur gesenkt, sondern die Niederschlagsmengen können wie im Fall des Vulkanausbruchs von Mount Pinatubo 1991 geringer werden.

Das habe eine Untersuchung der Vulkanausbrüche im 20. Jahrhundert ergeben. Zunächst erhöhe sich der Niederschlag über dem Land aufgrund der erhöhten Treibhausgase leicht, gehe aber dann erheblich zurück, weil aufgrund weniger kurzwelliger Strahlung und eines kälteren Bodens weniger Energie zur Verdunstung vorhanden sei.

Nicht nur die Geoengineering-Vertreter, sondern auch die meisten Klimamodelle würden die Folgen von Vulkanausbrüchen oder erhöhter Treibhausgas-Emissionen auf den Niederschlag zu wenig berücksichtigen. Daher könne man noch nicht verlässlich sagen, wie sich das Abhalten kurzwelliger Strahlung auf die Niederschlagsmengen auswirkt.

(siehe Welsbach-Patent) Es wäre doch viel einfacher, effektiver und vor allem “unauffälliger”, einen Vulkan zu sprengen…

Geoengineering könne daher zu unabsehbaren Risiken von Dürren für bestimmte Regionen führen. Das könne Gewinner und Verlierer schaffen, Kämpfe um das Wasser oder Auswanderungswellen verursachen oder politische Instabilität bewirken.

Auch beim Ausbruch des Laki auf Island im Jahre 1783 wurde eine Abkühlung beobachtet: Die Nordhalbkugel erlebte einen ungewöhnlich strengen Winter.

In Europa und Nordamerika ging zudem das Jahr 1816 als das “Jahr ohne Sommer” in die Wettergeschichte ein. Von April bis September gingen Regen- , Graupel- und Schneeschauer nieder. Ernteausfälle, Seuchen und Hungersnöte rafften hunderttausende Menschen dahin. Als Ursache gilt ein gigantischer Vulkanausbruch in Indonesien ein Jahr zuvor. Geschätzt etwa 100 Kubikkilometer Staub, Asche und Geröll waren beim Ausbruch des Tamboro hochgeschleudert worden.

Vierter KALMAR-Workshop am IFM-GEOMAR

Russische und Deutsche Forscher treffen sich in Kiel

(01.12.2009, Kiel) Nachdem die Proben ihrer drei diesjährigen Expeditionen per Container am Leibniz-Institut für Meereswissenschaften (IFM-GEOMAR) angekommen sind, trafen sich die Teilnehmer des deutsch-russischen Projektes KALMAR (Kurile-Kamchatka and Aleutean Marginal Sea-Island Arc Systems: Geodynamic and Climate Interaction in Space and Time) vom 1. bis 2. Dezember 2009 in Kiel zu ihrem 4. Deutschen Workshop.

Am IFM-GEOMAR tauschen sich die 32 Wissenschaftler aus Potsdam, Bremerhaven, Jena und Hannover sowie aus Moskau, St. Petersburg, Petropavlovsk und Vladivostok über den aktuellen Stand der Arbeiten aus und planen die weitere Auswertung ihres Materials.

Ziel des Projektes, das Prof. Wolff-Christian Dullo vom IFM-GEOMAR aus koordiniert, ist es, das komplexe Geosystem des Kurilen-Kamtschatka-Inselbogens sowie seiner angrenzenden Bereiche zu verstehen.

In der Region befinden sich die weltweit aktivsten Subduktionszonen-Vulkane. Ihre Kraft ist so stark, dass sie das globale Klima beeinflussen können.

Weitere Informationen über KALMAR in englischer Sprache sind unter kalmar.ifm-geomar.de zu finden.

Künstliche Wolken und Staubschwaden in der Atmosphäre – als Schutzschild gegen die Sonnenstrahlung

30.10.2009

16. August 2007 (Welt Online)

Um gegen die Erderwärmung zu kämpfen, denken selbst renommierte Forscher an spektakuläre Maßnahmen: Künstliche Wolken und Staubschwaden könnten in der Atmosphäre als Schutzschild gegen die Sonnenstrahlung dienen. Doch das brächte der Erde Dürre.


Der Staub des Pinatubo senkte vorübergehend die Erdtemperatur

-Ohne die Erdatmosphäre aufzuheizen, könnte das Licht sofort in den Weltraum reflektiert werden.

US-Forscher warnen in den “Geophysical Research Letters” nun aber vor solchen Maßnahmen des “Geoengineering”.

“Unsere Ergebnisse zeigen, dass vermeintliche Lösungen weitreichende Folgen wie Dürren nach sich ziehen könnten”, schreiben Kevin E. Trenberth und Aiguo Dai vom National Center for Atmospheric Research in Boulder (Colorado). Um die Auswirkungen eines künstlichen Vulkanausbruchs und die darauf folgende kühlende Wolkenbildung abzuschätzen, analysierten sie die vorübergehenden Klimaänderungen nach natürlichen Ausbrüchen des El Chichon in Mexiko (1982) und des Pinatubo auf den Philippinen (1991). Der Pinatubo-Ausbruch, bei dem zehn Kubikkilometer Material in Aschewolken bis in 24 Kilometer Höhe aufstiegen, verringerte die einfallende Sonnenstrahlung global um fünf Prozent. Eine zeitweise Abkühlung von 0,4 Grad Celsius war die Folge. Danach verringerten sich jedoch die Niederschläge in weiten Regionen drastisch, weil weniger Wasser aufstieg. Die Staubpartikel fungieren als Kondensationskerne für die Bildung von Wassertröpfchen. Möglicherweise führte die große Partikelzahl auch dazu, dass die Tropfen winzig blieben und sich nicht abregneten.

Derlei Effekte beobachtete man auch bei starkem Smog.
Lokale Dürreperioden waren die Folge.

Das Gleiche könnte auch nach einem künstlichen Vulkanausbruch geschehen. Diese Abschätzung belege, dass ein negativer Effekt durch einen anderen ersetzt werden könnte.

So warnen nicht nur Trenberth und Dai, sondern zahlreiche Klimaforscher vor einem voreiligen Einsatz des Geoengineering. Denn die Wechselwirkungen von Aerosolen in der Erdatmosphäre und mit dem Klima allgemein sind noch lange nicht ausreichend verstanden.

WWF wirbt für Chemtrail-Genozid

29.10.2009

Wetterexperiment über Moskau: Gerät soll Herbstwolken zerstreuen

29.10.2009

22. Oktober 2009 (RIA Novosti)

Moskauer Wissenschaftler planen für den Freitagvormittag ein Experiment zur Zerstreuung der Herbstwolken über dem Zentrum der russischen Hauptstadt.

Wie der Generaldirektor des Unternehmens „Moskauer Komitee für Wissenschaft und Technologien“, Prof. Dr. Dmitri Rototajew, am Donnerstag zu RIA Novosti sagte, wird das Experiment zur Wetterkorrektur im Stadtbezirk Arbat durchgeführt.

„Wir wollen mittels eines elektromagnetischen Impulses die Wolkenschicht über einem Stadtbezirk räumen. Die Anlage unter der Bezeichnung ‚Tschischewski-Kronleuchter’, die zwölf Jahre lang entwickelt worden war, wird gen Himmel gerichtet. Das Gerät wird Ionen ausstrahlen, die auf die Wolken einwirken sollen“, erläuterte Rototajew. Dem Wissenschaftler zufolge werden die Wolken nicht „ausgepresst“, wie üblich, sondern in eine Höhe getrieben, wo sie aufhören Regenwolken zu sein.

Die Wissenschaftler rechnen damit, dass der Himmel über der Versuchszone von rund fünf Quadratkilometern klar wird.

Das Ergebnis werde erst zwei bis drei Stunden nach dem Beginn des Experiments, etwa um die Mittagszeit sichtbar. Dem Wissenschaftler zufolge ist das Gerät, das höchstens so viel Strom wie ein Wasserkocher verbrauche, noch kein „fertiges Produkt“. Diese Anlage könnte laut Rototajew beispielsweise am „Tag der Stadt“ oder während wichtiger sportlicher Wettkämpfe eingesetzt werden.

Mit dem „Tschischewski-Kronleuchter“ könnten Niederschläge beseitigt oder im Gegenteil für Landwirtschaftszwecke herbeiführt werden.

Quelle: http://de.rian.ru/society/20091022/123637555.html

http://3.bp.blogspot.com/_PZnvgQoWvQw/SK91DqUv9zI/AAAAAAAABJU/_PsWkffp3mM/s400/Google_Chemtrails.JPG

Chemtrails über Österreich

13.10.2009

11. Mai 2009, Graz/Eggenberg, Stmk.

9. Juni 2009, Wien

26. September 2009, Staasdorf, NÖ

2009, Vorarlberg

“Wenn der Tag der Reinigung nah ist,
werden Spinnweben hin und her über den Himmel gezogen.”

– überlieferte Prophezeiung der Hopi-Indianer

Hand nach rechts Chemtrails – FAQ

Nina Hagen unzensiert

16.09.2009

nuoviso.tv

Fernsehzuschauer kennen sie nur als die durchgeknallte Rockröhre – doch so haben Sie Nina Hagen wahrscheinlich noch nicht gesehen. Ob Chemtrails, Geheimgesellschaften oder auch der 11. September – mutig spricht sie die Wahrheit aus, und das sogar bei ihrer Geburtstagsfeier am 10./11. März 2008 im BKA Theater Berlin.

Kälte ins Treibhaus: Wie sich die klimatischen Bedingungen auf der Erde mit Kunstgriffen verändern lassen

06.09.2009

6. September 2009 (NZZ Online)

Lange galten technische Eingriffe ins Klimageschehen als Science-Fiction. Jetzt fordern selbst vorsichtige Experten ihre Erforschung. Doch der Ansatz birgt Gefahren.

(von Patrick Imhasly)

Alle paar Tage steigt vom ehemaligen Militärflugplatz in Dübendorf ein Flugzeug auf. Es wurde extra für grosse Flughöhen konstruiert und trägt ein paar hundert Kilogramm Schwefelpartikel bis in die Stratosphäre. 25 Kilometer über Boden entlassen die Piloten die winzigen Teilchen als langgezogene Wolken in die Luft. Sie sollen sich gleichmässig in der Stratosphäre verteilen, die einfallenden Strahlen der Sonne reflektieren und so die Erde wenigstens für eine kurze Zeit vor einer weiteren Überhitzung bewahren.

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Was nach Science-Fiction tönt, könnte schon bald zur Realität werden.
Noch vor wenigen Jahren quittierten seriöse Forscher Ideen mit einen Lächeln, welche vorsahen, die klimatischen Bedingungen auf der Erde mit Kunstgriffen zu unseren Gunsten zu verändern. Heute rufen selbst die Kommentatoren eher zurückhaltender Fachblätter wie «Nature» oder «Science» dazu auf, das sogenannte Geoengineering zumindest als Option im Kampf gegen die Veränderung des Klimas nicht länger zu ignorieren. Und diese Woche ist ein Bericht der Royal Society, der britischen Akademie der Wissenschaften, erschienen, in dem hochdekorierte Professoren empfehlen, die Erforschung des Geoengineerings voranzutreiben.

Laut den Autoren des Berichts geht es aber nicht darum, den Regierungen dieser Welt Mittel in die Hand zu geben, um die lästige Verminderung der Treibhausgasemissionen künftig zu umgehen. Diese Strategie habe weiterhin höchste Priorität.
Aber: «Wenn es uns nicht gelingt, die Kohlendioxidemissionen stark zu reduzieren, gehen wir einer höchst unbequemen Klimazukunft entgegen», sagte der Erdwissenschafter und Leiter der Studie, John Shepard von der University of Southampton.
«Geoengineering könnte dann die einzige Möglichkeit darstellen, um eine weitere Erhöhung der Temperaturen zu verhindern.»

Ein alter Traum
Geoengineering ist keine neue Idee. Als der damalige Präsident Lyndon Johnson 1965 als erster US-Präsident überhaupt ein Briefing über die Gefahren des vom Menschen verursachten Klimawandels erhielt, präsentierte man ihm gleichzeitig die Lösung des Problems –künstliche Eingriffe ins Klimasystem. Später gab es immer wieder Versuche, wenn schon nicht das Klima als ganzes, so doch zumindest das Wettergeschehen zu beeinflussen. Bis Anfang der 1980er Jahre versuchten amerikanische Forscher Hurrikane abzuschwächen, indem sie diese mit Silberiodid versetzten, was die tropischen Wirbelstürme zum kontrollierten Abregnen bringen sollte. Und Militärs träumten davon, mit Hilfe von Bomben Wetterbedingungen zu schaffen, die ihre Kriegspläne begünstigen würden. Alle diese Versuche oder Gedankenspielereien blieben aber ohne nennenswerte Erfolge.
Von den heutigen Vorschlägen für Geoengineering sei viel mehr zu erwarten, schrieben Umwelt-Experten kürzlich in «Foreign Affairs», einem Fachblatt für internationale Politik. Die Interventionen, die es brauche, um das Klima global zu beeinflussen, seien um einiges weniger subtil als jene, die lediglich in lokale Wettermuster eingriffen. Und wenn früher Spinner vorschlugen, unseren Planeten abzukühlen, indem man ihn durch gewaltige Nuklearexplosionen auf eine weiter von der Sonne entfernte Umlaufbahn katapultierte, entwickelt die Forschung heute realistischere Ideen.

IPCC nimmt Thema auf
«In den letzten 2 bis 3 Jahren sind mehrere wichtige Studien über Geoengineering erschienen», sagt Thomas Stocker von der Universität Bern, der im IPCC, dem Klimarat der Uno, als Co-Vorsitzender der Arbeitsgruppe zur Erarbeitung wissenschaftlicher Grundlagen eine wichtige Rolle spielt. Pläne wie das Freisetzen von schwefelhaltigen Partikeln –in der Fachsprache Sulfat-Aerosole – werden deshalb im nächsten IPCC-Bericht im Jahr 2013 eigens diskutiert, wie Klimaphysiker Stocker bestätigt.

Eingriffe in das Klima
Noch steckt die Erforschung des Geoengineerings in den Kinderschuhen, und die Wissenschafter, die sich weltweit damit beschäftigen, finden in einem Seminarraum Platz. «Viele betreiben diese Forschung in ihrer Freizeit», sagt Thomas Peter, Klimaforscher an der ETH Zürich. Trotzdem zeichnet sich schon heute ab, dass jene Ideen am meisten Kühlung versprechen, die den Einfluss der Sonnenenergie verringern wollen, indem sie die Reflektivität der Erde erhöhen. Und dabei stehen die Schwefelpartikel an erster Stelle.
«Man müsste diese Teilchen zwar stets von neuem in die Stratosphäre einbringen, aber das Prinzip funktioniert», sagt Reto Knutti, auch er ein ETH-Klimaexperte.

«Verführerisch billig»
Diese Erkenntnis verdankt die Forschung gigantischen Experimenten, die die Erde von sich aus durchführte. Als der Vulkan Pinatubo in den Philippinen 1991 ausbrach, pustete er gewaltige Mengen von Schwefel in die Atmosphäre. So entstand ein Schutzschild, der zwar nur einen geringen Anteil des Sonnenlichts ins All reflektierte. Das genügte aber, um den ganzen Planeten während eines Jahres um etwa 0,5 Grad Celsius abzukühlen. Aus den gleichen Gründen führte die Eruption des indonesischen Vulkans Tambora 1815 dazu, dass das folgende Jahr in den USA und in Europa als «Jahr ohne Sommer» in die Annalen einging.

Was die Methode mit den Aerosolen in der Stratosphäre besonders attraktiv macht:
Sie wirkt sich nicht nur relativ schnell aus, sie ist auch «verführerisch billig», wie Thomas Peter sagt. Schätzungen besagen, dass es jährlich 10 bis 50 Milliarden Dollar kosten würde, mit dieser Technik die globalen Temperaturen auf das Niveau der vorindustriellen Zeit zu drücken. Die Kosten für nachhaltige Emissionsreduktionen werden auf das Hundertfache veranschlagt. Trotzdem dürfte das Vorhaben höchstens als Notfall-Szenario in Betracht kommen –um Zeit zu gewinnen, falls es nicht gelingt, die Kohlendioxidemission schnell genug zu vermindern.
«Diese Methode ist ein quick and dirty fix [ein Pfusch]» sagt Reto Knutti. «Weil das Grundübel – die hohen Kohlendioxidkonzentrationen in der Atmosphäre – nicht vermindert wird, besteht die grosse Gefahr, dass mehr Probleme entstehen als gelöst werden.»

Die Versauerung der Ozeane wegen des vielen Kohlendioxids in der Luft würde fortschreiten, und grosse Mengen an Sulfaten in der Stratosphäre könnten die Ozonschicht zerstören. Ausserdem steht die Befürchtung im Raum, dass die erhöhte Reflektivität der Erde ihren Wasserhaushalt durcheinanderbringt. Im Fachblatt «Science» warnte die US-Klimawissenschafterin Susan Solomon jüngst eindringlich vor den möglichen Folgen solch tiefer Eingriffe ins Klimasystem: Dürren in den Tropen und stärkere Niederschläge über den Ozeanen.

Sonnenschirme im Weltall
Ähnliche Kühleffekte könnten vielleicht mit «Wolken-Schiffen» erzielt werden, ohne dabei die Ozonschicht zu schädigen. Diese Boote machen die tief hängenden Wolken über den Ozeanen weisser. Dadurch reflektieren die Wolken mehr Sonnenenergie, und die Temperaturen sollten zumindest lokal zurückgehen. Die Wolken-Schiffe sind windgetriebene Aggregate ohne Besatzung. Aus hohen Türmen blasen sie einen feinen Spray von Seewasser in die untere Atmosphäre. Wenn der Spray verdampft, bleiben Salzpartikel aus dem Meerwasser zurück. Sie wirken als Kondensationskeime für Bildung von helleren Wolken. Dieser Ansatz hätte auch den Vorteil, dass man entsprechende Experimente augenblicklich abbrechen könnten, falls die negativen Auswirkungen überhandnähmen.
«Im Moment stellt dieses Konzept ein blosse Hypothese dar», erklärt Reto Knutti. «Ob es jemals funktioniert, ist reine Spekulation.»
Noch viel mehr gilt diese Feststellung für das Vorhaben, riesige Sonnenschirme im Weltall zu plazieren. Theoretisch liesse sich damit fast jede Erwärmung der Erde ausgleichen. Doch die Idee ist «zu teuer, zu komplex und zu unsicher», wie der Bericht der Royal Society diese Woche feststellte. Alle Ansätze, die Sonnenstrahlung in gezieltem Ausmass von der Erde fernzuhalten, sind von einer sicheren Anwendung weit entfernt. Unter den Klimaexperten zeichnet sich indessen der Konsens ab, dass sie nicht nur erforscht werden müssen, sondern dass es für den Umgang mit ihnen auch internationale Regeln braucht.
«Nur so kann ein Missbrauch etwa durch einen Staat verhindert werden», erklärt Thomas Peter. «Ich denke, dass wir eines Tages froh sind, solche Massnahmen gut erforscht zu haben. Dann können wir sie notfalls auch anwenden, statt einem gefährlichen Klimawandel zuzuschauen.»
Reto Knutti hingegen sagt: «Am Ende wird man wohl sagen: Diese Techniken schaffen zu viele Probleme, darum lassen wir besser die Finger von ihnen.»

Das Übel an der Wurzel packen
Versuche, die Erwärmung der Erde aufzuhalten, indem man einen Teil der Sonnenstrahlung ins All reflektiert, sind das eine (siehe Haupttext).

Andere Ansätze wollen das Übel an der Wurzel packen und das Treibhausgas Kohlendioxid gezielt aus der Atmosphäre entfernen:
• Die Düngung der Meere mit Eisen soll das Wachstum von Algen fördern, die Kohlendioxid binden.
• Ingenieure wollen riesige Ventilatoren bauen, die das Kohlendioxid aus der Umgebungsluft absaugen.
• Mit Hilfe von Chemikalien soll Kohlendioxid an Gesteine gebunden werden.
Solche Verfahren sind wenig erforscht und wirken sich nur langfristig auf die globalen Temperaturen aus.

Geoengineering – was utopisch klingt, könnte vielleicht schon bald zur Realität werden.

US-Tankerauftrag wird im Herbst neu aufgelegt

11.08.2009

“Eigentlich erwartete Boeing und Northrop Grumman EADS die überarbeitete Ausschreibung für den KC-135 Tankflugzeugersatz bereits im Juli. Nach neusten Informationen aus dem amerikanischen Verteidigungsministerium wird ein neuer Entwurf Mitte September den Herstellern zugestellt. Die formelle Ausschreibung ist im Oktober zu erwarten. Mit diesem Vorgehen wäre eine neue Bekanntgabe des Siegers im Tankerrennen für Mitte 2010 zu erwarten. Anfangs 2008 wählte die US Air Force das Tankflugzeug von Northrop Grumman EADS zum Testsieger, nach Protesten von Boeing musste die Ausschreibung für den 35 Milliarden Auftrag neu aufgelegt werden. Im Rennen ist Boeing mit einem Derivat des Boeing 767 oder des Boeing 777 und Northrop Grumman EADS mit ihrem abgewandelten A330 Tankflugzeug.” - Fliegerweb.com, 8. August 2009

So schaut eine Boeing KC-135 aus (von Februar 2008)

Das Modell wurde bereits in den 50ern als Tankflugzeug konzipiert, wird aber auch in anderen Varianten hergestellt und umgerüstet und findet in jüngerer Zeit v.a. als Chemtrail-Flieger Verwendung. Wer sich also die Mühe macht, mal durch ein Fernglas hindurch zu schauen, wird feststellen, daß es häufig genau diese Flugzeug-Typen sind, die weltweit Aerosole in Form von Chemtrails über den Köpfen der Menschheit versprühen. Nun plötzlich, nach der Bestellung von 179 Airbus-A330-Tankflugzeugen für die US-Air Force im Wert von 35 Milliarden US-Dollar geht EADS als Sieger aus dem Wettbewerb um den Nachfolger der Boeing KC-135 hervor. Das ist insofern mehr als sensationell, als daß nach amerikanischem Recht Rüstungsaufträge nur an US-Firmen vergeben werden dürfen. Der Auftrag erhält Optionen über die Lieferung einger weiterer hundert(!) Maschinen. Ein Schelm wer Böses denkt. Angela Merkel bezeichnete den Großauftrag des Pentagons als „Riesenerfolg für die europäische Luftfahrtindustrie“ und Nicolas Sarkozy sogar als „historischen Erfolg“.


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