Archive for the ‘Militär’ category

Der arabische Frühling: Alles Zufall oder was?!

04.07.2011

(von Harry)

Was passiert da bitteschön gerade im arabischen Raum, haben die Aufstände wirklich nur das einzige Ziel, endlich Demokratie und Freiheit für die Bürger in diesen Ländern zu bringen? Mitnichten! Wie jetzt bekannt geworden ist, führen die USA mittlerweile sogar Luftschläge im Jemen mit Drohnen und Kampfjets aus. Damit wären wir mittlerweile bei fünf Ländern angelangt, gegen die Amerika offen interveniert. Afghanistan, Irak, Libyen, Pakistan und Jemen. Und dann darf man natürlich nicht die weiteren Länder vergessen, in denen sie Revolutionen und Machtumstürze mithilfe kleinerer verbündeter Gruppen herbeiführen.

Unglaublich:

Wesley Clark, ehemaliger US-General und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, schrieb in seinem Buch “Winning Modern Wars” folgendes:

Als ich 2001 im Pentagon war, rief mich ein bekannter General der ‘military staff officers’ in sein Büro und sagte mir, dass das US-Militär versuchen würde, einen Krieg gegen den Irak zu beginnen. Ich fragte ihn daraufhin: ‘Wieso denn das, gibt es denn neue Hinweise, dass Saddam etwas mit Al Qaida zu tun hat?’, er antwortete mir: ‘Nein nein, es gibt keine neuen Hinweise.’ Er meinte weiter, dass das Verteidigungsministerium den Konflikt mit dem Irak wolle, weil sie ‘vielleicht nicht wissen, was sie sonst tun sollen.’ Dies sagte mir der Militärstabs-Offizier am 20. September 2001, als wir noch nicht einmal Afghanistan bombardierten! Aber das war noch nicht alles. Als ich im November 2001 wieder bei ihm im Büro war und ihn fragte, ob der Plan, gegen den Irak Krieg zu führen, noch immer stehen würde, erwiderte er: ‘Oh, es ist noch viel schlimmer als das’, worauf er ein Schreiben vom Verteidigungsministerium aus seiner Schublade holte welches besagte, dass weitere Länder auf ihrer militärischen Agenda stehen würden, die sie ‘ausschalten’ wollen. Und zwar sei es der Plan, in den nächsten Jahren nicht nur den Krieg im Irak zu beginnen und in Afghanistan weiterzuführen, sie wollen auch noch gegen weitere Länder wie Libanon, Somalia, Sudan, Libyen, Syrien und schlussendlich den Iran vorgehen!!! Als ich an diesem Tag das Pentagon verließ, war ich über diese Nachricht tief besorgt.“

Eventuell wurde der Plan überarbeitet und einige Länder „ausgetauscht“, aber noch ist ja nicht aller Tage Abend. Aber trotzdem wirft das doch gleich ein ganz anderes Licht auf die falschen Terroranschläge des 11. Septembers und den Bericht mit dem Titel „Rebuilding America’s Defenses: Strategies, Forces And Resources For A New Century” der konservativen, rechtsgerichteten Denkfabrik mit dem Namen „Project for the New American Century“ (PNAC). Vorsitzender des PNAC ist William Kristol, ehemaliger Herausgeber des Commentary Magazine. Gegenwärtige und ehemalige Mitglieder sind u.a. auch Mitglieder der Bush-Administration: Donald Rumsfeld, Paul Wolfowitz, Dick Cheney, Jeb Bush, Richard Perle, Lewis Libby, Elliot A. Cohen (Autor des Buches „Soldier, Statesman and Leadership in Wartime“) und Thomas Donnelly, mittlerweile vom Rüstungskonzern Lockheed Martin eingestellt.

Syrien:

In Syrien entwickelt sich mit verdeckter Unterstützung ausländischer Mächte, einschließlich der USA, der Türkei und Israel, ein bewaffneter Aufstand. Bewaffnete Aufständische, die der Muslimbruderschaft zuzuordnen sind, haben die Grenze nach Syrien aus Richtung Türkei, des Libanon und Jordaniens überschritten. Das amerikanische Außenministerium bestätigte, dass es die Aufständischen unterstützt.

Bewaffnete Kämpfer der Muslimbruderschaft(Bewaffnete Kämpfer der Muslimbruderschaft)

Victoria Nuland, Sprecherin des US-Verteidigungsministeriums, erklärte:Wir haben damit begonnen, unsere Kontakte zu Syrern auszuweiten, die sowohl in Syrien selbst wie im Ausland zu einem Regimewechsel aufrufen” Zugleich wiederholte sie, Barack Obama habe bereits zuvor den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad aufgefordert, Reformen einzuleiten oder seine Machtposition zu räumen. (Voice of Russia, 17. Juni 2011)

Die geopolitischen Strategien dieses Destabilisierungsprozesses in Syrien sind äußerst weitreichend. So haben z.B. die NATO und Israel ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, wonach Israel allem Anschein nach – sollte es zu einem offenen Konflikt mit Syrien kommen – auf Seiten der NATO militärisch mitintervenieren würde. Auch die Türkei und Israel haben schon vor einiger Zeit ein geheimdienstliches Abkommen unterzeichnet, in dem sich die Türkei dazu bereit erklärt, das Israel aus der Türkei heraus geheimdienstliche Informationen über Syrien und Iran sammeln darf. Im Austausch dafür assistiert Israel beim Ausrüsten und Trainieren türkischer Anti-Terror-Einheiten.

Libyen:

Frankreich beliefert die libyschen Rebellen mit allerlei Kriegsgerät. Raketenwerfer, Maschinengewehre, Panzerabwehrwaffen ja sogar Panzer selbst, natürlich alles mit dazugehöriger Munition, warf das französische Militär mit Spezialfallschirmen aus der Luft über libyschem Rebellengebiet ab. Offiziell würde das französische Militär erst seit Ende Juni Waffen über einer Bergregion südlich von Tripolis abwerfen. Der russische Außenminister Sergej Lawrow kritisierte dies mit den Worten: „Von Frankreich wäre das der gröbste Verstoß gegen den Libyen-Beschluss des Weltsicherheitsrats“. Russland enthielt sich der Libyen-Resolution im UNO-Sicherheitsrat und wirft der NATO vor, den Beschluss mit ihren gezielten Luftangriffen gegen Gaddafi zu missbrauchen. Auch Deutschlands Verteidigungsminister Thomas de Maiziére hat einer Anfrage der NATO, bezüglich Lieferungen von Militärtechnik, Munition, Geschossen und Bauteilen für Bomben, die den libyschen Rebellen zukommen sollen, stattgegeben.

(Libysche Rebellen werden an neu gelieferten Waffen ausgebildet)

Und die Medienpropaganda findet kein Ende:

Vor kurzem versammelten sich wieder tausende Anhänger Gaddafis auf dem grünen Platz, um einer Audio-Kundgebung von ihm zu lauschen. Die Online-Ausgaben der ARD-Tagesschau und anderen „Propagandablättern“ übertrifft sich bei der Berichterstattung über den Inhalt der Botschaften, die Gaddafi übermittelt haben soll, wieder mal selbst und gibt einmal mehr ein gutes Beispiel dafür ab, wie manipulierend unsere Medien doch sind. Eure Häuser, Büros, Familien würden legitime militärische Ziele werden, so wie Ihr unsere Häuser angegriffen habt”, zitierte die britische BBC den libyschen Machthaber. Wenn sich die NATO nicht zurückziehe, werde das großartige libysche Volk den Staaten des Bündnisses eine “Katastrophe” bescheren, drohe er. Sollte die NATO ihre Angriffe nicht einstellen, dann könnten die Libyer “wie Heuschrecken, wie Bienen über Europa herfallen”, heißt es weiter.

In der Übersetzung der Audio-Botschaft ist davon natürlich nur wenig zu finden und man bemerkt gleich, das seine Zitate propagandistisch eingesetzt werden. Gaddafi forderte Sarkozy, Cameron und Obama auf, ihre Fernseher einzuschalten und sich die Menschenmenge an Libyern anzusehen, die sich gegen eine erzwungene „Demokratie“, die mit Bomben gegen Zivilisten daherkommt und nur von einer kriminelle Gruppe von Rebellen unterstützt wird, erwehren. Er mahnte davor, wenn weiter unsere Häuser bombardiert werden, solle bedacht werden, dass sich das selbe auch in Europa ereignen könne, weil Europa nicht weit von Libyen entfernt sei, jedoch wolle er auch nicht, das es so weit kommt und man solle doch in erster Linie auf die Menschen achten. Also keine „Aufforderungen“, den Terror nach Europa zu tragen.

Nach einem NATO Angriff suchen Rettungsteams nach Überlebenden. Traurige Bilanz: 15 Tote, darunter 3 Kinder

Angeblich laufen die demokratischen Kräfte unter den Rebellen sogar verstärkt zu Gaddafi über. Diese Aussage stammt aus einem Interview von Wayne Madson, der über Gespräche mit den ehemaligen Rebellen berichtet: “Schauen Sie, wir waren nicht glücklich mit Gaddafi. Aber seit die NATO, darunter Italien, unsere ehemalige Besatzungsmacht, dieser Bewegung beigetreten ist … [wir dachten], OK, er ist ein Diktator, [und] wir haben ihn schon seit über 40 Jahren, aber verdammt nochmal, er ist ein libyscher Nationalist, und er hat uns den höchsten Lebensstandard von Afrika gebracht.”

Gerechtigkeit?

Man darf sich ruhig fragen, wo bei diesen Angriffskriegen unter der falschen Flagge der Demokratie eigentlich die Gerechtigkeit bleibt! Diesen Ländern werden Machtwechsel durch Destabilisierung, Aufwiegeln der Bevölkerung untereinander, Medienpropaganda und knallharten militärischen Angriffen aufgezwungen, um die niemand gebeten hat. Noch dazu passiert das alles unter dem Mantel, die Zivil-Bevölkerung schützen zu wollen, dabei gibt es schon so viele Meldungen über Zivilisten, die durch NATO-Angriffe getötet wurden, dass das Ganze zu einer reinen Farce verkommt. Die Völker des arabischen Raumes müssen dies alles ertragen, um im Endeffekt ihrer Ressourcen beraubt zu werden und als Kreditsklaven der Westmächte zu enden.

Schöne neue Welt….

Quellen:

http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=25312
http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Project_for_the_New_American_Century.html
http://www.military-quotes.com/forum/triple-alliance-us-turkey-israel-t30320.html
http://www.nytimes.com/2011/06/09/world/middleeast/09intel.html
http://www.tagesschau.de/ausland/libyen1154.html
http://www.my-metropolis.eu/Nachrichtenticker/Juli2011/Nachrichtenticker_01_07_2011.php
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/geostrategie/webster-g-tarpley/aus-dem-manipulierten-arabischen-fruehling-der-cia-wird-ein-langer-heisser-kriegssommer-das-obam.html

BILDERBERG-Report 2011

17.06.2011

Ankunft

Im Grunde ist nicht viel über die Ankunft der Konferenzteilnehmer zu berichten. Die meisten der Herrschaften reisten in gepanzerten Limousinen oder SUVs an. Manche, so wie z.B. die Schweizer Bundesrätin Doris Leuthard, wurden per Helikopter eingeflogen.


Etienne Davignon
(Ehrenpräsident der Bilderberger)


Hier der Helikopter, der Doris Leuthard auf dem Landeplatz des Hotel Suvretta absetzt


Doris Leuthard

Am Donnerstag, dem 9. Juni 2011 wurde aufgrund einer Bombendrohung die Sicherheitszone um den Tagungsort der Bilderberger, das Suvretta House Hotel in St. Moritz, ausgeweitet. Man weiß nicht genau, ob das der Wahrheit entspricht. Zumindest hat niemand Bombenräumkommandos oder ähnliches polizeiliches Personal gesehen. Angeblich wurde ein “rohrähnlicher Gegenstand” gefunden. Anscheinend handelte es sich um einen “Trick”, um die Sicherheitszone auszuweiten.


Alex Benesch und Paul Joseph Watson diskutieren mit den Wachleuten

EU-Abgeordneter holt sich eine blutige Nase beim Versuch, in die Tagungsstätte zu gelangen

Als Mario Borghezio, EU-Parlamentarier und Mitglied der Italienischen Partei Lega Nord, versuchte ins Hotel zu gelangen, indem er sich als EU-Abgeordneter auswies, wurde er vom Sicherheitsdienst aufgehalten. Medienberichten zufolge habe er sich dabei sogar eine blutige Nase geholt. Die Schweiz wird nun (laut italienischem Außenministerium) aufgefordert, alle Verantwortliche für den Eklat auszuforschen. Die italienische Botschaft in Bern hat die Schweiz nun um eine “genaue Prüfung des Vorfalles” ersucht.

Wir waren rund um die Uhr unterwegs, um Material zu bekommen. Dabei postierten wir uns stundenlang im Regen, erklommen nasse Hügel, verfolgten gepanzerte Limousinen und trafen auf spazierende deutsche SPD-Abgeordnete.

Bilder einiger Teilnehmer der Bilderbergkonferenz
(Wir konnten leider erst die wenigsten identifizieren, bitte helft uns)


Das könnte Huang Yiping (Professor of Economics, China Center for Economic Research) sein, aber wir sind uns noch nicht sicher


Thomas Enders
ist ein deutscher Manager. Er war von Mai 2004 bis August 2007 Vorstandsvorsitzender der EADS. Am 27. August 2007 wurde er zum Unternehmensleiter des europäischen Flugzeugherstellers Airbus ernannt. Seit 2005 bekleidet er das  Präsidentenamt des BDLI (Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie – deutscher Interessenverband der führenden Unternehmen und Institutionen der Luft- und Raumfahrttechnik).


Hier haben wir Peter Mandelson mit “noch unbekannt”. Baron Mandelson ist ein britischer Politiker der Labour Party. Er gilt als einer der Hauptarchitekten beim Wandel der Partei zu New Labour. Und ganz hinten haben wir Eric Schmidt, ehemaliger Google-CEO.


Peer Steinbrück
ist ein deutscher Politiker (SPD). Er war von 2002 bis 2005 Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, sowie von 2005 bis 2009 Bundesminister der Finanzen und stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender. Seit 2009 zählt sich Steinbrück zu den Mitgliedern des Deutschen Bundestages. Neben ihm spaziert Franco Bernabe, ein italienischer Unternehmer und Vizevorsitzender von Rothschild Europa. Dahinter Jacob Wallenberg aus dem Bilderberg-Lenkungsausschuss.

– thx 2 Ralf -


Eric Schmidt nochmal von hinten

Weitere Teilnehmer, die von uns abgelichtet wurden:


Etienne Davignon mit Kumpel^^

Hier noch 2 verschiedene Ansichten der Ankunft von Doris Leuthard:

Grundsätzlich ist zu sagen, dass es uns nicht sonderlich leicht gemacht wurde, gute Bilder zu schiessen. Die Sicherheitskräfte waren “angenehmer”, als die spanischen Kollegen vom Vorjahr. Es gab auch keine nennenswerten Zwischenfälle. (special THX 2 Ralf & “libertas per veritatem”)

Briefe von Schweizer Nationalrat Dominic Baettig

Dominic Baettig verfasste einen Brief an die Regierungsrätin Janom Steiner, weil Reporter (unter anderem Leute von We Are Change Switzerland) verfolgt wurden und sich die Arbeit für die Journalisten durch das Handeln der Sicherheitskräfte überhaupt ziemlich schwierig gestaltet hatte:

Brief an die Kantons-Staatsanwälte der Schweiz, in dem er sich auf einen Haftbefehl, unter anderem für George Bush jr. und Henry Kissinger, bezieht:

Es ist absolut positiv zu bewerten, dass sich einige Politiker der Schweiz nicht einschüchtern lassen. Anscheinend zeigten die Briefe von Nationalrat Dominic Baettig auch Wirkung:

Rockefeller’s Birthday Song

Rund 300 Aktivisten formierten sich Samstag Nacht vor dem Tagungshotel Suvretta. Mit Fackeln und Megaphonen ausgerüstet, sangen sie dem alten Greis ein Ständchen.

Hier aus unserer Sicht:

Einige der “Big Player”, die wir nicht selbst erwischen konnten:


David Rockefeller


Ehrenpräsident der Bilderberger Etienne Davignon


Miroslav Ransdorf (nicht in der offiziellen Teilnehmerliste)


Rudolf Scholten


Huang Yiping

Der amerikanische Verteidigungsminister hat auch am Bilderbergtreffen teilgenommen und damit direkt gegen den Logan Act verstossen – dieser untersagt es Bürgern, ohne ausdrückliche Genehmigung der Regierung politische Verhandlungen mit ausländischen Regierungen und Beamten, in Bezug auf Konflikte mit den Vereinigten Staaten zu führen, oder deren Maßnahmen entgegenzuwirken. Es soll vermieden werden, dass geheime Lobbys international “Absprachen halten”. Kontakte zu anderen Staaten sollen über ordentliche Staatsbesuche erfolgen. Deren Tagesablauf und tatsächlicher Inhalt kann von Medien und allen Staatsorganen mitverfolgt werden.


Anders Rasmussen


Könnte das der Eugeniker Bill Gates sein?

Hier sieht man den berühmt berüchtigten “Zebrastreifen” der es uns ermöglichte, die Wagen wenigstens kurz zum Anhalten zu bringen, um Bilder zu ergattern – im Anschluss unsere Begegnung mit der Kantonspolizei Graubünden:

Greetings to our Friends: GuantanaMOHR, JDeep, Michael & Attila

Während der ganzen Tage waren mit Sicherheit mehr als 350 Aktivisten und Reporter anwesend, um ihren Unmut über dieses “undemokratische Treffen” kundzutun. Die Leute reisten aus sämtlichen Nationen an – und manch einer nahm es sogar auf sich, nach St. Moritz zu trampen. Es herrschte eine Atmosphäre von gegenseitigem Respekt.  Jeder hat jedem geholfen und “sein eigenes Ego zurückgeschraubt”. Schließlich wussten wir ja alle, dass es hierbei um etwas Grösseres geht, nämlich darum, der Machtelite zu zeigen, dass wir mit ihrem perversen Spiel ganz einfach nicht einverstanden sind. Bilderberger, nehmt euch in Acht… die Bevölkerung erwacht!

Grossen Respekt und Dank an alle, die es geschafft haben, anzureisen, um ihren Protest zu zeigen – und danke auch an alle, die uns von zu Hause aus tatkräftig mit ihrem Interesse und Know-How unterstützt haben. Bis zum nächsten Jahr.

 

We Are Change Austria im Gespräch mit Oliver Janich und Jürgen Elsässer

17.06.2011

We Are Change Austria war beim Bilderberg-Treffen 2011 in St. Moritz, um zu protestieren und zu berichten. In diesem Zusammenhang trafen wir den Journalisten, Buchautor und Gründer der “Partei der Vernunft” Oliver Janich, und den Journalisten und Autor Jürgen Elsässer.

Interview mit Oliver Janich

Interview mit Jürgen Elsässer

(Das Compact Magazin ist in Deutschland am Kiosk erhältlich. In Österreich kann man es per Abo beziehen. Mehr Infos unter compact-magazin.com)

Jürgen Elsässer und Oliver Janich

Ölpest im Golf von Mexiko und die Auswirkungen auf die ganze Welt – Teil 3

12.06.2010

>> Teil 1
>> Teil 2

Quellen:
“Aufruf zum Boykott von BP und deren Hintermänner/-frauen”, WakeNews Blog, 4.-11. Juni 2010
Alex Jones Show, 11. Juni 2010 (deutsche Zusammenfassung von Morxn, We Are Change Austria)
• Weitere Quellen sind an den entsprechenden Stellen verlinkt.

Jetzt wird es immer deutlicher!

Der in mehrheitlichem Besitz der Königinnen Elizabeth II. (von England) und Beatrix (der Niederlande) befindliche Konzern BP (British Petroleum), der auch Aral, Castrol und Royal Dutch Shell umfasst und seit dem 20. April 2010 eine unvorstellbar riesige Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko zu verantworten hat, muss sich nun einem noch unvorstellbareren Vorwurf stellen – den Indizien, dass die gesamte Katastrophe und die bislang dilettantischen „Rettungsversuche“ im Voraus geplant und inszeniert wurden, um verschiedene Ziele zu erreichen:

  • Die Umsetzung von höheren Steuern im Energiesektor in den USA, als Ersatz für die in sich zusammengefallene Menschen verursachte CO2-Klimaerwärmungslüge (Climategate) – “Carbon Tax”, “Cap and Trade”.
  • Ablenkung von anderen Aktivitäten der Eliten wie der Zerstörung der Finanz- und Wirtschaftsmärkte und dem Aufbau von Polizeistaat und Militärdiktatur, in den USA und weltweit.
  • Bereicherung einiger weniger Bankster auf Kosten aller Beteiligten, Menschen, Natur und regionaler Wirtschaft.
  • Zerstörung der Lebensgrundlage kleiner und mittlerer Unternehmen.
  • Verfolgung der auf den Georgia Guidestones festgehaltenen Ziele der Bevölkerungsreduzierung.
  • Umsetzung einer diktatorisch geführten Neuen Weltordnung als Rettung aus dem selbst geschaffenen Chaos. (“Ordo ab Chao”)
  • Zerstörung der Lebensgrundlagen für Millionen Menschen – die Anrainer der Meeresküsten, die durch die Ölverschmutzung jetzt und zukünftig beeinträchtigt werden.

Was sind die Indizien?

Lindsay Williams, ein Insider mit Kontakten zu hochstehenden Ölmagnaten, gab am 11. Juni 2010 in der Alex Jones Show hochbrisante Infos preis:

1/9 2/9 3/9  >> hier geht’s weiter

Zusammenfassend rechnet Lindsey Williams mit einer verheerenden Verseuchung entlang der Ostküste Amerikas (Louisiana, Florida, Alabama, Georgia, u.a.). Da es sich bei der Ölquelle um einen “Super Deep Well” in ungefähr 10.000 m Tiefe (!) handelt, ist der Druck, mit dem das Öl austritt, enorm (und wurde auch verdächtigerweise von BP nicht bekanntgegeben). Laut Lindsey Williams’ Insiderquelle beträgt der Druck zwischen 20.000 und 70.000 psi (pounds per square inch; entspricht ca. 1400-4800 bar oder kg/cm², z.Vgl.: der Innendruck von Autoreifen liegt im Bereich von 2-4 bar), was mit der uns verfügbaren Technologie kaum aufzuhalten sei! Dass sich das Leck 1.500 m unter Wasser befindet, erschwert die Sache zusätzlich.

Und als wäre das Öl nicht schon schlimm genug, treten anscheinend auch andere Substanzen aus dem Leck, was aufgrund der bräunlichen Färbung des Öls schon von vielen vermutet wurde. Die US-Umweltbehörde EPA berichtet von hochtoxischen und teilweise entzündlichen VOCs (“volatile organic compounds”, flüchtige organische Verbindungen) in der Luft der Golfregion, wie zum Beispiel Schwefelwasserstoff. Laut EPA beträgt die höchstzulässige, für den Menschen ungefährliche Konzentration (“Safe Levels”) von Schwefelwasserstoff in der Luft 5-10 ppb (parts per billion, 1 ppb = 0,0000001%).  In den letzten Tagen wurde jedoch eine Konzentration von 1.200 ppb in der Golfregion gemessen! Die “Safe Levels” von Benzol betragen laut EPA 0-4 ppb. Die gemessenen Levels, die derzeit vom Wind an die Küste getragen werden, betragen sage und schreibe 3.000 ppb! Geringe Mengen Benzol können bereits Schwindel, Verwirrung, Tremor, Herzrasen und Bewusstlosigkeit verursachen. Höhere Konzentrationen über einen längeren Zeitraum schwächen das Immunsystem, verursachen große Schäden an Knochenmark, Nieren, Lunge und Herz und können u.a. Leukämie und Krebs auslösen!

Nunmehr haben sich bereits viele Aktivisten-Gruppen gebildet, die nicht nur in den USA die Ölfirma BP boykottieren.

Ein Guerilla-Reporter berichtete von 17.500 kampferprobten Truppen in voller Kampfausrüstung, die mit schwerer Bewaffnung und gepanzerten, mit Maschinengewehren ausgerüsteten Humvee-Fahrzeugen im Louisiana-Küstengebiet aufmarschiert sind, sowie die US-Katastrophenbehörde FEMA (Federal Emergency Management Agency), mit schwarzen “Disaster-Relief-Team”-LKWs, die offenbar Vorboten der Evakuierungspläne für 40-50 Millionen Küstenanwohner sind. USNORTHCOM (United States Northern Command, US-Luftwaffe) plant und probt Kampfeinsätze im eigenen Land in der Golf-Region.

Die FEMA plant, die ölverseuchten Küstengebiete zu evakuieren und Millionen Menschen in die bereits seit langer Zeit vorbereiteten FEMA-Konzentrationslager zu stecken. Damit bekommt die ganze inszenierte Öl-Katastrophe noch einen ganz neuen Anstrich – der Inhaftierung und Versklavung von Millionen von US-Bürgern unter dem humanitären Deckmantel der Evakuierung:

 Siehe auch: Videos zu FEMA-Camps und -Massengräbern
(
ganz unten auf der Seite)

Die Golf-Ölkatastrophe ist ein Akt des Terrorismus!
In Louisiana wurden alle Strände wegen Ölverseuchung geschlossen, Truppen marschierten auf.

Craig Taffaro, Präsident des St. Bernard Parish, Louisiana:
“Der Plan ist, uns alle sterben zu lassen.”

Barack Obama (a.k.a. Barry Soetoro), bei einem Meeting im Weißen Haus: “Die Öl-Katastrophe wird die gesamte Volkswirtschaft der USA schwer treffen.”

Jetzt ist es an der Zeit, dass wir weltweit in Solidarität mit den direkt betroffenen Menschen und im Namen der Gerechtigkeit und Freiheit aller Bürger die Übeltäter und Hinterleute dieser Verbrechen anprangern und boykottieren.

Hiermit fordern wir alle auf, British Petroleum als Unternehmen und seine Tankstellengeschäfte (BP, Aral und Castrol) und Produkte überall und in allen Ländern zu boykottieren.

Links/Verweise:

BP/Shell:
“The Bilderberg Plan for 2009: Remaking the Global Political Economy”, Andrew Gavin Marshall, Global Research, 26. Mai 2009
“BP shares plunge”, Elena Moya, The Guardian, 1. Juni 2010

Ölkatastrophe weitet sich aus:
“Öl demnächst im Golfstrom”, Wolfgang Pomrehn, Telepolis eNews, 4. Juni 2010
“Bohrloch-Desaster: Die Ölkatastrophe nimmt globale Züge an”, Andrea Seibel, Welt Online, 3. Juni 2010
“Öl-Katastrophe: BP gescheitert”, MMnews.de, 3. Juni 2010

Cap and Trade, CO2-Steuern, Climategate:
• “Who Pays for Cap and Trade?”, Wall Street Journal, 9. März 2009
“Climategate: Grösste Betrugsgeschichte der letzten hundert Jahre aufgedeckt?”, WakeNews.net

Goldman-Sachs verkauft 3 Wochen vor BP-Ölkatastrophe 44% der Aktien, Blankfein häufiger Gast im Weißen Haus:
“BP Ownership, institutional ownership, 5% ownership”, MSN Money
“Goldman Boss Visited White House as Firm Tangled With SEC Over Potential Fraud Case”, FOXNews.com, 22. April 2010

Put-Option 9/11, Insiderwissen, Finanzterror, False-Flag-Terror:
“Cramer: Black Monday Could Have Been ‚Financial Terrorism’”, Paul Joseph Watson, PrisonPlanet, 19. September 2008
“Suppressed Details of Criminal Insider Trading Lead Directly Into The CIA’s Highest Ranks”, Michael C. Ruppert, From the Wilderness Publications, 9. Oktober 2001
“State Terror”, WakeNews.net

Israel attackiert Flotte mit Hilfsgütern, bereits 19 Tote

01.06.2010

Eine Hilfsorganisation (IHH) hat Schiffe mit Nahrung und Medizin nach Israel/Palästina gesendet. Noch auf See wurden diese Schiffe vom israelischen Militär gefasst und beschossen.

Bereits 19 Menschen sollen getötet worden sein.

Der arabische Sender Al-Jazeera berichtete am Montag telefonisch von Bord eines türkischen Schiffes, das den Hilfskonvoi anführte, israelische Marinesoldaten hätten das Schiff unter Feuer genommen und geentert. Der Kapitän sei dabei verletzt worden. Nachdem der erste Hilfsaktivist erschossen wurde,  hat man die weiße Flagge gehisst. Doch es wurde weitergeschossen.

Die israelischen Streitkräfte wiesen die Berichte eines arabischen und eines türkischen Fernsehsenders umgehend zurück. Sie hätten die Schiffe nicht angegriffen, sie würden aber wie angekündigt den Konvoi daran hindern, die Blockade des Gazastreifens zu durchbrechen.

Der aus sechs Schiffen bestehende Konvoi hatte am Sonntag vor Zypern die 400 Kilometer lange Reise zum Gazastreifen begonnen.

Israel hat damit gedroht, die Schiffe aufzuhalten.

Israelische Kriegsschiffe hatten am Sonntagabend ihre Stützpunkte verlassen, um die Hilfsflotte zu stoppen. Das israelische Außenministerium teilte mit, auf den Schiffen konfiszierte Hilfsgüter würden auf den zulässigen Wegen nach Gaza geschickt.

Eine Sprecherin der Organisatoren sagte am Wochenende, die rund 700 Aktivisten an Bord der sechs Schiffe seien auf „verschiedene Szenarien” in der Konfrontation mit Israel vorbereitet. „Wir haben die Absicht, nach Gaza, ohne Rücksicht auf Einschüchterungen und Gewaltdrohungen gegen uns, zu gehen”, sagte sie.

Bekannte Gesichter auf Passagiersliste

An Bord der sechs Schiffe, denen als „zweite Welle” noch zwei weitere folgen sollen, sind unter anderem die Friedensnobelpreisträgerin von 1976, Mairead Corrigan Maguire, europäische Parlamentarier wie die Linken-Abgeordneten Inge Höger, Annette Groth und ein Holocaust-Überlebender.

Die Aktivisten wollen Material nach Gaza bringen, dessen Einfuhr von Israel und Ägypten nach der Machtübernahme der Hamas im Juni 2007 verboten wurde. Dazu gehören Baustoffe wie Zement. Die Frachter haben nach Angaben der Organisatoren zudem Fertighausteile, Wasserreinigungsanlagen und mehrere hundert Rollstühle mit Elektromotoren geladen.

Israel ist der Aggressor, weil sie Schiffe aufmachen, die sich in internationalen Gewässern befinden. Sie können die Schiffe kontrollieren, dürfen sie aber nicht kapern oder angreifen. Beides ist geschehen…

Diese Restriktionen beschränken sich im wesentlichen auf folgende Tatbestände aus:

1. Verbot der Beförderung von Sklaven,
2. Bekämpfung der Seeräuberei,
3. Unterbindung des unerlaubten Verkehrs mit Suchtstoffen oder psychotropen Stoffen sowie
4. Verhinderung nicht genehmigter Rundfunksendungen von Hoher See
(siehe Genfer Seerechtskonventionen)

Wie soll eine unabhängige Untersuchung stattfinden, wenn die Schiffe geräumt werden mussten und sich dort nun die IDF breitmachen kann? Ein ganz klarer Fall für den UN-Sicherheitsrat. (Nach Meldungen hat die israelische Armee in Ashdot ein Gefangenenlager für bis zu 600 Personen eingerichtet. Nach anderen Meldungen sind in Ashdot Gefangenenbusse mit verblendeten Scheiben vorgefahren, um Inhaftierte in ein Lager in die Wüste Negev zu bringen.)

Es gab keine Provokation durch die Friedensaktivisten!

Gaza 2008:

PRESSEMITTEILUNG der IHH

PRESSEMITTEILUNG

Wir als Internationale Humanitäre Hilfsorganisation e.V. verurteilen den militärischen Angriff auf den Schiffskonvoi, wodurch viele Friedensaktivisten verletzt und dabei mehrere getötet wurden.

Humanitäre Hilfe ist seit Ewigkeit eine immune Aktivität. In keiner Religion, in keiner Gesellschaft und in keiner Ära der menschlichen Historie wurde diese Immunität angefochten. In den blutigsten Kämpfen war es sogar möglich, dass die Friedensaktivisten ihren Bestrebungen nachgingen und die humanitäre Arbeit wurde keineswegs torpediert. Das aktuelle internationale Recht räumt den Hilfsorganisationen diese Immunität ein.

Trotz alledem wurde durch den empörenden Angriff auf die Hilfsaktion eine despektierliche Haltung gegenüber der Menschheit vollzogen und angesichts des internationalen Rechts ein Verbrechen begangen. Da sich der Angriff auf internationalem Gewässer ereignete, ist dies eine Offensive auf die humanitäre Hilfsarbeit weltweit. Im Rahmen einer zivilen Initiative, die von Menschen mit unterschiedlichen Glaubensrichtungen und aus einer multilateralen Zusammenarbeit hervorging, hatte die Flotte die humanitäre Absicht Not leidenden Menschen Hilfe zu leisten. Ist dies nicht das Natürlichste auf der Welt?

Im Umgang mit Hilfsaktionen wurde keine Langmut gezeigt und die zivile Initiative mit Blutvergießen verhindert. Diese Offensive von Israel verurteilen wir auf das Schärfste.

Mustafa Yoldaş
Vorsitzender


Quellen:
Focus Online

Telepolis

Internationale Humanitäre Hilfsorganisation e.V.

Siehe auch:
“Mit Stangen und Hilfslieferungen gegen Maschinengewehre: Schüsse aus dem Bunker” (TAZ.de)
“Ägypten öffnet Grenze zum Gazastreifen”
(Standard)

YouTube zensiert kontroverses Musikvideo

26.05.2010

26. Mai 2010
Morxn, We Are Change Austria

Die in England geborene Musikerin M.I.A. mit (tamilischen) Wurzeln in Sri Lanka veröffentlichte unlängst eine Single namens “Born Free”. Dazu wurde auch ein ‒ etwas schockierendes ‒ Musikvideo gedreht, das einige Kontroversen auslöste. Das Video stellt eine dystopische Vision dar, in der Rothaarige (!) Opfer einer Genozid-Kampagne werden.

Bis jetzt haben sich weder M.I.A. (aka Mathangi “Maya” Arulpragasam) noch XL Recordings oder Regisseur Romain Gavras zu dem Video und seiner Message geäußert, und so bleibt die Interpretation dem Zuschauer überlassen… oder auch nicht, denn das Video wurde von YouTube entfernt (und durch einen Audio-Clip mit Standbild ersetzt). Und auch YouTube hüllt sich in Schweigen ‒ die genauen Gründe der Zensur sind noch unklar. Bezüglich der Gewalt- und Nacktszenen möchte ich allerdings darauf hinweisen, dass derartige Videos üblicherweise mit einer Warnung versehen werden und nur von eingeloggten Usern (nach Bestätigung der Volljährigkeit) gesehen werden können. Unter diesem Aspekt scheint es doch etwas überstürzt von YouTube, das Video gleich zu sperren… es sei denn, die Botschaft ist etwas zu “subversiv” für den Status Quo…

Hier ist das unzensierte Video, das noch auf Romain Gavras’ Vimeo-Account verfügbar ist. Kleine Vorwarnung: Das Video enthält z.T. sehr explizite Szenen von Nacktheit und Gewalt. (Besonders die Szene 6:45-6:55 ist vielleicht ungeeignet für Leute mit schwachen Nerven und/oder Kindern…)

In der Mainstream-Presse wurde kein Wort darüber verloren, als wolle man keine weitere Aufmerksamkeit auf das Video lenken. Der russische Nachrichtensender Russia Today war jedoch ‒ wie so oft ‒ eine löbliche Ausnahme und berichtete:

Barack Obamas Regierung unternimmt in manchen Menschenrechtsfragen weniger als die Bush-Administration

01.02.2010

In der vergangenen Woche jährte sich die erste außenpolitische Initiative, die Präsident Obama nach seinem Amtsantritt unterschrieb: Er machte drei Verfügungen bekannt, in denen er die Schließung des Internierungslagers Guantanamo anordnete, außerdem die Aussetzung bestimmter CIA-Befragungstechniken sowie die Überprüfung der gesamten US-Gewahrsamspolitik und aller Rechtsauffassungen der Regierung dazu. Die Verfügungen trafen in Europa auf breiten Zuspruch. Sie wurden dort gepriesen, weil in ihnen zum Ausdruck komme, dass sich die USA wieder dem internationalen Recht verpflichtet fühlten.

Ein Jahr darauf hat die Obama-Regierung jedoch Schwierigkeiten, die drei Verfügungen umzusetzen und sie setzt viele andere Methoden der Bush-Regierung fort, darunter viele, die in Europa höchst umstritten sind. Auf anderen Gebieten, zum Beispiel bei der Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof oder der Befolgung der Regeln des Haager Gerichtshofs, war die Obama-Regierung sogar weniger kooperativ als ihre Vorgängerin.

http://blogs.taz.de/zeichenblog/files/2008/07/obama-web1.jpg
Warum hat Obama sein selbst auferlegtes Ziel verpasst, Guantanamo innerhalb eines Jahres zu schließen?

Weil der Kongress – trotz einer breiten Mehrheit der Demokraten in beiden Häusern – Gesetze verabschiedet hat, die den Präsidenten daran hindern, Inhaftierte in die Vereinigten Staaten zu verlegen. Obama hat zwar die Sanierung eines Gefängnisses in Illinois angeordnet, damit es die Inhaftierten beherbergen kann. Doch es ist unwahrscheinlich, dass Guantanamo in diesem Jahr, einem Wahljahr, dichtgemacht wird – und es wird womöglich nicht einmal innerhalb der nächsten drei Jahre geschlossen, weil es viel innenpolitischen Widerstand dagegen gibt.

Die höchst umstrittenen Befragungstechniken der CIA sind zwar nicht wieder aufgenommen worden, doch die Verhaftung des nigerianischen Studenten Umar Abdul Muttalab, der an Weihnachten die Maschine nach Detroit sprengen wollte, entzündete Meinungsverschiedenheiten zwischen Polizisten und Geheimdienstlern über Befragungstechniken.

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Präsident Obama hat viele Methoden der Bush-Regierung übernommen. Er betont, dass sich die Vereinigten Staaten weiterhin im “Krieg” mit Al-Qaida befinden, und auch er setzt Militär ein, um Mitglieder von Al-Qaida und Taliban festzunehmen oder zu töten (mit Hilfe von Drohnen oder anderer Mittel). Und dies ganz gleich, wo auf der Welt sie sich befinden.

Auch beansprucht die Obama-Regierung das Recht, Al-Qaida-Mitglieder und Taliban unbegrenzt und ohne Gerichtsverfahren festzusetzen – übereinstimmend mit dem Kriegsrecht. Er behandelt sie also nicht wie gewöhnliche Kriminelle: Vergangene Woche hat das Justizministerium angekündigt, dass 50 Gefangene von Guantanamo zu gefährlich sind, um sie gehen zu lassen, und dass sie daher auf unbestimmte Zeit und ohne Prozess festgehalten werden. Zwar kündigte das Ministerium im Dezember an, Khalid Sheikh Mohammed und andere Planer des 11. September vor dem Bundesgericht in New York anzuklagen; aber schon im Mai vergangenen Jahres gab Obama bekannt, andere Terrorverdächtige vor Militärkommissionen anzuklagen, also jenen Organen, die von Menschenrechtsgruppen und vielen Europäern so geschmäht werden.

Und am 24. August kündigte die Regierung in Gestalt einer Task Force des Justizministeriums leise an, dass sie die Praxis fortsetzen will, Terrorverdächtige zu ergreifen und außerhalb des gesetzlichen Rahmens in die Vereinigten Staaten (oder auch von einem Land in ein anderes) zu bringen. Sie stellte lediglich sicher, dass die Gefangenen nicht dem Risiko ausgesetzt sind, gefoltert zu werden.

Dass die Obama-Regierung diese umstrittenen Methoden gegen alle Erwartungen fortführt, bedeutet für Europa ein Dilemma.

Werden die Regierungen Europas das ignorieren, nur weil sie Obama mögen? Können sie nichts sagen, weil er farbig ist? Oder werden sie, nachdem die Flitterwochen vorbei sind, mit dieser Regierung genauso kritisch umgehen wie mit der Vorgängerin?

Europa stellt hoffentlich bald fest, dass ein Präsident, den sie bewundern, weitermacht mit Methoden, die sie verabscheuen. Zudem hat sich die Obama-Regierung dem Völkerrecht und internationalen Institutionen weniger verpflichtet gezeigt, als viele Europäer es erwartet hatten.

Und anders als ihre Vorgängerin hat die Obama-Regierung auch nichts getan, um Entscheidungen des Haager Gerichtshofs umzusetzen: Sie lässt nicht die Todesurteile gegen Menschen überprüfen, denen die konsularische Betreuung verweigert wurde. Und sie unternimmt wenig, um mit dem Internationalen Strafgerichtshof zusammenzuarbeiten.

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Präsident Barack Obama hat übrigens die Bushs am Morgen des 30. 1. 2010 im Oval Office empfangen: Anwesend waren der ehemalige Präsident George H. W. Bush und sein Sohn, Floridas ehemaliger Gouverneur Jeb Bush. Zwei Wochen davor war Jebs Bruder, George W. Bush im weißen Haus. Als Grund wurde “soziale Notwendigkeit” wegen der Vorkommnisse in Haiti angegeben. Die Anwesenheit der Bushs war daher unerwartet und hat deshalb nur etwa eine halbe Stunde gedauert.

Austrian Armed Forces Agency ‒ Bundesheer auf Deppenfang

30.01.2010

Da hat wohl jemand im Propaganda-Unterricht gefehlt…

Dieser Werbespot sollte Frauen für die Karriere beim Bundesheer begeistern. Nach Sexismus-Alarm wurde der Film zurückgezogen.

Das Video ist Teil einer “Informationsreihe” namens “Heer 4U”. Auch in Österreich fürchtet man den Rekrutenmangel. Die Zahl der jungen Soldaten ist in den vergangenen zehn Jahren stark gesunken. Gleichzeitig hat sich die Zahl der Zivildienstleistenden nahezu verdoppelt. Auch die bereits vor acht Jahren beim österreichischen Bundesheer eingerichtete Stelle des sogenannten Personalwerbers konnte den Trend nicht stoppen. Der Werber heißt Johann Millonig und hat die Idee zu dem Film von der ukrainischen Armee geklaut.

(Zum Vergleich: Der Werbespot der Ukraine.
Die Kameraführung/-einstellungen sind an den meisten Stellen identisch.)

“Das ist unglaublich sexistisch”, empört sich Judith Götz vom Referat für feministische Politik der Österreichischen HochschülerInnenschaft. “In einer Zeit, in der das Bundesheer um Soldatinnen wirbt, ist es untragbar, Frauen als sexualisierte Objekte darzustellen, die auf Panzer abfahren. Das wirft uns mindestens 60 Jahre zurück.”

Und weils so schön ist, gleich noch ein paar filmische “Meisterwerke”:

Militärpsychologie?!
(http://www.imta.info/About/Members.aspx)

http://www.imta.info/Images/Permanent/MemberLogos/Austria.gif

IMTA Logo and Name

Der “Militärische Psychologie-Service” der österreichischen Streitkraft ist eine Abteilung der “Austrian Armed Forces Agency”. Aufgabe des Programms ist das Versorgen der Befehlshaber mit psychologischem Know-How und Informationen, die helfen sollen, Entscheidungen zu treffen, und die geistige Gesundheit und die geistige Gefechtbereitschaft unserer Soldaten zu sichern.  [Anm.: Geistig gesundes Militär? "Dunkel wars, der Mond schien helle..." :rolleyes:] Diese Mission umfasst folgende Massnahmen:

* Unterstützung bei der Auswahl zukünftiger Kader und Soldaten für internationale Betriebe

* Forschung und Entwicklung verbesserter Auswahlverfahren

* Psychologisches Training und Unterricht für Streitkräfte und bürgerliches Personal

* Entwicklung und Leitung von Arbeitnehmerumfragen

* Psychologische Unterstützung

* Verwaltung der Zuweisung von Psychologen


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